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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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noch wenig untersucht und in ihnen bisher nur Benzaldehyd, ein glykosidischer gelber Farbstoff, Xylan undMetaarabin«, Apfel«, Wein« und Blausäure nachgewiesen worden. Trotzdem deutet die lokale Verwendungvieler Arten darauf hin, dass die technische Verwertbarkeit der Familie gewiss grösser ist, als es z. Z. scheint.So sollen die Rinden der beiden amerikanischen Arten Topob^a levigäta (D. Don) Naud. und Bellüciagrossularioides (L.) Triana zu Gerbzwecken verwendet werden. Als Gespinnstpflanze wird die neukale«donische Melästoma denticulätum Labill. empfohlen. Farbstoffe werden zahlreich benützt, so einschwarzer (Tinta de Zapetairo) aus den Früchten und Rinden (bezw. aus einem von beiden) von Tarnönea»,Tibouchina», R hyn ch a nt h 6r a »Arten usw., ein roter aus den Beeren von einigen Bldkea«Arten undMelästoma malabathricum L., ein gelber aus den Rinden verschiedener T a m ö n e a » Arten und ausden Laubblättern von Memecylon sphaerocärpum DC., sowie M. tinctörium Willd., M. capi»töllum L. und M. grände Retz. Letzterer kann wie Safran (Crocus Ceylanicus) oder Curcuma verwendetwerden. Die Früchte vieler Arten sind von süss«säuerlichem Geschmack und dienen als Obst. Einen Tee.Ersatzliefert die peruanische Tamönea th e aez ans (Bonpl.) Krasser. Nicht wenige Arten spielen bei den Indianernund Malayen infolge ihrer leicht abführenden Wirkung eine grosse Rolle. Bauholz wird z. B. von Aströniapapetäri a Blume und verschiedenen M o ur ir i a Arten gewonnen. Der Haarfilz von Tamonea holosericea (L.)Krasser undT. (Micönia'^stenost dchy a (Schrank etMart.) Krasser wird als Zunder und gegen Blutungen verwendet.Die wenigen, in Mitteleuropa häufiger kultivierten Gattungen und Arten die Melastomataceen zeichnen sichzwar oft durch Schönheit der Tracht und der Blüten aus, sind aber nicht immer leicht zu ziehen verteilensich folgendermassen auf die 3 Unterfamilien: Zu den 8 kapsei» und 3 beerenfrüchtige Tribus umfassendenMelastomatoideae mit zentral winkelständigen Samenleisten, vielsamigen Früchten und sehr kleinen Keim«blättern gehört als Vertreter der Tibouchineae die mexikanisdi=mittelamerikanische Gattung Centrad6nia 2 )G. Don. Kräuter oder Sträucher mit 4»kantigem oder 4-flügeligem Stengel, lanzettlichen Laubblättern (die 2 einBlattpaar bildenden unter sich meist sehr deutlich ungleich) und in Trugdolden angeordneten, rosafarbenenBlüten. Achsenbecher kahl oder behaart, glockig. Staubbeutel länglich, stumpf, wellig; Konnektiv am Grundevorgezogen, bogig und vorn mit keulenförmigem oder 2.1appigem Anhängsel. Als im Winter und Frühlingblühende Zimmerpflanzen finden sich bisweilen: C. inaequilaterälis (Schlecht, et Cham.) G. Don (= C.rösea Lindl.). Bis 35 cm hoher Halbstrauch mit dunkelpurpurbraunen Zweigen. Laubblätter sehr ungleich gross,eirund.lanzettlich oder lanzettlich, die grössten 2,5 bis 3,5 cm lang, die kleinsten 0,3 bis 1,5 cm lang, spitz,oberseits dunkelgrün, unterseits purpurn, fein bewimpert oder weichhaarig. Blüten zahlreich, blassrosarot;Staubblätter sehr ungleich lang. Heimat: Mexiko. C. floribünda Plandi. Bis 90 cm hoher Halbstrauchmit roten Aesten. Laubblätter lanzettlich, weniger ungleich, beidseitig verschmälert, 4 bis 7 cm lang, oberseitsgrün, unterseits weinrot. Blüten lilarosarot; Staubblätter fast gleich lang. Heimat: Guatemala. In Warm«häusern werden gelegentlich die durch grosse blaue oder rote, zuweilen farbenwechselnde Blüten ausgezeichnetenbrasilianischen Tibouchina (Pleröma) granulösa (D. Don) Cogn. (= Lasiändra Fontainesiäna DC.), T.(Pleröma) Benthamiäna (Gardn.) Cogn. u. a. angetroffen. Von der Tribus derRhexieae werden wenigeArten der Gattungen Rh^xiaL., Osb6ckia s ) L. und Monochaetum 4 ) Naud. gezogen. Von der ersterenGattung, aufrechten Kräutern oder Halbsträuchern mit oft borstig-drüsiger Behaarung, 5.nervigen Laubblätternund weiss, rosarot oder violett gefärbten Blüten mit länglichen, gleichlangen Staubblättern und hinten höckerigemoder kurz gesporntem Konnektiv, findet sich als einzige, in Mitteleuropa im Freiland kultivierbare MelastomataceeR. Virginiea L. Bis 50cm hohe Staude mit knollentragenden Wurzeln. Stengel 4.kantig, an den Kantenhäutig, rötlich gestreift. Laubblätter sitzend, eiförmig-lanzettlich, meist kurz gestielt, oberseits behaart, unterseitskahl. Blüten in lockeren Rispentrauben, bis 3 cm breit, rosarot bis purpurn. Staubbeutel gelb. VII, VIII.Heimat: Nordamerika von New«York bis Carolina und Florida. Die Pflanze liebt einen moorigen Sumpfboden insonnigen Lagen, gedeiht aber auch auf anderen frischen, etwas lehmigen Unterlagen. Winterschutz ist in denmeisten Fällen anzuraten. Aehnlich sind die in Gewächshäusern anzutreffenden Arten R. eiliösa Michx.und R. serruläta Nutt. aus dem wärmeren Nordamerika. Osb6ckia Chin6nsis L. von Südchina bisMittelasien entwickelt im Frühjahr schöne, lilafarbige Blüten.

Die halbstrauchige oder strauchige Gattung M o n o c h ae t um Naud. mit eiförmigen oder lanzettlichen, 5= bis7-nervigen Laubblättern und meist rispenartigen, cymösen Blütenständen unterscheidet sich im Blütenbau namentlichdurch wechselweise ungleiche Staubblätter, deren grössere ein Konnektiv mit hinten keilförmig vorgezogenemAnhängsel besitzen. Von den etwa 30 Arten der Gattung wird als Winterblüher in Gewächshäusern gernM. al p^stre Naud. aus Mexiko, sowie M. hirtum Triana (Fig 2186a bisd) aus Venezuela gezogen. Aus der kapsei»

') Benannt nach dem spanischen Arzte und Botaniker Don Micon.

') Griech. xevtqov [ktntron] = Sporn und acf»V (ad6n] = Drüse.

') Benannt nach dem Schweden Peter Osbeck (1723 bis 1805), einem Schüler Linnes.') Griech. fiuvug [mönos] = eins und x alr *l [chait6] = Mähne.