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F. v. Müll. (Red Strimgybark) und E. eugenioides Sieb, verstanden. Sehr festes, elastisches Holz stammt von E.DoratöxylonF. v. Müll., dem Spear wood tree. Für Holzpflasterungen in Europa kommen besonders in Betracht:der riesige E. diversicolor F. v. Müller (s. pag. 781), E. m a r g i n d t a Sm., der oben erwähnte Jarra mit ausser»ordentlich widerstandsfähigem Holz, das noch besser als Eichenholz ist und dieses verdrängt hat, und E. micrö»corys F. v. Müll, mit ebenfalls sehr festem und ausserdem öl reichem Holze, das für Strassenpflaster sichauch in Europa geeignet erweist (tallow.wood). — Unter den Mahagonihölzern erscheint in erster Liniewieder E. margin ata Sm., ausserdem E. resinifera Sm., der Rote« oder Wald»Mahagoniebaum (Swampgum), dessen rotes, sehr hartes und schwer bearbeitbares Holz zum Schiffsbau und als Bodenbelag sehrgeeignet ist, E. acmenoides Schauer, E. botryoides Sm. usw. Der formenreiche E. occidentalisEndl., der Silver» oder black mallet, mallet gum tree oder Fiat topped yale, ein hoher, schirmkroniger BaumWestaustraliens, liefert in seiner Rinde ein ausgezeichnetes Gerbemittel, in welchem 35 bis 52°/o eines in derZusammensetzung und in den Eigenschaften mit Quebrachogerbstoff übereinstimmenden Gerbstoffes [wahr»scheinlich (C4sHsoOso)2] enthalten sind. Die Malletrinde kam kurz vor dem Kriege in bedeutenden Mengennach Europa (nach Deutschland z. B. 1910 etwa 10000 Tonnen). In Ostafrika sind Kulturversuche eingeleitetworden, doch scheint die Aufzucht nicht allzu leicht zu gehen. Rote Kinoharze stammen von vielenArten, z. B. von einigen der oben genannten Eisenholzbäume, ferner namentlich von E. resinifera Sm.Das Harz wird durch Anschneiden der Rinde gewonnen, wobei ein roter, sehr gerbstoff» und harzreicherSaft heraustritt, der gegenwärtig noch zum Färben, sowie als Zusatz zu Zahnpulvern benutzt wird, währender früher auch zum Gerben diente. Die Zahl der ätherische Oele liefernden Arten ist bedeutend. Diegrössten Mengen stammen von E. Globulus, E. odoräta Behr., E. oleösa F. v. Müller, E. cneori«fölia DC., C. dumösa A. Cunn. und E. amygddlina Labill. und werden ausser in Australien besonders inIndien, Kalifornien und den Mittelmeerländern (besonders Algerien) gewonnen. Man unterscheidet bei diesenerstmalig 1854 von Bosisto technisch 1 ) hergestellten Oelen, deren bis gegenwärtig etwa 140 beschriebenworden sind (vgl. Reclaire, Tabelle der bis Januar 19l7 beschriebenen ätherischen Oele, Berlin 1919),5 Gruppen: die Cineol», Citronellal« und Citral.haltigen Oele, die Pfefferminz«artig riechenden Oele und dieOele ohne ausgesprochenen Geruch. Die meisten enthalten Cineol (Eucalyptol), besonders E. Smithii Bäk.,E. Globulus, E. populifölia Hook. (Bimbilbox), E. corddta Labill., E. pulverulönta Sims, E.Morrisii Bäk., E. polybractea Bäk. (Blue mallet), E. Maldini F. v. Müll., E. cinerea F. v. Müll. Diesogenannten Amygdalina.Oele sind stark Phellandren-haltig, während das Oel von E. cneorifölia DC. vonPhellandren frei ist. An freien organischen Säuren ist bisher nur Essigsäure nachgewiesen worden. Methyl«,Aelhyl», Isobutyl» und Amylalkohol wurde bei E. amygdalina festgestellt. Ester ist in allen Oelen gefundenworden, namentlich in denen von E. ümbra Bäk., E. saligna Sm., E. cinerea F. v. Müll. usw. Einigeenthalten Valeriansäure-Ester. Amylalkohol als Ester der Eudesmiasäure findet sich z. B. in dem Oel vonE. aggrdgata D. et M., E. s a 1 i g n a Sm. und anderen verwandten Arten, Eudesmol bei E. cämphora Bäk.,Aromadendren bei E. salübrisF. v. Müll. (Gimlet gum), Piperiton bei E. piperita Sm. (Pepperminttree, Sydney«peppermintj mit Pfefferminzgeruch), Aromadendren bei E. Dawsöni Bäk., E. N ö v a» An g 1 i c a und anderenArten, d« und l.Pinen, Phellandren, Cuminaldehyd, Valeralaldehyd, Butyr« und Capronaldehyd bei E. Globulususw. Der praktisch wichtigste Bestandteil dabei ist immer das Cineol. Die Handelsöle stammen teils vonbestimmten Arten, teils werden sie aus einem wechselnden Gemisch der Laubblätter verschiedener Artendestilliert. Man verwendet Eucalyptus=Oel, namentlich das von E. dives stammende, neuerdings in grossenMengen als Flotaüonsöl bei der Behandlung von Erzen (zur Gewinnung von Zink» und Bleisulfid) inAustralien, ferner in der Medizin (besonders bei Beginn von Scharlach und Masern, bei Rheumatismus, zumedizinischen Seifen, Bonbons, Tinkturen usw.) und als Entlausungsmittel. Die heissen Dämpfe des Blätter«aufgusses wirken schleimlösend und mildern den Hustenreiz (Keuchhustenmittel). In Italien wird ein Eucalyptus«likör hergestellt, der unberechtigterweise als Vorbeugungsmittel gegen Malaria angepriesen wird. Aus denFrüchten werden in Italien und in der Südschweiz, ähnlich wie aus jenen von Trapa natans, Rosenkränzehergestellt.
Die vorwiegend australische Subtribus der I.eptospermiae mit einzeln oder in Aehren in denAchseln von Laub« und Hochblättern sitzenden Blüten enthält als umfangreichste und wichtigste Gattung dieGattung Melaleüca") L., kleine Bäume oder Sträucher mit kleinen Laubblättern, einzeln oder in über»gipfelten oder endständigen, zuweilen köpfchenförmigen Aehren stehenden Blüten und den kurzen Krön«blättern gegenüberstehenden, zu Adelphien verwachsenen, langen Staubblättern. Von ihren etwa 100 Arten
') Das überhaupt am längsten bekannte Oel stammt von E. piperita Sm. und wird schon1790 erwähnt.
s ) Zusammengesetzt aus griech. fxeXas [m6las] = schwarz und hevxog [leukös] = weiss; bei vielenArten ist der Stamm am Grunde tiefschwarz, die Aeste hingegen weiss.