') Zusammengesetzt aus griedi. ei [eü] = gut, und zalvmus [kalyptös] = bededct; die zu einem Mützchenverwachsenen Kronblätter fallen deckelartig ab.
z. T. aber auch im Malayischen Gebiete und auf Neukaledonien heimische Gattung, die durch zu 5 inGruppen zusammenstehende Staubblätter von der vorigen Gattung unterschieden ist, besitzt 3 wichtigereArten: T. neriifölia R. Br. und T. conferta R. Br. (vgl. auch pag. 782) in Australien als Erzeuger vonelastischem Holze und T. oboväta Benn. auf Bangka, aus deren Holze eine gute Holzkohle hergestellt wird.
Zu der Subtribus der Eucalyptinae mit breit aufsitzenden Kronblättern und fachspaltigen Kapseln
zählt ausser der durch 4 Arten in Australien verbreiteten Gattung Angöphora Cav., deren eine Art,
A. intermedia DC., als schattenspendender Alleebaum häufiger gepflanzt wird, nur die überaus wertvolle
Gattung Euea 1 yp t us l ) L'H6rit. Bäume oder Sträucher mit meist gegenständigen, ± senkrecht herabhängenden
Laubblättern und bald einzeln, bald in Schirmrispen, Dolden oder Doldentrauben stehenden Blüten. Kelchblätter
meist fehlend. Kronblätter völlig zu einer häufig fast holzigen, sehr verschieden gestalteten, meist bläulich oder
weiss bereiften, beim Aufblühen deckelartig sich ablösenden Haube (kalyptra) verwachsen. Frucht an der
Spitze fachspaltig, oft fast porenförmig in Gestalt eines Kreuzes aufspringend. Die Gattung umfasst etwa 160,
z. T. ausserordentlich vielgestaltige und einander nahestehende Arten, die fast ausschliesslich auf dem australischen
Festlande und auf Tasmanien beheimatet sind. E. dlba Reinw. und E.
o b 1 i q u a L'H6rit. finden sich auch im Malayischen Gebiete, E.
Papuana F. v. Müller ist eine Neu-Guinea, E. deglüpta Bl. eine
Celebes und Ceram eigene Art. Wie keine andere Gattung in irgend
einem Florenreiche der Erde tritt nach L. Di eis (Die Pflanzenwelt von
Westaustralien, 1906) Eucalyptus in seinem gesamten Verbreitungs»
gebiete tonangebend für das Landschaftsbild auf. Beinahe allen Lebens»
bedingungen ist die Gattung angepasst. Ihre Arten erscheinen als riesen»
hafte Bäume in den Waldungen der feuchteren Küsten, als überaus
bezeichnende Charakterarten der parkartigen Savannen, als gesellige
Bildner dichter Gestrüppe im trocken»heissen Binnenlande, als niedrige,
knorrige Sträucher auf den stürmischen Bergeshöhen und auf den
schattenlosen Sandheiden des Tafellandes. Aber so vielfach verschieden
ihre Tracht, die Mächtigkeit ihres Wuchses, die Farbe und Fülle der
Blüten auch sein mag, bei fast allen bleibt die Form des senkrechten
Laubes gleich (E. polyänthema ist nach Saunders eine Kompass»
pflanze) und die Belaubung ist dauernd. Die an und für sich eintönige
australische Landschaft erscheint dadurch für viele Besucher noch viel
reizloser. Die einzige Formation Australiens, in der die Gattung fehlt,
ist der tropische Regenwald. Im subtropischen Regenwalde im Küsten»
gebiet von Neu»Süd»Wales und Viktoria von Sydney bis Kap Wilson, sowie
im Nordosten und Westen von Tasmanien tritt in engen Flusstälern
mit Palmen und Baumfarnen vereinigt als Riese von bis 156 m (genau
die Höhe des Kölner Doms und 20 m höher als die Peterskirche in Rom),
30 m Umfang am Boden und 12 m Umfang in 70 bis 90 m Höhe, wo
die Verzweigung beginnt, E. amygdalina Labill. auf. Dort liegen
auch die Waldungen des E. Glöbulus Labill. (= E. glaüca DC.), des
bekannten Blaugummibaumes, Fieberbaumes oder Calluk, engl.: Blue.gum»
tree, fever.tree, ital.: Eucalitto, dessen majestätische, dunkelbelaubte Wipfel
sich über einer weiten Decke von Farnen und Moosen wiegen. Im austra»
lischen Hartlaub» oder Sklerophyllenwalde, der sich im Südwesten des
Landes bis zur Linie Perth=Albany findet, ist die hervorstechendste Fig. 2179. Eucalyptus Globulus Labill.r- : . 1. 1 , * i i . n , , a Zweie mit Blütenknospen, Blüten und
Gestalt E. margmata Sm., ein licht belaubter Baum von 30 bis 40 m jungen Fruchten, b Längsschnitt durch die
Höhe und einem Stammdurchmesser über dem Boden von 0,75 bis 1,5 m, der Blutenknospe, c Desgl. durch die Blute.
vielfach in gewaltigen Reinbeständen (Jarra = Wald) auftritt und mit seinen grauen, rissigen Stämmen und
seiner Einförmigkeit von der Ferne an nordische Nadelwälder erinnert. Der Urbarmachung des Landes setzt
der Wald grosse Schwierigkeit entgegen, sodass seine Gebiete grösstenteils noch vollständig urwüchsigen
Charakter tragen. Andere Bildner von Hartlaubwäldern sind der reichlich Schatten spendende E. calophylla
R- Br. mit tiefroter Rinde und stark wagrecht ausgebreiteten Laubblättern, und E. diversicolor F. v. Müller.,
€ in bis 100 m hoher Riese, dessen unterer astfreier Stamm Längen von 40 bis 60 m erreichen kann.