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et Sol. aus Neuseeland. Immergrüner, kräftiger Strauch mit flaumiger Behaarung. Laubblätter gross, kurzgestielt,lederig, ± ausgesprochen metallglänzend-rotbräunlichgrün, stark blasig, uneben, rundlich=eiförmig bis eiförmig«länglich, beiderseits stumpf oder abgestumpft; die jüngsten bewimpert, undeutlich 3=fach=nervig. Blüten kurz»gestielt, einzeln in den Blattachseln. Staubblätter meist 12. Fruchtknoten 3=fächerig. Beeren birnenförmig,vielsamig. — VI bis Herbst. — Als mexikanischer Piment (Pim6nta Mexicana) kommen die Früchte und Blüten»kelche von M. Pseudocaryophyllus Gomez gelegentlich in den Handel.
1970. Myrtus commünis L. EchteMyrte, Braut=Myrte. Franz.: Myrte, ital.: Mirto, mor»tella, mortellina. Fig. 2183 bis 2185 und 2176 h.
Immergrüner, buschiger Straudi oder kleiner, bis 5 m hoher Baum mit gegenständigenAesten und 4=kantigen, rutenförmigen, in der Jugend fein drüsenflaumigen Zweigen. Laub»blätter paarweise kreuz» oder seltener zu 3 quirlständig, eirund bis lanzettlich, zugespitzt,
1 bis 3 cm lang und (unter der Mitte)0,5 bis 1 cm breit, ganzrandig, kahl,oder besonders auf der Mittelrippeund am Rande zerstreut flockig,lederartig glänzend, oberseits tiefergrün, unterseits matter, aromatischduftend. Blüten mittelgross, aufi steifen, kurz drüsenhaarigen, dieLänge des zugehörigen Laubblattesnicht erreichenden, mit 2 linealen,abfälligen Vorblättern versehenenStielen, einzeln, selten zu 2, blatt»achselständig, wohlriechend. Kelch»blätter 3»eckig»eiförmig, länger alsbreit, spitz oder zugespitzt, abstehend,zuletzt zurückgeschlagen. Kronblätterweiss, flach ausgebreitet, verkehrt»eiförmig, vorn stumpf oder abge»rundet, mit feinen Drüsen und be»sonders an dem oft etwas filzigenRande mit Haaren besetzt. Staub»blätter zahlreich (bis 50), so lang wiedie Kronblätter i Staubbeutel gelb. Beeren rundlich oder eiförmig»ellipsoidisch, erbsengross,sdi warzbläulich oder weiss (f. leucocdrpa [Sm.]), wohlschmeckend, würzig=süss, vom Keldigekrönt. — Ende VI bis Herbst.
Im Mittelmeergebiet und in Vorderasien heimisch und in den Macchien bisweilenvollständig vorherrschend und Bestände bildend; nirgends, aucii nicht in verwildertemZustande, in das Gebiet der Mitteleuropäischen Flora eindringend und selbst in den aus»geglichensten transalpinen Gebieten (südlichstes Tessin, Südtirol) nur in ganz milden Winternohne Kälteschutz überdauernd. Hingegen im ganzen Mitteleuropa eine der verbreitetsten undüberall gepflegten Zimmerpflanzen.
Unter den zahlreichen Kulturformen lassen sich unterscheiden: 1. var. minima (Mill.) (= f. micro»phylla hört.). Laubblätter klein, dunkelgrün, lineaManzettlich, lang zugespitzt, bisweilen weissbunt (f. älbo»variegäta hört.) oder gelbbunt (f. aüreo.variegäta hört.). — 2. var. Itälica (Mill.). Aeste geradeoder aufrecht. Laubblätter ziemlich klein, eirund=lanzeltlich, zugespitzt, bisweilen weissbunt (f. älbo«marginäta hört.). Eine reichblütige Zwergform wird als f. näna multiflöra hört, bezeichnet. — 3. var.Beetica (Mill.). Aeste kurz. Laubblätter fast dachig, ziemlich gross, breit-eirund»lanzettlich. — 4. var.
Fig. 2183. Myrtus communis L. a Blühender Zweig, b Blüte von der Seitegesehen, c Desgl. von unten, d Desgl. nach Entfernung der Staub- und Kron-blätter. e Fruchtender Zweig. / Frucht, g bis k Samen.