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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Letzterer bildet den Karriwald, mit Macrozamia (Cycadacee), Podocärpus und Pteridium als Linterwuchs- E. gomphoc^phala DC., derTouart", der sich spärlich, aber schon dicht über dem Boden verzweigtund seine Aeste schräg emporwachsen lässt, und der sehr licht stehende E. redünca Schauer, derWandoo"oderWhite Gum", von 15 bis 25 m Höhe und breiter Fächerkrone usw. sind weitere Waldbildner. Buch«stäblich unzählig sind nach Diels die Eucalyptusformen im Savanner.walde und in der Savanne, die fastden ganzen Osten Australiens einnehmen und in denen nur noch die Akazien als begleitende Bäume vonausschlaggebender Bedeutung sind. Durch zierliche Belaubung ist E. cr6bra F. v. Müller (Jron bark), durchlebhaft gelbe Rinde E. melliodöra A. Cunn., durch weisse Stämme E. pl atyphyIIa F. v. Müller kenntlich.Zwei Tr is t änia »Arten (T. conförta R. Br. [vgl. pag. 781] und T. suav£olens Sm.) schliessen sich dort durch ihreTracht eng dem physiognomischen Eindruck der Eucalyplus>Arten an. In den grasreichen Savannen herrschenvor allem E. odordta Behr, E. dumösa A. Cunn. und E. virgäta Sieb. vor. Auch in denScrubs",jenen kulturfeindlichen Strauchbeständen, die sich durch ihre gleichmässige Höhe und den mattblauen Ton desLaubes von weitem wie eine bis zum Horizonte sich ausdehnende Meereslläche ausnehmen und ein wüstesGedränge starrer, saftloser Formen zeigen, die wenig welken und wenig spriessen können, nehmen wiederEucalyptus«Arten die führende Stellung ein. Als reine Bestände vereinigen sich z. B. im Murray.Becken zueinem dicht verflochtenen Buschwerk E. dumösa A. Cunn., E. uncinäta Turcz., E. bicolor A. Cunn.und E. incrassäta Labill. Bisweilen ist auch der Anteil anderer Gattungen bedeutend, immer aber kehrtdasselbe Bild der abschreckenden Dürre wieder, das für denMallee=Scrub" bezeichnend ist. Dagegen trittdie Gattung in denMulga« und Brigalow.Scrubs" merklich zugunsten von Acacia.Arten zurück. In denHeidegebieten erscheint sie wieder häufiger. E. tetragöna F. v. Müll, mit mehlig bereiften, hellgraublauen,kreuzweise gestellten Laubblättern beherrscht die Sandflächen des gesamten Südostens. Im mittleren Sand»gebiete tritt der grossfrüchtige E. macrocärpa Hook., im Norden der schön gelb« und rotblühendeE. pyriförmis Turcz. auf. Selbst bis zur Baumgrenze reichen einzelne Arten, so auf TasmanienE. Günnii Hook., am Mount Kosciusko E. coridria A. Cunn., in Victoria beide Arten. Sie bilden andieser oberen Grenze, wo sie oft monatelang über Winter unter Schnee vergraben liegen, fast undurch-dringliche Dickichte mit einem äusserst dichten, gleichmässigen Laubdach. Der wirtschaftliche Wert derGattung kann, namentlich für Australien, nicht hoch genug angeschlagen werden. Für viele der regen« undwasserärmeren Gebiete sind ihre Arten fast allein befähigt, das Aufkommen von Grasfluren zu ermöglichen.Einerseits verbreiten sie geringen Schatten, andererseits vermögen sie mit Hilfe ihrer ausserordentlich tiefeindringenden Wurzeln (60 bis 70 m Tiefei) wie Joli sich ausdrückt.- gleich vielverzweigten artesischenBrunnen die flacher wurzelnden Bäumen verschlossenen unterirdischen Wasserläufe auszunützen. ZurVermehrung der Weidenplätze werden die Bäume dadurch vernichtet, dass sie geringelt und das darunterliegende Holz tief eingekerbt wird. In Süd=Queensland gibt es nach Semon meilenweite Strecken, auf denendie toten Bäume ihre dürren Aeste emporstrecken. Die Verjüngung des Waldes im geschlossenen Beständegeht infolge des gewaltigen Wasserverbrauches der Bäume nur schwer vor sich, da die Mutterbäume durchflachverlaufende Seitenwurzeln den zur Regenzeit aufgegangenen Sämlingen während der Dürrezeit dasWasser entziehen und sie damit zum Absterben bringen. Nur da, wo sich durch Sturm, Krankheit, Alters«schwäche usw. Lücken bilden, ist für den jungen Nachwuchs ein Aufkommen möglich. Das Wachstum erfolgtdann überaus rasch. Bei Sämlingen von E. G1 o b u 1 u s wurden nach 4 Monaten bereits Höhen von 1,5 m gemessen.Ein in Florida gepflanztes Wäldchen besass nach 4 Jahren bereits einige Stämme von 12 m Länge und 30 cm Stamm»durchmessen In Arco wurden Blaugummibäume nach 7 Jahren mit 12 bis 15 m, in La Mortola an der Riviera sogarmit 19 m Höhe gemessen. Der durchschnittliche Jahreszuwachs beträgt 1,9 bis 2,7 m. Riesenbäume von dem GiantEucalypt oder Wangara (E. amygdalina Labill.) von 156 m ergeben eine Holzmenge, zu deren Wegschaffung1300 Wagenladungen von je 300 Zentnern nötig wären. Das Holz fast aller Arten ist nutzbar. In der Regel ist eseichenfarben hellbraun oder rot bis rotbraun, meist ziemlich hart und widerstandsfähig, gleichzeitig aber auchvielfach elastisch und leicht spaltbar. Die Verwendung ist ausserordentlich mannigfaltig. Man gewinnt darausKlafterholz, Rammpfähle, ein ausgezeichnetes Brennmaterial, Möbel« und Bauholz aller Art, verwendet esals Strassenpflaster, zu Schiffsbauten, Brücken usw. Von grosser Bedeutung ist auch das Auftreten vonätherischen Oelen (Eucalyptus»Oelen), Kino«Harzen oder Botany Bai Kino (Kino Novae Hollandiae, Gummikino austode) und Gummi, Gerbstoffen in Rinde und Laubblättern, Eucalyptus»Honig und Manna. DieAusschwitzung der letzteren aus Rinde und Blättern wird angeblich durch Cicäda mcerens verursachtund tritt namentlich bei E. viminälis Labill. (Manna Gum oder der hängenden Zweige wegen Droopingoder weeping gum geheissen), bei E. mannifera Mudie, E. resinifera Smith (Swamp gum) und E.Günnii Hook. auf. Der in grossen Schuppen an den Bäumen hängende erstarrte Zuckersaft wird gesammeltund gelangt als Manna Novae Hollandiae oder Eucalyptus.Manna in den Handel (in Europa seit 1829bekannt). Der darin enthaltene kristallinische Zucker führt den Namen Melitose (= Raffinose, = Gossypose)und besitzt die Formel CisHsaOie + 5 H2O. Zahlreiche Arten werden als Gummibäume (gum trees)