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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Bd. X, 1S92) namentlich auf die Quellung des Schleimgehalts der Epidermiszellen das Hauptgewicht legt. Jedenfallserfolgt die Ausstülpung nach rein physikalischen Grundlagen und ist mit keiner Lebenstätigkeit der Epidermiszellenverknüpft. Biologisch sieht Grüttner in der Schleimhaarbildung eine Erscheinung, um die Samen im Schlammbett zubefestigen, Koehne dagegen vorwiegend eine solche, um die Verbreitung durch das Wasser zu begünstigen. W.Grosser (Die schlesische Inundationsflora, 1S98) und Ohlendorf weisen auch daraufhin, dass die Haarbildungenanfänglich dazu dienen, das spezifische Gewicht des durch Wasseraufnahme immer schwerer werdenden Samens zuverringern und ein Schwimmen bis 4 Tage an der Wasseroberfläche zu begünstigen. Werden die Haareabgerieben, so sinken die Samen sofort unter. In Bezug auf den Samenbau sei noch bemerkt, dass unter demPeriderm an der Raphe«Seite ein 4« bis 5»schichtiges Parenchymgebiete liegt, in dem das Leitbündel eingelagertist. Die Zellen besitzen verkorkte Wände. Den inneren Teil der Testa bilden an allen Stellen des Samensan der flachen Seite in unmittelbarem Anschluss an die Epidermis 3 sklerosierte Zellschichten, deren äussersteLage aus stark U.förmig verdichten, verholzten, getüpfelten und kristallreichen Parenchymzellen besteht. Diebeiden inneren Schichten besitzen faserförmige, in der Richtung der Samenachse gestredete Zellen, derenWandung bis auf ein kleines, im Querschnitt 4-eckiges Lumen verdickt sind. Reste des Nährgewebes tretenin Form eines stark kollabierten Gewebes auf. Die Keimung der Samen erfordert nach W. Kinzel Licht»einwirkung, erfolgt aber sehr rasch, so dass innerhalb von 3 Tagen bereits 89°/o einer Aussaat zum Austreibengelangen können. Nach Ohlendorf beginnt die Keimung im April und zwar sowohl bei unter Wasser alsauch trocken aufbewahrten Samen gleichzeitig. Die Keimblätter sind herzförmig. Die ausgewachsene Pflanzewird als Salat gegessen.

CCCCLXXXV. Lythrum 1 ) L. Weiderich. Franz.: Salicaire, lysimachierouge; engl.: Loosestrife; ital.: Salcerella.

Einjährige oder ausdauernde Kräuter, seltener kleine Halbsträucher mit niederliegenden,aufsteigenden oder rutenförmig=aufrechten, kahlen oder behaarten, i kantigen Stengeln.Laubblätter gegen», Wechsel» oder quirlständig, sitzend oder ganz kurz gestielt, fast immerlänglichdanzettlich oder linealisch, selten ei= bis kreisförmig. Nebenblätter sehr klein oderganz fehlend. Blüten meist auf ganz kurzen Stielen oder sitzend, einzeln oder zu zweienüber einander oder in Dichasien in ähren= oder traubenförmigen Blütenständen, mit 2 kleinen,meist weisslichen Vorblättern, zwitterig, 4» bis 6= bis £=zählig, strahlig (Fig. 2176 d) oderzygomorph, oft dimorph (distyl) oder trimorph (tristyl). Achsenbecher in der Regel röhrig,seltener glockig, 8= bis 12=nervig, mit 4 bis 5 Kelchzähnen und ebensovielen, selten ganzfehlenden, lanzettlichen, schmäleren (Fig. 2166 c) Zwischenzähnen (äusseren Kelchblättern).Kronblätter meist gross, am Rande des Achsenbechers zwischen den Kelchzähnen eingefügt,bisweilen unterdrückt. Staubblätter so viele oder doppelt so viele, seltener weniger (bis 1)als Kelchblätter, verschieden hoch im Achsenbecher, aber immer in ziemlichem Abstände vomRande desselben eingefügt; die bauchständigen nicht selten deutlich höher eingefügt als dierückenständigen. Fruchtknoten sitzend oder kurz gestielt, häufig mit einem diskusartigen Ring.Griffel deutlich, mitunter sehr lang, selten fast fehlend; Narbe kopfig. Kapsel unvollkommen2=fächerig, häutig oder knorpelig, selten fast lederig, mit 2 sich bisweilen an der Spitzenochmals spaltenden Klappen (Fig. 2167 c) aufspringend. Samen klein, meist kantig, 8 bisviele. Keimblätter meist herzförmig.

Die Gattung wird von E. Koehne in die beiden Subgenera Hyssopifölia mit den SektionenHochstettöria, Middendörfia, Salzmännia (hierher L. maculatum), Euhyssopifölia (L. meonan«thum und L. Hyssopifolia) und Mesolythrum, und Salicäria (L. virgatum und L. Salicaria) eingeteilt. Sieumfasst 24 Arten, von denen 12 in Amerika (davon 9 Arten endemisch), 10 in Asien und ebensoviele in Europa,8 in Afrika, 3 in Australien und je 1 auf den Sandwich=Inseln und den Marschallinseln (?) vorkommen.Europa besitzt als einzigen Endemiten L. maculätum Kiärskou in Andalusien und Kastilien, während dieübrigen Arten zumeist im weiteren Mittelmeerbecken (L. alt er nif ö Ii um Lorr., L. thymifölia L.u. a.) und in

') Abgeleitet von M&qov [lythron] oder Xvtqov [lytron] = mit Blut besudelt. Der Ausdrude wurdevon Dioskurides auf eine Lythrum.Art, wohl der dunklen Blütenfarbe wegen, angewendet.