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Oenothera Missouriensis erheblich verlängerte) Teil des Receptaculums bei den Oenotheraceen dieselbe blumen»artige Beschaffenheit zeigt, wie die noch völlig hohle Blütenachse der Lythraceen, sodass der Achsenbecherder Oenotheraceen unmittelbar als Nachweis für die Herkunft von den Lythraceen aufzufassen ist. Weitereverwandtschaftliche Beziehungen weisen auf die Hydrocaryaceen und Halorrhagidaceen hin.
Der im Querschnitt meist stielrunde, seltener durch erhabene Längsleisten 2» bis 4«kantige Stengelder Oenotheraceen zeichnet sich durch den Besitz eines intraxylären Phloems, einfacher Gefässdurchbrechungen,eines einfach getüpfelten Holzparenchyms und durch die bei 2= oder mehrjährigen Arten tief im Innerenbeginnende Korkentwicklung aus. Die Laubblätter sind zumeist ungeteilt, aber selten ganzrandig, vielmehrmeist undeutlich und unregelmässig, bisweilen buchtig gezähnt. Die Leitbündel sind fiedernervig und amRande des Laubblattes häufig verschmolzen. Vereinzelt treten auch lineale, seiten.nervenlose Laubblätter auf.Das Mittelblattgewebe führt sehr reichlich Raphidenbündel, die bei dünnhäutigen Laubblättern, wie z. B.bei Circaea durchschimmern und die Spreite rauh erscheinen lassen. Der Spaltöffnungsapparat entbehrt
bestimmter Eigenheiten und schliesst sich dem Ranunculaceen» oder demCruciferen.Typus an. Meist finden sich die Spaltöffnungen beidseitig, beiEpilobium erässum Hook. f. nach Di eis aber nur auf der Oberseite. DieHaare sind fast durchgehends l.zellig und von keulenförmiger Gestalt j doch wur«den bei den Gattungen Fuchsia, Jussieua und Ludwigia auch l.zellreihige, wenig»gliederige Haare festgestellt. Die sezernierenden Blattzähne von Epilobium»und Fu chs i a «Arten enthalten im Inneren ein Epithem mit einer Nerven»endigung, das wenigstens bei Fuchsia als umgewandeltes Holzparenchymaufzufassen ist, und tragen auf dem Scheitel eine grosse Wasserspalte, diebei Fuchsia nach Reinke und Haberlandt als Hydathode wirkt (Sole«reder). Bei einer Anzahl von Arten, z. B. bei Oenothera muricata undO. Lamarckiana, Epilobium hirsutum, Clarkia elegans, Fuchsia sp., Gaurasp., Jussieua sp. konnte Fr. Stein (Ueber Oelkörper bei Oenotheraceen,Oesterreichische Botanische Zeitschrift. Bd. LXV, 1915) das Auftreten vonOelkugeln in den Laubblättern, z. T. auch in den Stengeln nachweisen. In derGattung Circaea hingegen scheinen sie zu fehlen. Die Blüten nehmen nachEichler,überall einen seitlichen Ursprung und stehen bald in den Achseln derLaubblätter oder durch deren Verkümmerung gegen den Gipfel in Trauben,Aehren oder Cymen, bisweilen auch über echten Hochblättern in endständigenTrauben oder Aehren. Die Blütenachse stellt stets einen röhren, oder becher»-förmigen Achsenbecher dar, dessen unterster Teil den Fruchtknoten bildet(Fig. 2189c). Der sich darüber hinaus verlängernde Teil ist zylindrisch, pris»matisch oder trichterförmig, meist vielmals länger als der Fruchtknoten, oftkronblattartig gefärbt und löst sich in den allermeisten Fällen von diesemnach dem Abblühen ab. Bei manchen Gattungen ist die Blütenachse in dernäheren Umgebung der Staubblätter mit einem Haarkranz oder einem lappigenRing ausgekleidet. Am oberen Rande der Kronröhre sitzen in abwechselnder,meist regelmässig strahliger, seltener i zygomorpher Anordnung die Kelch»und Kronblätter. Das Andrözeum wird im Typus (vgl. Fig. 2176 i) durch2 Kreise von Staubblättern gebildet, von denen die äusseren den Kelch«blättern gegenüberstehen und gross sind, während die inneren meist kürzeroder tiefer eingefügt sind, bisweilen aber zu Staminodien verkümmern,oder wie bei Ludwigia gänzlich verschwinden. Ueber die Schwankungenim Stellungsverhältnis des Andrözeums vgl. F. Stroebl (Die Obdiploste»monie in den Blüten. Botanisches Archiv. Bd. 9, 1925). Der Pollen zeigtebenfalls in der ganzen Familie einheitlichen Bau. Meist ist er gross, mit3 hervortretenden Austrittswarzen versehen und (bei einigen Gattungen) durch Viscidinfäden zu Tetradenverbunden. Nur in der Gattung Fuchsia ist der Pollen bei einigen Arten 2«warzig. Die Blüten sind in derRegel zwitterig •, doch findet sich auch bei einer Anzahl von Arten eine Trennung der Geschlechter und zwarderartig, dass 1 «geschlechtige und zwitterige Blüten stets gemischt auf demselben Stock auftreten. Die Bestäubungerfolgt nur ausnahmsweise selbsttätig; auch anemophile Blüten sind selten, häufig hingegen insektenblütige,unter denen die langröhrigen Formen sich durch helle Farben auszeichnen und besonders von langrüsseligenNachtschwärmern besucht werden, während die engröhrig.hängenden Fuchsienblüten ornithophil sind undhäufig von Kolibris beflogen werden. Die Frucht, und Samenbildung ist ausserordentlich mannigfaltig und hatbesonders zu Tribus.Zusammenfassungen innerhalb der Familie Veranlassung gegeben (vgl. Rai mann, R.
Fig. 2187. Clark ia pulchella Pursh.a Habitus, b Blute, c Keimpflanze.