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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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2. Staubblätter S. Narben 4, kreuzweise abstehend oder zu einer Keule verwachsen. Kelchblätter 4,hinfällig. Kapsel 4»fächerig, 4»klappig aufspringend 3.

1°. Staubblätter 2. Kelch- und Kronblätter 2. Frucht eine 1« bis 2=samige Schliessfrucht. Wald*pflanzen, seltener in feuchten Wiesengräben, an schattigen Abhängen . . . . Circaea CCCCLXXXXI.

3. Achsenbecher kurz trichterförmig. Kapsel lineal. Samen mit einem Haarschopf. Blüten rot bisweisslich Epilobium CCCCLXXXIX.

3*. Achsenbecher lang zylindrisch (bei kultivierten Arten bisweilen kurz). Kapsel länglich, bisweilengeflügelt. Samen ohne Haarschopf. Blüten bei den eingebürgerten Arten gelb, bei kultivierten Arten auchweiss, rosa, rot oder blauviolett Oenothera CCCCLXXXX.

CCCCLXXXVIII. Ludwigia 1 ). Wasserlöffeichen, Heusenkraut. Franz.:Isnardie; engl.: Marsh-Ludwigia; ital.: Isnardia.

Meist ausdauernde Sumpfpflanzen mit gegen* oder wechselständigen Laubblättern. Blüteneinzeln in den Achseln der Laubblätter oder in endständigen Aehren und Köpfchen, 3= bis 6»,meist 4=zählig, strahlig (Fig. 21921), zwitterig. Kelchblätter bleibend. Kronblätter klein oder ganzfehlend, selten grösser als die Kelchblätter. Staubblätter vor den Kelchblättern stehend. Frucht»knoten in jedem Fache mit mehreren Reihen nackter Samenanlagen. Griffel fädlidi, abfallend,auf flachem, selten kegelförmigem oder ganz fehlendem Griffelpolster. Kapsel kurz=kreiselförmig,seltener verlängert, längsklappig oder durch Poren an der Spitze sich öffnend. Samen klein,in jedem Fache mehrzellig, mit papierdünner Schale.

Die Gattung umfasst gegen 20, zumeist in den Tropen Amerikas weit verbreitete Arten, von denenL. alternifölia L. und L. polycärpa Short, et Peter bis zum Aequator reichen. Durch die afrikanischenund asiatischen Tropen bis nach Australien zieht sich das Verbreitungsgebiet der L. parviflöra Roxb.L. prosträta Roxb. lebt in Ostafrika, auf den Maskarenen und in Vorderindien. In Europa tritt nur L.palustris (L.) Elliot auf, die sich weiterhin in Westasien, Nordafrika, Nordamerika, sowie in Südafrika findet.Die Wurzeln von L. erigdta L. wirken brechenerregend.

1971. Ludwigia palustris (L.) Elliot (= Isnardia 2 ) palustris L., = Ludwigia apetala Walt.).Sapfel, Sumpf=Heusenkraut, Sumpf = Wasserlöffelchen. Franz.: Isnarde des marais; engl.:

False loosestrife. Fig. 2192.

Einjährige oder ausdauernde, kahle, 10 bis 50 (74) cm lange Sumpf» oder Wasserpflanzemit kriechendem, fädlichem Wurzelstock und kriechenden oder im Wasser flutenden, häufig an denGelenken wurzelnden, einfachen oder verzweigten, 4=kantigen, bleichgrünen, oft purpurrotüberlaufenen Stengeln. Laubblätter gegenständig, mit kleinen, warzenartigen Nebenblättern(Fig. 2192 h), elliptisch bis eiförmig oder verkehrt=eiförmig, in den kurzen Stiel herablaufend,etwa 2 bis 3 cm lang, spitz, ganzrandig, bleich rötlichgrün, glänzend, etwas dicklich. Blüteneinzeln in den Laubblattachseln, fast sitzend, etwa 4 mm lang, mit 2 Vorblättern. Kelch»blätter 4, eiförmig, spitz, etwa 1 mm lang, grün, bleibend. Kronblätter fehlend 3 ). Staubblätter4, kürzer als die Kelchblätter. Fruchtknoten 4=fächerig; Griffel fädlich, mit kopfiger, 2=lappigerNarbe. Früchte kapselig, länglich=verkehrt=eiförmig, etwa 4 mm lang, 4=kantig, vielsamig,bleichbraun, an den Kanten grün. Samen länglich, etwa 7,2 mm lang und 3,2 mm breit,glatt, glänzend, hellbraun, mit grossem, walzenförmigem Keimling und langen Keimblättern.- VI bis VIII.

Zerstreut an und in stehenden und langsam fliessenden Gewässern: Teichen, Gräbenmit schlammigem Boden, Sümpfen, in feuchten, sandigen Gruben, auf nassen Schweineweiden,oft unbeständig und jahrelang ausbleibend. In der Ebene und im Hügellande.

') Benannt nach C. G. Ludwig, Professor zu Leipzig, geb. 1751, gest. 1823.

2 I Benannt nach A. Danty d'Isnard, Professor der Botanik zu Paris, gest. 1754.

*) Nach einer von Britton und Brown stammenden, doch von keiner anderen Seite bestätigtenAngabe sollen bisweilen kleine, rötliche Kronblätter auftreten; vgl. auch pag. 806.