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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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Samenschale überdeckt, machen sich, ergrünend, erst am 8. Tage davon frei und nehmen eiförmige Gestalt an(Fig. 21571). Sie sowohl als auch das Hypokotyl sind kahl. Erst das Epikotyl und die ersten Laubblätter besitzeneinen dichten Ueberzug von Schild» und Sternhaaren (Fig. 2150). Das Wachstum wird nach Servettazmerkwürdigerweise in der Nacht verzögert. Beim Erscheinen des 8. oder 9. Laubblattes verwelken die Keim,blätter. Für ihr weiteres Fortkommen bedarf die Pflanze unbedingt des Lichtes und geht im Schattenrettungslos ein. Es erklärt sich daraus die-Erscheinung, dass in der Natur junge Pflänzchen nur auf un. oderwenig.besiedeltem Boden aufzutreten vermögen. Am Ende des ersten Jahres erreicht der junge Spross eine Längevon 35 bis 45 cm und trägt mässig viele, bis 15 cm lange Seitentriebe, die oft durch eine sehr scharfe End.spitze abgeschlossen sind. Die Entstehung solcher Dornen wird häufig dadurch hervorgerufen, dass die schütz,lose Endknospe, die keine Winterruhe zu besitzen scheint und ununterbrochen neue Laubblätter entwickelt,durch den Frost abgetötet wird, wodurch dasSprosswachstum an dieser Stelle zum Stillstandkommt und der Trieb nach der Verholzungals wehrhafte Spitze erscheint. In rauhen Lagenwachsende Sträucher sind daher in der Regelviel dorniger als solche geschützter Gebiete.

Auch magere oder trockene Böden oder auchtierische Schädlinge können zu solchen Bil.düngen Anlass geben. Als Ersatz für dieverloren gegangene Endknospe treiben

Fig. 2156. Wurzelbrut bei Hippopbae rhamnoides L., 1- bis 3-jährigeExemplare. Phot. Dr. Rud. Siegrist, Aarau (Schweiz).

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Frühling die tiefer liegenden Knospen aus undlassen auf diese Weise einen sympodialen Auf.bau entstehen. Gegen den Herbst des erstenJahres entwickeln sich an dem etwas bogigniederliegenden Grunde des Sprosses in Formeines dichten Kranzes neue Triebe, die derPflanze ein buschiges Aussehen verleihen. DiePflanze besitzt anfangs eine grünliche Färbung,dadie in 4 bis 5 Lagen übereinander geschichtetenStern, und Schildhaare, solange sie leben,durchscheinend sind und die grüne Rinde durch.

schimmern lassen. Später sterben diese Haar« ,

Bildungen, gefördert durch starke Insolation, allmählich ab, enthalten dabei zunächst braungefarbte Abbau.Produkte, entfärben sich und zeigen zuletzt, ausgetrocknet und mit Luft erfüllt, den bekannten auffallendenSilberglanz. Die Herbstverfärbung der Laubblätter setzt schon im Hochsommer ein und scheint bei älterenSträuchern durch die Fruchtbildung beeinflusst zu werden. Der mattgrüne, stumpfe Ton geht dabei in ein dunkleresRötlichbraun über. Auch die Ausbildung von Wurzelausläufern erfolgt meist frühzeitig. Nach P a 1 m g r e n könnenauf diese Weise aus einer einzigen Pflanze nach 5 Jahren bereits 10 bis 20 neue Sträucher hervorgehen,die in Abständen von 30 bis 100 cm voneinander stehen (Fig. 2156). Die männlichen Sträucher sind in derBtülenregion stärker verästelt als die weiblichen und daher auch nichtblühend von letzteren zu unterscheiden(»geschlechtlicher Dimorphismus"; vgl. dieselbe Erscheinung bei Ilex Aquifolium. Bd. V/I, pag. 242). Nach demLaubfall beginnen sich etwa vom 5. Jahre an die Blütenknospen zu zeigen, die von braunen Schuppenumhüllt sind und während des Winters ununterbrochen weiter wachsen. Diejenigen der männlichen Strauchersind grösser, von kugeliger Gestalt und treiben einen pyramidalen Kegel (Fig. 2148 a, b), um welchen in /&Ste lungkurze und breite Hochblätter stehen, aus deren Achseln (einzeln) 4 bis 6 Blüten hervorgehen. Nach demAbblühen verlängert sich dieser Kegel und wächst zu einem beblätterten Trieb aus (Fig. 2149). Die Knospende r weiblichen Stöcke sind kleiner und entwickeln etwas später als die der männlichen 10 bis 12 einzeln stehendeB 'üten. Ihre Hochblätter bleiben nicht kurz, sondern nehmen Form und Grösse von gewöhnlichen Laubblatternan - Nicht selten findet man an jungen und gut genährten Pflanzen und zwar namentlich an den Zweigspitzenzwitterige Blüten oder Uebergänge dazu, während ein solches Auftreten an älteren Sträuchern meist sehr seltenist. I)i e Pollenübertragung geschieht vorwiegend durch den Wind. Es lässt sich daher nicht seltenErscheinung beobachten, dass, wenn Gruppen von rein männlichen, bezw\ weiblichen Sträuchern in einigEntfernung voneinander stehen, oft nur die den männlichen Pflanzen näher stehenden weiblichen Stö e eansetzen. Nach Kern er sammelt sich der orangefarbene Pollen bereits in der Knospe am Grunde er o glosen Blüten und wird partienweise durch den Wind ausgeweht. Zum Schutze gegen Regen oder au

beiden schalenförmigen Blütenhüllblätter ein Gewölbe, das seitlich durch zwei gegenüberstehende Spaltenauseinanderklafft und durch diese dem Winde Zutritt gewährt (Fig. 2157h bis k). In geringerem Masse über.

H e g i, Flora. V, 2. ^