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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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wassertreibend. Für bauliche Zwecke werden auch die Hölzer von L. parviflöra Roxb., L. calyculätaS. Kurz, L. hypoleüca S. Kurz, L. tomentösa Presl, L. Batitinan Vidal und L. villösa S. Kurzverwendet. L. parviflöra liefert in Chotan und Nagpur (Indien) eine zur Herstellung von Seilen und Strickenbrauchbare Faser. LawsöniaL. Monotypische Gattung mit der vielgestaltigen L. inermis L. (incl.L. alba und L. spinösa L.). Hennah«Strauch. Aegyptischer Färberstrauch, in Indien mehndi, mindi, schudi,manghatti, malayisch dahon lakka, arabisch yoranna, in Sansibar kuravaka, mendika, sakachara, bei denHaussa läli, bei den Kisuaheli muhina geheissen. Fig. 2162. Laubabwerfender, 2 bis 6 m hoher Strauchvon der Tracht eines Ligusters, mit z. T. verdornten Kurztrieben und mit gegenständigen, lanzettlichen Laub»blättern. Blüten klein (Fig. 2162c bis e), in ansehnlichen Rispen, 4=zählig, gelblichweiss« bis ziegelrot, mit Teerosen»ähnlichem Dufte. Kelch kreiseiförmig, zuletzt schüsseiförmig, ohne Anhängsel. Kronblätter dick, starkgerunzelt, gelblichweiss bis ziegelrot (Fig. 2162 f). Staubblätter (-t) 8 (12), paarweise, selten zu 1 oder 3 vordenKronblättern und nur wenig tiefer als diese. Frucht eine trockene, nicht aufspringende oder faserig zerreissendeBeere (Fig. 2162 g undh). Samen klein, eckig;

Samenschale an derSpitze stark schwammigaufgetrieben. Als Hei«mat dieses uralten Kul«turgewächses gilt nachDe Candolle Persienoder Indien; doch istdie Pflanze gegenwärtigin Afrika von Marokkound Senegambien bisMadagaskar, in Asienvon Arabien über Be»lutschistan, Persien, In»dien und die Sunda«inseln bis Nordaustra«lien und über die Phi«lippinen bis Südchinaverbreitet, ausserdemauch auf den West«indischen Inseln anzu«treffen (als Jamaika.Re«sede, Mignonette). Diebeste und meisteHennahwird seit alten Zeiten inAegypten, neuerdingsauch in Tripolis gebaut.

Im 13. Jahrhundert war sie auch in Italien bekannt. In Palästina und Syrien gehört sie zu den nicht seltenverwildernden Ziersträuchern. Ehedem fand sie sich auch in den Weinbergen des heissen Engadditalesunweit des Toten Meeres. Die Wichtigkeit des Strauches beruht einesteils in dem Besitz eines in Wassergelbbraun ausziehbaren, dauerhaft färbenden Farbstoffes CioHeOs, der wahrscheinlich durch hydrolytischeSpaltung aus einem glukosidischen Gerbstoff hervorgeht und durch Kochen mit alkalischen Lösungen rotwird, anderenteils in der Verwendung der wohlriechenden Blüten zu Schmuck« und Parfümeriezwecken.Die besonders in den Stengeln reichlich auftretende Farbe wird meist mit warmer Kalkmilch zu einem Teigverrieben und zum Gelbfärben der Finger« und Zehennägel (schon bei den Mumien [auch an den gelbenByssosbinden] der 13. ägyptischen Dynastie nachgewiesen), der Handteller (namentlich bei den Frauen), derAugenlider, Kopf« und Barthaare und selbst der ganzen Haut benützt. In den nordafrikanischen Oasenwird zu diesen Zwecken das grobe Pulver von Stengeln und Laubblättern in grossen Säcken feilgeboten(vgl. Rikli, M. und Schröter, C. Vom Mittelmeer zum Nordrand der Sahara, Zürich, 1911), jedochsind nach J. A. Battandier (Plantes medicinales, 1900) Verfälschungen (bis SO 0 /» Erde, Beisatz von Anilin«färbe usw.) häufig. Die Araber benützen die Tamr el Hinna auch zum Einreiben der Schwänze und Mähnenvon Pferden und Eseln (letztere bisweilen vollkommen). Das Behandeln der Fusssohlen mit Hennah sollinfolge der gerbenden Wirkung jedes Wundlaufen verhindern. Als Haarfärbemittel hat die Farbe (mitIndigoferablättern) besonders in Amerika Eingang gefunden, neuerdings auch in Europa (u. a. in München:

Fig. 2162. Lawsonia inermis L. «Blühender, b fruchtender Zweig, c Zwitterige, d weiblicheBlüte, e Blüte im Längsschnitt. / Kronblatt, g Frucht, h desgl. im Längsschnitt, i und k Samen,

l desgl. im Längsschnitt.