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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fig. 2154. Hippophae rhamnoides L. auf Dünensand der Insel Borkum.Phot. Dr. H.Paul, München.

Zuteilung dürfte aber nach Palragren kein Anlass bestehen, selbst wenn Hippophae vielerorts auf Salzbodenauftritt. Der Strauch verträgt zwar Salz; aber der ursächliche Grund seiner Anwesenheit auf solchen Unter,lagen muss in erster Linie in den Konkurrenzverhältnissen gesucht werden, die den heliophilen Strauch an Orte

drängen, wohin anspruchs«vollere Gewächse nicht zufolgen vermögen. Auf denAlands.Inseln und (nachWarming) auch in Däne,mark bevorzugt er Ton»boden. Innerhalb der Flut«grenze tritt er aber nieauf, sondern verlangt, wieauch auf den Flussallu«vionen, in den oberenSchichten trockene Böden.In den Dünen wird derKalk durch die Muschel»und Schneckenschalen ge»liefert.

Die Entwicklung undAnatomie des Sanddorns istnamentlich vonServettazeingehend untersucht wor-den. Bei der Reife liegt imInnern der aus dem Achsen,becher hervorgegangenen

orangeroten Scheinbeere (Fig. 2155 s ind.) eine nussartige Innenfrucht (fr), die in der Regel nur einen Samenumschliesst (gr). Diese Scheinbeeren hängen zu 5 bis 6 am Grunde der diesjährigen Sprosse und erhalten sichdort, falls sie nicht vorzeitig f\ ,

von Vögeln gefressen wer»den,bis zumBeginn desFrüh«lings. Durch Frost Wind»stösse, durch Berührungusw. springt die glatteOberhaut oft auf und gibtgleichzeitig mit der Fruchtauch eine klebrige Flüssig»keit frei, mit der die Fruchtmeist an die Zweige ange«klebt wird. Erst Regenoder Austrocknung lösendie Frucht ab und lassensie zu Boden fallen, woraufder Keimvorgang eintritt.

Im günstigsten Falle kannein Austreiben bereits nach4 Tagen einsetzen (Fig.

2154 c). Licht wirkt nach W.

K i n z e 1 verzögernd; dochergaben Proben nach vierMonaten sowohl im Dun«kein als auch im Licht100 °/o Keimlinge. Diegünstigsten Keimtempera«turen liegen zwischen 5

und 50° Wärme. Die Aussenhülle wirkt schädigend ein. Bis zum 7. Tage erfolgt die Keimung sehrrasch und zwar unter Begünstigung der Wurzelbildung. Die Kotyledonen bleiben zunächst von ihrer

Fig. 2155. Hippophae rhamnoides L. a, b und c Samen in verschiedener Ansicht.d Längsschnitt durch den Samen, e Verschiedene Stufen des Keimvorganges. / Anlage dermännlichen Bliite. g Diagramm der männlichen Blüte, h bis n Missbildungen der männlichenBlüte, o Aussenansicht der weiblichen Blüte, p Querschnitt dazu (Nektarium = n). q Dia-gramm einer normalen weiblichen Blüte, r Diagramm einer weiblichen Blüte mit 2 Samen-anlagen. s Querschnitt durch die normale Frucht ( ind Schicht der Scheinbeere, fr Schicht derInnenfrucht, jv Leitbündel, gr Samen, s Griffel), t Querschnitt durch eine aus einer anormalenBlüte hervorgegangenen Frucht, u Missbildung an einem jungen Spioss, hervorgerufen durchEriophyes Hippophaenus Nal. v Querschnitt durch einen Dorn (nach Servet taz).