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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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781
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') Zusammengesetzt aus griedi. ei [] = gut, und zalvmus [kalyptös] = bededct; die zu einem Mützchenverwachsenen Kronblätter fallen deckelartig ab.

z. T. aber auch im Malayischen Gebiete und auf Neukaledonien heimische Gattung, die durch zu 5 inGruppen zusammenstehende Staubblätter von der vorigen Gattung unterschieden ist, besitzt 3 wichtigereArten: T. neriifölia R. Br. und T. conferta R. Br. (vgl. auch pag. 782) in Australien als Erzeuger vonelastischem Holze und T. oboväta Benn. auf Bangka, aus deren Holze eine gute Holzkohle hergestellt wird.

Zu der Subtribus der Eucalyptinae mit breit aufsitzenden Kronblättern und fachspaltigen Kapseln

zählt ausser der durch 4 Arten in Australien verbreiteten Gattung Angöphora Cav., deren eine Art,

A. intermedia DC., als schattenspendender Alleebaum häufiger gepflanzt wird, nur die überaus wertvolle

Gattung Euea 1 yp t us l ) L'H6rit. Bäume oder Sträucher mit meist gegenständigen, ± senkrecht herabhängenden

Laubblättern und bald einzeln, bald in Schirmrispen, Dolden oder Doldentrauben stehenden Blüten. Kelchblätter

meist fehlend. Kronblätter völlig zu einer häufig fast holzigen, sehr verschieden gestalteten, meist bläulich oder

weiss bereiften, beim Aufblühen deckelartig sich ablösenden Haube (kalyptra) verwachsen. Frucht an der

Spitze fachspaltig, oft fast porenförmig in Gestalt eines Kreuzes aufspringend. Die Gattung umfasst etwa 160,

z. T. ausserordentlich vielgestaltige und einander nahestehende Arten, die fast ausschliesslich auf dem australischen

Festlande und auf Tasmanien beheimatet sind. E. dlba Reinw. und E.

o b 1 i q u a L'H6rit. finden sich auch im Malayischen Gebiete, E.

Papuana F. v. Müller ist eine Neu-Guinea, E. deglüpta Bl. eine

Celebes und Ceram eigene Art. Wie keine andere Gattung in irgend

einem Florenreiche der Erde tritt nach L. Di eis (Die Pflanzenwelt von

Westaustralien, 1906) Eucalyptus in seinem gesamten Verbreitungs»

gebiete tonangebend für das Landschaftsbild auf. Beinahe allen Lebens»

bedingungen ist die Gattung angepasst. Ihre Arten erscheinen als riesen»

hafte Bäume in den Waldungen der feuchteren Küsten, als überaus

bezeichnende Charakterarten der parkartigen Savannen, als gesellige

Bildner dichter Gestrüppe im trocken»heissen Binnenlande, als niedrige,

knorrige Sträucher auf den stürmischen Bergeshöhen und auf den

schattenlosen Sandheiden des Tafellandes. Aber so vielfach verschieden

ihre Tracht, die Mächtigkeit ihres Wuchses, die Farbe und Fülle der

Blüten auch sein mag, bei fast allen bleibt die Form des senkrechten

Laubes gleich (E. polyänthema ist nach Saunders eine Kompass»

pflanze) und die Belaubung ist dauernd. Die an und für sich eintönige

australische Landschaft erscheint dadurch für viele Besucher noch viel

reizloser. Die einzige Formation Australiens, in der die Gattung fehlt,

ist der tropische Regenwald. Im subtropischen Regenwalde im Küsten»

gebiet von Neu»Süd»Wales und Viktoria von Sydney bis Kap Wilson, sowie

im Nordosten und Westen von Tasmanien tritt in engen Flusstälern

mit Palmen und Baumfarnen vereinigt als Riese von bis 156 m (genau

die Höhe des Kölner Doms und 20 m höher als die Peterskirche in Rom),

30 m Umfang am Boden und 12 m Umfang in 70 bis 90 m Höhe, wo

die Verzweigung beginnt, E. amygdalina Labill. auf. Dort liegen

auch die Waldungen des E. Glöbulus Labill. (= E. glaüca DC.), des

bekannten Blaugummibaumes, Fieberbaumes oder Calluk, engl.: Blue.gum»

tree, fever.tree, ital.: Eucalitto, dessen majestätische, dunkelbelaubte Wipfel

sich über einer weiten Decke von Farnen und Moosen wiegen. Im austra»

lischen Hartlaub» oder Sklerophyllenwalde, der sich im Südwesten des

Landes bis zur Linie Perth=Albany findet, ist die hervorstechendste Fig. 2179. Eucalyptus Globulus Labill.r- : . 1. 1 , * i i . n , , a Zweie mit Blütenknospen, Blüten und

Gestalt E. margmata Sm., ein licht belaubter Baum von 30 bis 40 m jungen Fruchten, b Längsschnitt durch die

Höhe und einem Stammdurchmesser über dem Boden von 0,75 bis 1,5 m, der Blutenknospe, c Desgl. durch die Blute.

vielfach in gewaltigen Reinbeständen (Jarra = Wald) auftritt und mit seinen grauen, rissigen Stämmen und

seiner Einförmigkeit von der Ferne an nordische Nadelwälder erinnert. Der Urbarmachung des Landes setzt

der Wald grosse Schwierigkeit entgegen, sodass seine Gebiete grösstenteils noch vollständig urwüchsigen

Charakter tragen. Andere Bildner von Hartlaubwäldern sind der reichlich Schatten spendende E. calophylla

R- Br. mit tiefroter Rinde und stark wagrecht ausgebreiteten Laubblättern, und E. diversicolor F. v. Müller.,

in bis 100 m hoher Riese, dessen unterer astfreier Stamm Längen von 40 bis 60 m erreichen kann.