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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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zählen 8 meist kleine Gattungen, von denen nurH 6 i m i a Link wirtschaftliche Bedeutung besitzt. Zuihr gehören 2 kahle Sträucher mit schmalen, gegen»oder quirlständigen, selten 3=zählig»quirligen Laub»blättern und achselständigen, meist 6»zähligen, grossen,stets gleichgriffeligen, gelben Blüten. H. salicifölia(H. B. et Kth.) Link (= H. syphilitica DC.), von Mexikound den Antillen bis Bolivien und Argentinien hei»misch, gilt als Heilmittel gegen die Syphilis und sollden Bitterstoff Nessin enthalten. Verwildert wurdesie auf dem Friedhof von Mannheim festgestellt.Zu denLagerstroemiinaezählen die3GattungenLagerstrciemia^L., die ihr sehr nahe stehende,monotypische Gattung Orias Dode in ZentralchinaundLawsönia 2 ) L. Lagerstroemia L. bestehtaus Sträuchern bis hohen Bäumen mit oft lederigenLaubblättern, in Trauben oder Rispen stehenden (4.)5» bis 8- (9»)zähligen, meist grossblumigen Blüten undfachspaltigen Kapseln und umfasst etwa 30 ostasia»tische Arten. In den Gärten sehr milder Gebiete(z. B. in Südtirol als Freilandspflanze) findet sichbisweilen L. Indica L. (Fig.2161), ein 3 bis 7 m hoher,sommergrüner Strauch oder Baum mit 1 »jährig fast4»flügelkantigen, kahlen Zweigen. Laubblätter i schräg»gegenständig, fast sitzend, länglich»elliptisch bis rund«lieh, meist kurz zugespitzt, bis 7,3 mm lang und4,2 cm breit, oberseits sattgrün und höchstens auf denRippen behaart, unterseits an den Rippen behaart.Blüten in endständigen, grossen, 4 bis 20 cm langen,behaarten Blütenständen, meist 6»zählig (Fig. 2161 c),weiss, rosa oder purpurn. Kelch kahl, mit 3»eckigenKelchzähnen. Staubblätter 36 bis 42. Griffel spiraliggedreht. (VI) VII bis IX. Heimati Japan, Korea,China, Manila, Molukken, Nordost»Australien; ausserdem durch die Kultur in den Tropen, Subtropen und imMittelmeergebiete weit verbreitet und eingebürgert. Ein seines sehr reichlichen Blütenansatzes wegen für Mitteleuropameist in Strauchform sehr beachtenswertes Ziergehölz. Einer der schönsten, mit ansehnlichen roten, in grossenRispen zusammenstehenden Blüten ausgestatteten südasiatischen Bäume ist L. speeiösa (L.) Pers., deren hartesHolz die gleiche Wertschätzung wie Teakholz besitzt. Die Rinde und die Laubblätter wirken abführend und

Fig. 2161. Lagerstroemia IndicaL. a Blühender Zweig. öFrucht-stand. c Blüte, d Kronblatt. 0 Frucht. / Querschnitt durch die Frucht.g Samen.

*) Benannt nach Magnus v. Lagerström (1696 bis 1759), geboren zu Stockholm, gestorben zuGo thenburg als Direktor der Ostindischen Kompanie, einem Zeitgenossen und Freund von Linn6. Er liessnaturwissenschaftliche Sammlungen in China anlegen und nach Schweden kommen.

') Zu Ehren von John Lawson, einem englischen Arzt zu Grand.Strickland, benannt, der sichVerdienste um die Flora von England erwarb und ferner Carolina bereiste (History of Carolina, London 1709).

Laubblättern und breitglockigen, typisch 6»zähnigen, dimorphen Blüten. Ein Halophyt, der an den Küsten von Ostafrikabis Australien, Südasien und auf den Inseln des pazifischen Ozeans verbreitet ist. Physcalymma scab6rrimumPohl, fiinö bis 25 m hoher Baum mit gegenständigen Laubblättern und grossen, zur Zeit der Entlaubung erscheinendenBlütentrauben oder wenigästigen Rispen, 8=zähligen Blüten und zur Fruchtzeit aufgetriebenem Fruchtkelch.Das rosafarbene Holz dieses in Bolivien und Brasilien lebenden Baumes wird unter dem Namen Rosen» oder Tulpen»holz (Pao de Rosa) in der Drechslerei sehr geschätzt. Lafoe'nsia Vandelli, eine mit 10 Arten in Südamerika undspärlich in Mittelamerika vertretene Gattung, besteht aus Bäumen oder Sträuchern mit glänzenden Laubblättern,sehr grossen, 8. bis 16>zähligen Blüten mit lederigem, zur Fruchtzeit abfallendem Blütenboden, holzigen Früchtenund geflügelten Samen. L. Pacari A. St. Hilaire in Brasilien und Nordparaguay, enthält in der Rinde undden Laubblättern einen gelben Farbstoff. L. speeiösa (H. B. et Kth.) DC. liefert ein dem Teakholz gleich hoch-geschätztes Bauholz. Die Tribus der Nesaeöae gliedert sich ebenfalls in 2 Subtribus, die Nesaeinae (mitungeflügelten, nicht auffällig verdickten Samenschalen) und die Lagerstroemiinae (mit am Gipfel starkschwammig aufgetriebenen oder in einen grossen Mittelflügel auslaufenden Samenschalen). Zur ersten Subtribus