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über den Achsenbecher kurz hervorragend, meist 5, selten nur 3» bis 4.fächerig. — L. myrtifölium Sieb.Bis 3 m hoher Strauch mit aufrechten oder ausgebreiteten, ziemlich schlanken, kahlen oder seidig.behaarten Zweigen.Laubblätter in der Regel klein und kaum bis 1,5 cm lang, verkehrt-eirund bis länglich, nervenlos oder 1» bis3.nervig, kahl oder seidig weiss. Blüten ziemlich klein, alle oder fast alle einzeln, adiselständig. Achsen,becher mit verschmälertem Grunde, kreiseiförmig, durch angedrückte Haare seidig, selten bis 0,5 cm imDurchmesser. Kelchblätter kürzer als der Achsenbecher, kahl oder schwach seidig, dünnhäutig und hin.fällig. Kapsel an der Spitze meist flach, 5'fächerig. — Sämtliche Leptospermum.Arten eignen sich auchzu Blumenbindereien und können weitgehend beschnitten werden, ohne Schaden zu leiden. Manche Artendienen in der Heimat als Tee.Ersatz. Mit den Laubblattern von L. scopärium Forst, schützte sich dieExpedition von Cook gegen die Scorbut. Das harte Holz des L. Amboin6nse Reinw. von den östlichenkleinen Sundainseln und den Molukken dient infolge seiner Härte zur Herstellung von verschiedenerleiGerätschaften. — Zur westaustralischen Subtribus der Calothamninae mit am Grunde befestigten Staub»beuteln gehört als grösste Gattung Calothämnus Labill. mit 23 einander nahestehenden Arten, deren zudichten, schönen Blütenständen vereinigte Blüten am alten Holze seitenständig sind. Fächer der Staubbeutelder Vorderseite des keuligen Konnektivs angewachsen, längs aufspringend. Kapsel in jedem Fache vielsamig.Eine Reihe ihrer Arten findet sich bisweilen in Kalthäusern. — Ebenso ist die nahe verwandte, 3 Artenumfassende Gattung Reg^lia Schauer bei uns in Gewächshäusern anzutreffen, am häufigsten R. ciliätaSchauer. Immergrüner, buschiger, bis 75 cm hoher Strauch. Laubblätter ei- bis kreisförmig, 3 bis 6 cm lang, auf.recht, abstehend oder zurückgekrümmt, dachziegelig 4=reihig, sitzend, rauh, flach oder hohl, blaugrün. Blüten indicht unter der Sprossspitze stehenden, gedrängten, kugeligen, kleinen, 10= bis 20=blüügen, rötlichvioletten Blüten,standen. Adelphien 7« bis ll.männig, ihr Nagel so lang wie die Kronblätter. Staubbeutel an der Spitze mit einerkleinen Pore aufspringend. Früchte fast kugelig, mit breiter, offener, abgerundeter Mündung. — VII, VIII.— Die Subtribus der Baeckeinae besitzt kleine, zurückgeschlagene Kelchblätter und Keimlinge mit sehrkräftigem Stämmchen. Sie ist mit ihren 3 Gattungen gleichfalls vorwiegend westaustralisch, reicht aber durchVertreter ihrer grössten Gattung Baeckia L. bis Südchina und Hinterindien. Von dieser in der Tracht anheidekrautartige Sträucher erinnernden und etwa 60 Arten umfassenden Gattung ist in Kalthäusern undin Gärtnereien am häufigsten anzutreffen: B. virgätaAndr. Reichblütiger Strauch mit flachen, lineal-lanzett-liehen, spitzen Laubblättern. Blüten in achselständigen, gestielten Dolden, weiss. Staubblätter frei, mitgetrennten Staubbeuteln. Die stark riechenden Zweige von B. frutescens L. dienen als Mottenmittel, inden Battaländern auch als Arznei und Abortivmittel.
CCCCLXXXVII. Myrtus L. 1 ) Myrte.
Immergrüne Sträucher und kleine Bäume mit gedrängt stehenden, meist gegenständigen,lederigen, durchscheinend punktierten Laubblättern. Blüten in kurzen, schirmartigen Traubenoder einzeln in den Achseln der Laubblätter, weiss. Achsenbecher becher» bis krugförmig,wenig länger als der Fruchtknoten. Kelchblätter 5, meist lineal, am Grunde zusammenhängend,der Knospe anliegend. Kronblätter 5 (Fig. 2176h). Staubblätter viele, in mehreren Kreisenangeordnet; Staubfäden lang, fädltch; Staubbeutel tief rückenständig, kurz ellipsoidisch; Kon=nektiv mit oder ohne Enddrüse. Fruchtknoten 2», seltener 3=fächerig, im unteren Teile solid,im oberen Teile hohl; Samenleisten in jedem Fache in Gestalt von 2 nicht miteinander ver=Wachsenen Platten, vom mittleren Drittel (und darüber) der Achse zurückgeschlagen, um denhalbkreisförmigen Rand je 1 oder 2 Reihen umläufige Samenanlagen tragend; Griffel 1, faden»förmig (Fig. 2183d), mit punktförmiger Narbe. Frucht eine eirunde, 1» bis 3=fächerige Beere.Samen nierenförmig, mit harter Schale.
Die Gattung umfasst etwa 100 Arten, von denen der überwiegende Teil im aussertropischen undwenige auch im tropischen Südamerika heimisch sind, während weiterhin 8 Arten in Australien, 4 auf Neu.Seeland und eine (M. c o m m ü n i s L.) im Mittelmeergebiet vorkommen. Zwei schöne Bäume des antarktischen Süd.ätnerika sind M. Lüma Barn, und M. M6li Phil., von denen ersterer bei einem Stammumfang von 5 bis 7 Fusseine Höhe von 100 Fuss erreichen kann. Die hauptsächlichste Bedeutung kommt letztgenannter Art zu. Ausserihr findet sich bisweilen in Kalthäusern, Wintergärten und kühlen Vorzimmern gezogen M. bulläta Banks
*) Abzuleiten entweder von griech. (myrein] = fliessen, üppig gedeihen oder von [ Iiqov [myron]
^ Balsam, Myrrhe. Unter dem Namen ,i ivotog [myrtos] wird der Strauch schon bei Homer erwähnt;Theophrast bezeichnet ihn als {ivqaivri , f^vgrift] oder [ivgris; Plinius führt ihn als myrtus.
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