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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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strahlig; die männlichen in Trauben, Dolden oder Köpfdien, die weiblichen einzeln, meist mit Kelch undKrone. Achsenbecher schüssel» oder becherförmig oder fast flach. Kronblätter meist 5, klein, dachig oderfehlend. Fruchtknoten unterständig, in der Regel 1», selten 6» bis 10»fächerig, in jedem Fache mit je 1 2»hülligenSamenanlage. Die nach wechselndem Schicksal früher meist bei den Cornaceen eingeordnete Familie wurdevon W. W a n g e r i n (Das Pflanzenreich. 41. Heft, 1910) infolge des Besitzes von Samen mit 2 Integumenten unddes eigentümlichen Pollenbaues wieder zum Familienrange erhoben. Sie umfasst 3 Gattungen mit etwa 11 Arten,von denen die mit annähernd 8 Arten über Ostindien, Ostasien und das atlantische Nordamerika verbreiteteGattung Nyssa L. und die osttibetanisch»zentralchinesische, monotypische Gattung Campoth^ca Decne.näher verwandt sind, während die im selben Gebiete heimische Gattung Davidia 1 ) Baill. in ihrer systematischenStellung völlig unsicher ist. Von Bedeutung ist nur die Gattung Nyssa 8 ) L. Sträucher oder Bäume mitseidiger Behaarung, wechselständigen, ganzrandigen oder gezähnten Laubblättern und Blüten mit doppelterBlütenhülle, 1 »fächerigem Fruchtknoten und fädlichem Griffel. Die Arten dieser Gattung leben zumeist anFlussufern und in Sümpfen und zeichnen sich durch ein schwammiges und lockeres Wurzelholz aus, das alsLignum Tup6la s. Nyssae, Tupeloholz, Bois de nysse ou de toup6lo, Tupelo wood, seit 1879 in Europazu .Tupelo- oder Quellstiften" verarbeitet wird, die in der Chirurgie zur Erweiterung von Wundkanälen anStelle von Laminariastiften und Pressschwamm benützt werden. Das Wurzelholz entstammt verschiedenenamerikanischen Arten. Die Handelsware stellt zylindrische bis armdicke, meist etwas gebogene Wurzelstückedar, die entweder noch mit einer dünnen, zähen, faserigen, braunen Rinde bedeckt sind und, von dieserbefreit, das schmutzigweisse oder gelbliche, sehr leichte, zähe, grobfaserige, gut spaltbare, weiche und elastischeHolz zeigen. Dieses wird in zylindrische Stücke verschiedenen Durchmessers zerteilt und in hydraulischenPressen auf '/* bis */» seines Umfanges zusammengedrückt. Bei der Verwendung quellen die Stifte wiederauf und erweitern den Wundkanal. Eine mehrmalige Verwendung der entweder hohl oder solid angefertigtenStifte ist nicht möglich, weil sich das Holz nicht wieder genügend zusammenzieht. Mehrere Nyssa«Arten werden alsSchmuckbäume in Gärten gezogen, besonders N. s i 1 v ä t i c a Marsh. (= N. multiflöra Wangenh.), Pepperidge, SourGum. Strauch oder bis 36 m hoher Baum mit dichter, pyramidaler Krone (buchenartig) und geradem, glattem,gedrehtem Stamm. Zweige nur an der Spitze fein behaart, 1 »Jährig, schön oliv« oder rotbraun. Laubblätter aufmeist etwa 2 cm langen Stielen, breitlanzettlich bis verkehrt»eirund, mit verjüngter Spitze, gegen den Grundlang zusammengezogen, bis 12 cm lang, ganzrandig, oberseits glänzend grün, verkahlend, unterseits heller,weichhaarig oder verkahlend. Männliche Blüten in 5» bis 12=blütigen, gestielten, dichten Trauben, auf 3 bis9 mm langen Stielen; weibliche Blüten in 2« bis 8»blütigen Köpfchen, sitzend. Frucht blauschwarz, 8 bis 14 mmlang, bitter. Heimat: Maine und Ontario bis Florida, Michigan und Texas. Wenig verschieden ist die var.biflöra (Walter) Sarg, mit schmäleren, aber meist etwas längeren, derberen und mehr verkahlenden Laub»blättern. Sie ist mehr als der Typus an feuchte Böden gebunden und bildet neben Taxodium distichum inVirginien und Nordkarolina den Hauptbestandteil der grossenDismal Swamps", begleitet von Acer rubrum,Nyssa uniflora, Fraxinus platycarpa und Quercus phellos als Bäume und Saururus cernuus als Unterwuchs.N. silvatica wurde 1824 eingeführt und gedeiht auf besseren Böden gut, ist auch gegen Kälte und Trockenheitrecht unempfindlich. Im Herbste verfärbt das Laub sehr schön in Rot, Rotbraun und Purpur. Kaum inden mitteleuropäischen Gärten anzutreffen dürfte die im südlicheren Nordamerika heimische N. uniflöraWangenh. (= N. denticuläta Ait.) sein, die sich besonders durch z. T. lappenzähnige Laubblätter unterscheidet. Auch die dem atlantischen Nordamerika eigene N. Og£che Marsh. (= N. capitata Walter), OgeecheeLime, Sour Tupelo, an kaum 1 cm langen Laubblattstielen und in Köpfen sitzenden männlichen Blüten gutkenntlich, gehört wegen ihrer Empfindlichkeit zu den seltenen Kulturbäumen.

Als weitere kleine paläotropische, früher ebenfalls meist bei den Cornaceen untergebrachte Familieschliessen sich die Alangiäceae an. Sträucher oder Bäume mit wechselständigen Laubblättern. Blüten in Trug»dolden, meist zwitterig. Kelchsaum abgestutzt, 4» bis 10»zählig. Kronblätter 4 bis 10, schmal, klappig. Staubblätter4 bis 10 oder 2» bis 4.mal mehr, mit kurzen Staubfäden und langen Staubbeuteln. Fruchtknoten unterständig, 1. bis2-fächerig, in jedem Fache mit je einer Samenanlage. Frucht steinfruchtartig, mit 1 Samen. Die einzige Gattungder Familie, Alangium Lam., zählt 21 Arten, die vorwiegend im indo»malayischen Gebiet heimisch sind, ver«einzelt aber bis nach Afrika und bis zum südlichen Zentralchina reichen, wie z.B. A. (Märlea) begonii»

l ) Die von W. Wangerin als monotypisch bezeichnete Gattung enthält nach Camillo Schneider

2 oder 3 Arten, von denen D. Vilmorinidna Dode durch Vilmorin und Veitsch in den Handel

gebracht worden ist.

s ) Benannt nach Nyseis, einer Wassernymphe des Altertums, die die Erzieherin des Bacchus

gewesen sein soll. Die Gattung lebt vorzugsweise in der Nähe des Wassers. Ihre ältesten, allerdings zweifei»

haften Reste reichen bis in die Kreide. Im Tertiär lebte die Gattung wahrscheinlich auch in Europa.