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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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den anschliessenden asiatischen Gebieten heimisch sind. Für Mitteleuropa kommen nur 3 Arten in Betracht,von denen L. Hyssopifölia und L. Salicäria fast Kosmopoliten sind und die dritte, L. virgätum nurden östlichsten Gebietsteil berührt.

Ausserdem findet sich bisweilen eingeschleppt: L. meonänthum Link (= L. Graefferi Ten.,= L. flexuösum Lag.). Fig. 2166 d. Ausdauernde, am Grunde meist stark verzweigte, bis 80 cm hohePflanze mit z. T. niederliegenden, sich bewurzelnden Aesten. Laubblätter wechselständig oder die unterenbisweilen gegenständig, 5 bis 40 mm lang und 1 bis 11 mm breit, aus keilförmigem, abgerundetem oderherzeiförmigem Grunde länglich.lanzettlich oder, besonders die oberen, schmal-linealisch, blaugrau. Blütenfast stets einzeln, sehr selten zu 2, in allen Teilen grösser als die von L. Hyssopifolia, heterotristyl;Blütenstiele 2 bis 3 mm lang, mit 2 kleinen, bleibenden Vorblättern. Achsenbecher 6 bis 7 mm lang, trichter»förmig, mit 6 breit»3-eckigen Kelchzähnen und diesen ungefähr gleich langen, zungenförmigen Zwischenzähnen.Kronblätter 5 bis 7 mm lang und 2,5 bis 3,5 mm breit, purpurrot. Staubblätter 12, in 2 Kreisen; die vorden Kelchblättern stehenden stets länger als die vor den Kronblättern stehenden und mit grösseren Staub»beuteln. Kapsel kürzer als der Achsenbecher, etwa 5 mm lang, zylindrisch, mit 2 Klappen septifrag auf»springend. Samen zahlreich, in Grösse und Gestalt mit denen von L. Hyssopifolia übereinstimmend.VI bis IX. Heimat: Mittelmeergebiet, Madeira, Capverden, Azoren, eingeschleppt in Südafrika. In Mitteleuropaadventiv in Zürich (1904), bei Brione-Orselina bei Locarno (1917) und Tosters in Vorarlberg (1917). Im Mittel«meergebiet bildet die Art nach Glück Wasserformen, die aber nicht so ausgeprägt sind wie diejenigen vonL. Salicaria. In 40 bis 50 cm tiefem Wasser lebende Stöcke tragen an den 25 bis 40 cm langen Trieben imunteren Teile noch typische Luftblätter, während die höher stehenden in Wassersprosse umgewandelt sind unddie Stengelglieder sich auf das 2« bis 3»fache ihrer ursprünglichen Länge strecken. Die im flachen Wasserkriechenden, unteren Stengelteile zeigen häufig zwischen dem Cambium und dem Rindenparenchym ein aus«gebildetes Aerenchymgewebe, wobei die Rinde durch lange schmale Risse zersprengt wird und das weisse undschwammige Luftgewebe sichtbar wird. Diese Stengelteile werden 10 bis 22 cm lang und 5 bis 15 mm didc,während die gewöhnlichen Stengelglieder der Luftsprosse nur eine Dicke von 2,5 bis 5 mm aufweisen.L. meonanthum gehört mit L. Hyssopifolia zu der 22 Arten umfassenden Untergattung Hyssopifölia,während die beiden übrigen Arten (L. virgätum und L. Salicäria) die Untergattung Salicäria bilden.

Die Lythrum«Arten besiedeln im allgemeinen mit Vorliebe die Ufer stehender oder fliessender Gewässer,bevorzugen aber auch sonst nasse oder feuchte Stellen, sumpfige Landstriche oder teilweise überschwemmtenBoden. Die im seichten Wasser wachsenden Arten haben wohl alle die Fähigkeit, an den untergetauchtenStengelteilen das oben beschriebene Aerenchym zu bilden. Dieses schwammige Gewebe kann auch nach»träglich an jedem in das Wasser geratenden Stengelteil ausgebildet werden. Man kann es sogar künstlich anabgeschnittenen und ins Wasser gestellten Stengeln erhalten. Die Entwicklungsvorgänge, die zur Ausbildungdieses Gewebes führen, scheinen auch die Erzeugung von Adventivwurzeln zu begünstigen, die oft in grosserMenge aus den angeschwollenen Teilen hervorbrechen. Die Blüten zeigen bei einer grossen Zahl von Artenausgesprochene Einrichtungen für den Insektenbesuch. Sie scheiden am Grunde des Achsenbechers Honigaus, haben meist ziemlich ansehnliche Kronblätter und bei manchen Arten wird die Auffälligkeit der Blütendurch ihre Häufung in den Blütenständen noch erhöht. Die Fremdbestäubung ist bei der Mehrzahl der Artendurch Heterostylie gesichert. Die heterostylen Blüten sind, soweit sie bisher darauf untersucht worden sind,fast selbststeril. Es kommt sowohl Dimorphismus als auch Trimorphismus vor. Ersterer Fall, d. h. dieAusbildung von Blüten mit 2 verschiedenen Griffel» und Staubblattlängen, findet sich bei 10 Arten und zwar9 in Nordamerika endemischen Arten mit nur einem Staubblattkreis und 1 in Afrika lebenden Art mit2 Staubblattkreisen. 4 Arten, die in Europa, Eurasien oder Europa»Afrika ihr ausschliessliches oder dochhauptsächliches Verbreitungsgebiet besitzen, sind durch 3 verschiedene Griffel» und Staubblatt.Längen aus-gezeichnet. Dabei stehen die längeren Staubblätter stets vor den Kelchblättern.

1. Blüten einzeln oder zu 2 in den Achseln der Laubblätter 2.

1 .* Blüten einzeln oder in 2« bis 3« (selten bis 5« bis 7») blütigen Dichasien in ährigen oder traubigen,

endständigen Blütenständen, trimorph 3.

2. Pflanze 1 »jährig. Blüten 1 »gestaltig. Staubblätter 6 bis 4, den Achsenbecher nicht überragend.Kronblätter etwa halb so lang wie dieser L. Hyssopifolia nr. 1966.

2." Pflanze ausdauernd. Blüten 3»gestaltig. Staubblätter 12, z. T. den Achsenbecher überragend.Kronblätter gleich lang wie dieser. Eingeschleppte Pflanze L. meonanthum pag. 753.

3. Pflanze stets kahl. Zwischenzähne nicht länger als die Kelchzähne. Laubblätter in den Grundverschmälert L. virgatum nr. 1967.

3.* Pflanze meist behaart. Laubblätter am Grunde abgerundet oder herzförmig. Zwischenzähneetwa doppelt so lang wie die Kelchzähne L. SaIicaria nr. 1968.