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Zäunen, Schiffskielen, Masten, Rammpfählen, Strassenpflaster usw. sehr geeignet'). Der Baum wird aus diesemGrunde sehr viel in subtropischen Gegenden angepflanzt und hat auch im Mittelmeergebiete weitgehende Auf-nahme gefunden. Aus den Stämmen 8.jähriger Bäume stellt man in Algerien und Portugal bereits Eisenbahn«schwellen, aus Stämmen 104ähriger Bäume Telegraphenstangen her. Die abgetriebenen Stümpfe schlagen wiedersehr rasch aus. Die Rinde der Stämme liefert die gegenwärtig obsolete Cörtex Eucalypti, die infolge ihresEucalypten=Gehaltes als fieber. und fäulniswidriges oder krampfstillendes Mittel benutzt wurde. Ausserdemdient sie zur Papierbereitung. An der Riviera werden die sich ablösenden, in Anlagen lästig werdendenRindenstücke, sowie die jungen Zweige und Laubblätter destilliert und liefern das Ausgangsmaterial für vieleParfüme und Essenzen. Grössere Bedeutung besitzt der 1856 durch Ramel nach Europa eingeführte Baumfür die Trockenlegung der von der A n ö p h e 1 e s» Larve als Malaria.Trägerin bewohnten Sümpfe, zu welchenZwecken namentlich die Moräste in der römischen Campagna, sowie andere Sumpfgebiete des Mittelmeergebietes(Korsika, Spanien, Portugal usw.) damit aufgeforstet worden sind (Fieberheilbaum). Die Wirkungsweise istdabei eine indirekte; denn infolge des raschen Wachstums und des damit in Verbindung stehenden grossenWasserverbrauches wird der Wasserspiegel ziemlich rasch gesenkt und damit werden den Mücken ihre Brut«plätze entzogen. Hingegen kann von einer mückenfeindlichen Wirkung durch die Oelausdunstungen keineRede sein, da diese Tiere sowohl in Queensland als auch in Palästina massenhaft in sumpfigen Eucalyptus«Wäldern an den Baumstämmen sitzend beobachtet werden können. Als Strassen» und Parkbaum gedeihtEucalyptus Globulus noch in den wärmeren Teilen der südalpinen Alpentäler (Tessin, Südtirol) mit gutemErfolge und übersteht noch Kältegrade bis 7,22°. In Nordamerika (Florida, Kalifornien) haben aber ähnlicheTemperaturrückgänge die grossen Hoffnungen, die man in den Baum gesetzt hatte, schwer beeinträchtigt unddie dortigen ausgedehnten Anpflanzungen stark geschädigt. Im Januar 1913 wurden in Kalifornien jungePflanzungen fast ganz vernichtet, während älteres Holz bis in das 3=jährige Holz zurückfror. An günstigerenOrten hingegen gedeihen die Bäume sehr gut; allerdings hungerte der Baum den Boden weithin (bis auf 10 m)aus. In Los Angelos besteht eine eigene Gesellschaft (Eucalyptus=Syndikat), die sich mit der wirtschaftlichenAusnutzung befasst und den Ertrag von 500 Bäumen pro Acre in 10 Jahren auf 1200 Dollar angibt. In Chilewird der Baum von den Oasen im Norden bis Chiloe namentlich zu Brennzwecken gezogen. Auch in Südafrikasind gute Erfolge mit Anpflanzungen gemacht worden. Lim die Eucalyptus-Pflanzungen haben sich besondersRamel, Lambert, Joli und Naudin Verdienste erworben. Ueber den Anbau in den Tropen vgl.Kempski (Der Fieberrindenbaum unter besonderer Berücksichtigung seiner Kultur in Niederländisch.Indien.Berlin, Parey, 1923) und L. Lindinger (Mitteil, der Deutschen Dendrolog. Gesellschaft, 1924). Misteln kommennach K. v. Tubeuf (entgegen der Angabe von C. Koch) auf dem Baum höchstwahrscheinlich nicht vor.
E. amygdalina Labill., der Riesen.Eucalyptus (Giant Eucalyptus) oder Pfefferminzbaum, Witheoder Brown Peppermint tree, mit in Dolden stehenden, kurz gestielten Blüten und nierenförmigen Staubbeuteln,findet sich ebenfalls hie und da am Südabhang der Alpen angepflanzt. Im südlichen Frankreich, wo er in8 Jahren Höhen von 15 m erreicht, wird er in Weinbergen gezogen, da er die Reblaus abhalten soll. InFlorenz wurden 12-jährige Bäume gemessen, die eine Höhe von 12 m und 1 m über dem Boden 2,2 m Umfangbesassen. Das aus den Laubblättern gewonnene ätherische Oel, das vorwiegend aus l»Phellandren besteht, aberwenig Cineol enthält, kam besonders früher viel in den Handel und zeichnet sich durch einen durchdringendenGeruch nach Zimmet und Muskat aus. Der Baum verträgt Kälte bis zu 10°, ist aber in bezug auf den Bodenanspruchsvoller als E. Globulus. Ausserdem werden in Europa noch gelegentlich kultiviert! E. robüsta Sm.(Stringy bark tree, red gum tree), mit eigenartig zerschlissener (wie bei Sequoia sempervirens) Rinde, E.obliqua L'H6rit. (1772 in Kiew eingeführt), E. elliptica (1803 eingeführt), E. Günnii Hook, (hält nochim nördlichsten England im Freien aus), E. vi min ä Iis Labill., E. haemöstoma Sm. (White Gum), E.leucöxylon F. v. Müll. (Blue gum) und E. polyänthema Schauer. — Von den Arten, die ein sehrgeschätztes Holz liefern, seien genannt: E. rosträta Schlecht, (red gum tree) mit sehr widerstandsfähigem,dunkelbraunem Holz, E. punctata DC. und E. propinqua, beide als „grey gum tree" bezeichnet,E. maculdta Hook., spottet gum tree (in Ceylon und Algier angepflanzt), E. Raveretiäna F. v. Müll.,iron gum tree, und E. corynöcalyx F. v. Müll. Letzterer eignet sich besonders für Aufforstungen sehrtrockener Gebiete und besitzt ein vom Vieh gern gefressenes Laub. Zu den Eisenrindenbäumen mit sehrhartem und schwerem und braunrotem Holze zählen: E. siderophlöia Benth. (Red Jron bark tree),E. cr6bra F. v. Müll., E. paniculäta Sm. und E. melanophlöia F. v. Müll. Unter der BezeichnungSträhnenrindenbäume (striny bark trees) werden vor allem E. obliqua L'H^rit., E. macrorrhyncha
') F. Hermann beobachtete auf Korsika in alten Stämmen Hohlräume, die mit einem dunkelfarbenen >sirupdicken Saft erfüllt waren. Letzterer erstarrte an der Luft zu einer schwarzpurpurnen, spröden Masse,die in Wasser löslich war.