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von Zigarren, als Bindematerial oder zur Bereitung von Papier nutzbar. Die ölreidien, mandelartig schmeckendenSamen vonL.Pisonis Camb., L. lanceoldta Poir., L. Olläria L, L. Am azönumMart., L. Pöhlii Berg, L.urnigera Mart. usw. werden gern gegessen und kommen unter der Bezeichnung „Sapucajanüsse" in kleinenMengen auch nach Europa. Diejenigen der in Brasilien und Guyana heimischen L. Zabucdjo Aubl. führenim besonderen den Namen „Paradiesnüsse" und enthalten in ihren Samen etwa 50°/o eines fetten Oeles(Paradiesnussöl), dessen Zusammensetzung noch unbekannt ist. In den Rinden verschiedener Arten ist Gerbstofffestgestellt worden. — Zu der Gattung Bertholl^txa Humb. et Bonpl. gehören nur 2 in Nordbrasilien,Venezuela, Guayana und auf Trinidad heimische Arten. Bis über 30 m hohe Bäume mit grossen, ganzrandigen Laub»blättern. Blüten in Aehrentrauben, epigyn. Kelch verwachsenblätterig. Knospen kugelig.sackartig, fast geschlossen,später in 2 schwach 3-zähnige, stark konkave, abfallende Lappen zerreissend. Staubblattröhre kurz napfförmig.Fruchtknoten 4.fächerig, mit zahlreichen Samenanlagen. Frucht gross, rund, aussen zähfleischig, innen dick«holzig, mit kleinem, der Plazentarsäule angeheftetem Deckel. Samen zahlreich, gross, sitzend, scharf 5-kantig,
Fig. 2175. Bertholletia excelsa Humb. et Bonpl. a Blühender Zweig, b Blüte, c Frucht { 1 /natürl. Grösse), äussere Schalez. T. entfernt und angeschnitten, d und e Samen ( 1 ,'a natürl. Grösse).
schwärzlich, mit dicker, hornig=holziger, aussen warzig-rauher Schale. Die jungen Laubblätter sind zu einerzigarrenartigen Spindel zusammengerollt. Bei B. excelsa Humb. et Bonpl. (Fig. 2175), einem bis 50 mhohem Waldbaume, sind die Früchte gestreckt-ellipsoidisch, das Endokarp viel dicker als das glatt bleibendeExokarp und der hohe, glatte und stumpf-nabelförmige Deckel nach der Reife durch Verwitterung des oberenEndes der Plazentarsäule abfällig. Bei B. nöbilis Miers sind die Früchte abgeplattet>ellipsoidisch, das Endokarpwenig dicker als das abblätternde, rauhe Exokarp. Der flache, radial geriefte, zugespitzte Deckel wird nachder Reife von der fest damit verbundenen Plazentarsäule nach innen gezogen. Die Samen beider (besonders dererstgenannten) Arten kommen vielfach als „Para". oder „Brasilnüsse", als „Brasilianische Kastanien" oder„Amazonasmandeln*, Juvia oder Almendron in den europäischen Handel und bilden einen wichtigen Handelsartikeldes Amazonasgebietes. Die Indianer des Amazonas nennen die Früchte capucaja, die Brasilianer castanjade maranjon. Sie werden teils roh gegessen, teils zur Oelgewinnung (Paranussöl, Huile de Castanheiro, Brasil-nussöl) technisch verwertet. Am Amazonas sind 2 Fabriken zu diesem Zwecke errichtet worden. 1918 bestand diesüdamerikanische Ausfuhr aus 125000 Hektolitern Samen, die namentlich nach Nordamerika und nach Englandverfrachtet wurden. Das in ihnen enthaltene fette Oel besteht aus Stearin, Palmitin und Olein, ist wenig gefärbt,geruchlos und von angenehmem Geschmack. Es dient als Speiseöl oder zur Bereitung von Seifen. Die Schalender Paranüsse werden wie verschiedene Palmfrüchte zum Räuchern der Kautschukmilch verwendet.
Auf die Lecythidaceen folgt mit 18 Gattungen und etwa 60 Arten die rein tropische Familie derRhizophoraceae 1 ) oder Manglebaumgewächse, die mit Ausnahme der amerikanischen GattungCassipoürea
*) Benannt nach der Hauptgattung Rhizöphora L., deren Name zusammengesetzt ist aus (»'?« (rhiza]= Wurzel und (fooog [phorös] = tragend, also (Luft-)wurzeltragend.