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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
749
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*) Verstümmelt aus dem von Plinius stammenden Pflanzennamen Portulaca (vgl. Bd. III,pag. 269). Scheinbar von Dillen das erstemal verwendet.

1965. Peplls Pörtula 1 ) L. Portulak» Afterquendel, Gemeiner Sumpfquendel, Bach»burgel, Milchkraut, Wasserportulak. Franz.: Peplide, pourpier; engl.: Water purslane.

Fig. 2163 und Fig. 2164 e.

Einjährige, bisweilen überwinternde, kahle, 2 bis 100 cm lange Pflanze mit nieder»gestredeten, ästigen, an den Knoten wurzelnden, meist rot überlaufenen Stengeln und auf»steigenden, ± 4=kantigen Zweigen. Laubblätter gegenständig, selten wechselständig, verkehrt»eiförmig bis spateiförmig, stumpf, allmählich in den kurzen Stiel verschmälert, 6 bis 22 mmlang und 2 bis 10 mm breit, mit 2 winzigen, pfriemlichen Nebenblättern. Blüten einzeln,6», selten 5»zählig, sehr kurz (bis 1,5 mm lang) gestielt, mit 2 etwa 1 bis 1,5 mm langenVorblättern (Fig. 2163 c und d).

Achsenbecher 1 bis 1,5 mm lang;

Kelchzähne 0,7 bis 1 mm lang, ander Spitze drüsig verdickt; Zwischen»zähne pfriemlich, oft länger als dieKelchzähne oder gleich lang oderkürzer oder einige unterdrückt.

Kronblätter rosa oder weiss, sehrklein oder ganz fehlend. Staub»blätter unter der Mitte des Achsen»bechers eingefügt, diesen kaumüberragend, vor den Kelchzähnenstehend. Fruchtknoten i eiförmig,mit oder ohne Griffel und knopfiger,in Höhe der Staubblätter stehenderNarbe. Frucht fast kugelig, denKelch überragend, unvollständig2»fächerig, die zentrale Plazentaund die Scheidewand etwa 2 3 derHöhe erreichend, unregelmässigzerreissend (Fig. 2163d). Samensehr klein, 530 ,u lang und 320 <ibreit, kurz birnenförmig, etwaskantig, bräunlich, mit am Grunde deutlich herzförmigen, an der Spitze schwach ausgerandetenKeimblättern und keulenförmigem Stämmchen. VI bis XI.

Zerstreut, aber meist herdenweise an überschwemmten oder überschwemmt gewesenenOrten, an Teich» und Seeufern, in Pfützen, auf Torfmooren, feuchten Aeckern, Wegen usw.;auf Schlamm, Sand, Kies oder Ton. Von der Ebene bis in die untere Bergstufe: in Schlesienbis 450 m, in Tirol bis 1500 m. Gern auf Urgestein.

In Deutschland meist häufig bis verbreitet, aber z.B. in Bayern auf der oberen Hochebene nurbei Memmingen, Traunstein und Waging, im Frankenwald nur im Geusergrund bei Zeyern, im Gebiete desWeissen Juras bei Neuburg a.D. und Monheim, auf Lias bei Lichtenfels, auf Buntsandstein bei Aschaffenburg, Kahl,Alzenau, Kissingen, Mitwitzer Teiche bei Hassenberg, in den Alpen, im weiteren Bodenseegebiet und in der Rhönganz fehlend, in Württemberg zerstreut, in Baden hinter Singen und Ueberlingen in Ried, bei Mundelfingen, Bregbei Allendshofen, Donaueschingen gegen Pfohren, Pfohrener Ried, Schiltach, im Rheintal verbreitet (bereitsbei Säckingen), aber in Nordbaden nur bei Limbach, Mörsdienhardt und Heidelberg; in Elsass»Lothringenhie und da 5 in der Pfalz verbreitet, im Rheinland häufig, in Norddeutschland meist sehr häufig, in Thüringen

Fig. 2163. Peplis Portula L. a Habitus, b Querschnitt durch den Stengel.c Blüte von oben, d und e Früchte, f Längsschnitt durch die Frucht, senkrechtzur Scheidewand, g desgl. längs der Scheidewand, h Querschnitt durch dieFrucht, i Samen, k und L Keimling von verschiedenen Seiten (Fig. b nach Schenk,/ und g nach Koehne).