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flamme). — Cuphea 1 ) Adans. Kräuter oder Sträucher mit gegenständigen, seltener zu 3 bis 5 in Quirlenstehenden Laubblättern. Blüten einzeln neben, selten in den Laubblattwinkeln oder in Trauben oder Rispen, stets6-zählig und 2-seitig-symmetrisch. Achsenbecher röhrig, am Grunde meist mit einem Rückenhöcker oder Sporn.Staubblätter (4, 6, 9 oder 12), in der Kelchmitte oder höher eingefügt. F lazenta zuletzt aus dem aufreissendenFruchtknoten und Kelch rückwärts herausragend. Als Wundmittel werden C. linifölia (St. Hilaire) Koehneaus Brasilien und C. cordata Ruiz. et Pav. aus Columbien und Peru benützt. Als Antisyphiliticum dienenC. ci 1 iäta (Swartz) Koehne und C. balsamöna Cham, et Sdilechtend. aus Mittel« und Südamerika, sowieC. antisyphilitica Humb., Bonpl. et Kth. und C. ingräta Cham, et Schlechtend. aus Südamerika.Abführend wirkt C. heterophylla Benth. aus Mexiko. In die Gärten von Mitteleuropa haben als Schmuck,pflanzen besonders folgende Arten Eingang gefunden ■. C.platycentra Lemaire. Fig. 2160. Ein 25 bis 100cmhoher, kahler Halbstraudi mit sehr ästigem Stengel. Laub-blätter Wechsel«, seltener gegenständig, kurz gestielt oder dieoberen sitzend, länglich bis lanzettlich. Blüten einzeln in denLaubblattachseln. Achsenbecher röhrenförmig, bis 26 mmlang, granatrot, oben gegen den bewimperten Rand hindunkelviolett. Kelchzähne und Kronblätter fehlend. Staub»blätter 11, in 2 Kreisen; Staubfäden violett. Heimats Mexiko,
Jamaika. Die 1854 eingeführte Pflanze eignet sich für Frei«landkulturen, muss aber, wie auch die folgenden Arten imWinter im Kalthaus oder in Zimmern gehalten werden. —
C. cyänea DC. Sehr formenreicher, über 2 m hoher Strauchmit behaarten Stengeln und gestielten, breiten Laubblättern.
Blüten in endständigen, zusammengesetzten Rispen. Achsen-becher mit geradem oder etwa aufsteigendem Sporn, scharlach-rot, auf der Bauchseite und am Rande hellgelb oder grünlich,innen mit 2 Flügeln, etwa 24 mm lang. Kronblätter 2, rücken-ständig, nur 2 bis 3,5 mm lang, schwarzviolett, selten weiss.
Staubblätter 11. Frucht wenigsamig. Heimat: Mexiko. —
C. mier o p & t a la Humb., Bonpl. et Kth. Aestiger, kaum 1 mhoher Halbstrauch mit schmal.lanzeltlichen, bis 16 cm langen,kahlen oder kurz behaarten Laubblättern. Blüten blattachsel-ständig oder an den Stengelgliedern hinaufgerückt extraaxilläroder interpetiolar. Achsenbecher im unteren Teile scharlach-rot, nach oben hellgelb werdend, mit kleberigen Wimper,büschein auf den Zwischenzähnen (Abwehr gegen unerwünschteHonigsucher?). Kronblätter 6, weiss oder gelblich; die 2rückenständigen so lang wie die 3-eckigen Kelchzähne, spatei-förmig, die 4 anderen winzig und pfriemlich. Heimat ■. Mexiko.
Die Art eignet sich wegen ihrer späten Blütezeit nicht als Frei-landpflanze, ist aber ein vorzüglicher Herbstblüher für Kalthaus-und Zimmerkulturen. Auch die beiden erstgenannten Artensind als Topfpflanzen für den Herbst- und Frühlingsflor empfeh-lenswert. In der Kultur finden sich ferner zahlreiche Bastardezwischen diesen genannten und anderen verwandten Arten.
Ausserdem werden noch einige l.jährige Cuphea-Artengärtnerisch verwe ndet, so besonde rs C. lanceoldta Ait. (mit der var. silenoides (Nees ab Esenb.) ausMexiko mit klebriger Behaarung und meist purpurroten Blüten. C. fuchsiifölia St. Hilaire aus Brasilienmit langem, dickem, lebhaftrot gefärbtem Kelche wird nach Schwacke regelmässig von Kolibris besucht.Eine ebensolche Bestäubung vermutet Koehne für eine weitere Reihe von Arten. Die überwiegendeMenge der Cuphea-Arten ist aber ausgesprochen entomophil. Die Samen von C. petioläta (L.) Koehneaus dem östlichen und südöstlichen Nordamerika finden sich bisweilen in Klee- und Grassaaten. — Aus derSubtribus der Diplusodontinae mit stets strahligen Blüten und mit vom Rücken her zusammengedrückten,seitlich ringsum geflügelten oder von einer schwammigen Randverdickung umgebenen Samen seien genannt:P^mphis aexdula Forster, ein grauseidenhaariger Strauch mit essbaren, dickfleischigen, gegenständigen
') Die Gattung besitzt am Grunde des Kelches einen Höcker (xvtpog [kyphosj = Horn, Buckel) odereinen Sporn.