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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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748
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Haarfärbesalon A. Reiss; in Frankreich z. B. als Feuilles Jerusalem, Teinture v£getale ä base de Henne d'Orient).Ausserdem dient die Farbe seit alter Zeit zum Färben von Leder (gelbrot) und von Seide. In Algeriengebaute Hennah wurde z. B. in Lyon zur Bereitung schön azurblauer und schwarzer Töne benutzt. DieLaubblätter dienen auch medizinischen Zwecken (schon bei dem arabischen Arzt Ibn Bei dar im 13. Jahr»hundert genannt) und waren früher offizinell (Folia Henna, Hina, Henna, Rotes ägyptisches Färbekraut). ImOrient werden sie noch gegen Blasenkatarrh, Ausschläge, Wunden, Geschwüren, sowie als Abführmittel (bereitsbei Dioskurides) gebraucht. Die wohlriechenden Blüten, die ein ätherisches Oel von unbekannterZusammensetzung enthalten, liefern das bereits im alten Aegypten beim Einbalsamieren verwandte ParfümMehudi, das noch gegenwärtig bei den religiösen Handlungen der Buddisten eine nicht unbedeutende Rollespielt. Auch dieCyprische Salbe" der Aegypter dürfte namentlich aus Hennablüten bereitet worden sein.Den Chinesen des Altertums war der Strauch ebenfalls bekannt. Bei Dioskurides heisst er xittqos [kypros](daraus bei Albertus Magnus Ciprus und bei Luther die Cyperntraube), bei den Römern ligustrum, beiden Juden (im Hohen Lied Salomons) Copher. Ueber die Geschichte vgl. G. Birdwood (Journ. Roy. Soc.Arts, 1917). Die Wurzel heisst in den alten Pharmakopoen R&dix Alkännae v£rae s. Orientalis (Echte morgen»ländische Alkannawurzel, Orcanette de Constantinople). Sie färbt nicht rot, sondern gelb und wird häufigmit der Rädix Alcännae spüria von Alkanna tinctöria Tausch (einer Borraginacee) verwechselt. Medizinischwird sie lokal verwendet. In den Samen findet sich 10 bis 11 °/o fettes Oel, das im Sudan zum Einfetten desKörpers dient. Aus dem Holz werden kleinere Geräte, aus den schlanken Wasserreisern im Sudan undAegypten Körbe geflochten. Die Aberntung hat mit jener der Weidenkultur grosse Aehnlichkeit; wie dortwerden auch bei Lawsonia die Triebe nahe über dem Boden abgeschnitten.

1. Stengel niederliegend, ästig, meist mit aufsteigenden Zweigen. Blüten klein. Achsenbecher halb»kugelig. Kronblätter oft fehlend. Griffel sehr kurz Peplis nr. CCCCLXXX1V.

1.* Stengel aufrecht, einfach oder ästig. Blüten grösser (mehr als 3 mm lang). Achsenbecherröhrenförmig. Kronblätter stets vorhanden. Griffel fadenförmig. . . . Lythrum nr. CCCCLXXXV.

CCCCLXXX1V. Peplis 1 ) L. Afterquendel. Franz.: Peplide; engl.: Water-

Purslane.

Einjährige, bisweilen ausdauernde, kahle Kräuter mit niedrigen, aufsteigenden oderniederliegenden Stengeln und gegenständigen oder spiralig aufsteigenden Laubblättern. Blütenstets einzeln in den Achseln der Laubblätter, sitzend oder kurz gestielt, zwitterig, 4» oder6=zählig, mit 2 unfruchtbaren, weissen Vorblätlchen. Achsenbecher glockig oder schüssel*förmig, krautig oder fast dünnhäutig, 8» bis 12=nervig. Kelchzähne vorhanden; Zwischen»zähne vorhanden oder fehlend, lanzettlich. Kronblätter 4 oder 6 oder bisweilen ganz fehlend,abfällig. Staubblätter 6, selten 5 oder bis 2, über den Kelchblättern eingefügt. Fruchtknotensitzend unvollkommen 2=fächerig (Fig. 2163 h), mit sehr kurzem oder ganz fehlendem Griffelund kopfiger Narbe. Frucht fast kugelig, dünnhäutig, nicht oder unregelmässig aufreissend.Samen zahlreich, sehr klein.

Die Gattung umfasst 3 an feuchten Orten der gemässigten Gebiete der nördlichen Halbkugelauftre tende Arten mit weiten Verbreitungsgebieten. Zur Untergatturg Didiplis Rafin. gehört nur P.diandraDC. (= Didiplis linearis Raf., = D. diändra Wood.), eine kleine Sumpfpflanze mit fadenförmigen Stengelnund 4»zähligen Blüten ohne Kronblätter und Kelch, ohne Zwischenzähne aus Nordamerika. Die beidenanderen Arten P. Pörtula L. (s. u.) und P. alternifölia Marsch, gehören der Untergattung Eupeplisan und bewohnen Eurasien. Beide sind ebenfalls Helophyten und unterscheiden sich dadurch von einander,dass bei P. Portula die Laubblätter meist gegenständig und die Blüten stets mit 6 Staubblättern versehensind, während die von Kleinasien, Südrussland, dem Dnjepr bei Krementschug und Charkow.Sarepta ostwärtsbis Zentralasien verbreitete P. alternifölia wechselständige Laubblätter und Blüten mit 2 Staubblätternbesitzt. Wirtschaftlich kommt der Gattung kein Wert zu. Sie schliesst eng an die grössere GattungAmmännia an, mit der sie namentlich im Bau der nicht aufspringenden Frucht übereinstimmt. Anderer»seits sind auch die Beziehungen zur Gattung Lythrum ziemlich eng; doch besitzt diese Gattung septicid oderseptifrag aufreissende Kapseln, deren Klappen sich an der Spitze oft nochmals spalten.

) Pflanzenname bei Plinius, dem bei Dioskurides tietiXiov [peplion] entspricht.