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beide fast verhärtend, stets die Frucht fest umschliessend. Staubblätter gleich der Zahl der Kelch*blätter und meist mit ihnen alternierend oder doppelt soviele, am Schlünde eingefügt, mit lose anden Staubfäden befestigten mit Längsspalten sich öffnenden Staubbeuteln. Pollen mit 4 Keimporen.Rudimente der verkümmerten Organe in den männlichen und weiblichen Blüten meist fehlend.Fruchtknoten in den oft mit einem Drüsenring oder mit Drüsenschuppen versehenen Achsen»becher eingesenkt, sitzend, 1 »fächerig, mit einer vom Grunde aufsteigenden, umgewendeten,2=hülligen Samenanlage. Griffel 1, verlängert, fadenförmig, mit i kopfiger oder zylindrischerNarbe. Frucht eine von dem bleibenden Achsenbecher eingehüllte Scheinbeere (richtiger Schein»Steinfrucht), mit dünnhäutigem Perikarp. Samen mit harter, meist holziger oder steinharter
Samenschale, geringem oder fehlendem Nähr»gewebe und geradem Keimling mit winzigemStämmchen und grossen Keimblättern.
Die Familie umfasst 3 Gattungen mit etwa
45 Arten, die sich auf die beiden Tribus der Hippo»
phaeae (mit Hippöphae L. und Sheph^rdia
Nutt.) und Elaeagneae (mit Elaedgnus L.) ver«
teilen und die nördliche Halbkugel von der gemässigten
Zone bis in die Tropen und mit einer Form der
Gattung Elaeagnus (E. triflöra Roxb. subsp.
t e t r a g ö n i a Serv.) auch Australien (Neu=Süd=Wales
und Queensland) bewohnen. Die artenarme Gattung
Hippöphae erstreckt sich über Europa und Asien
vom 30° bis 37° nördlicher Breite. Die 3 Arten
umfassende Gattung Sheph6rdia ist nordameri«
kanisch. Elaeagnus bewohnt vorwiegend Südostasien,
besitzt aber einen Vertreter, E. angustifölia L., in
den Randgebieten des altweltlidien Mittelmeers,
ferner die obenerwähnte E. triflöra in mehreren
Formen auf den Sunda.Inseln und Australien und
eine dritte E. arg^nta Pursh in Nordamerika. Die
letztgenannte Art weist auf eine alte (tertiäre,
neogene?) Verbindung zwischen dem nördlichen
Westasien und Nordamerika hin. E. conferta Roxb.
kann als ein noch lebendes Glied des alten australo»
indo=madagassischen Kontinentes angesehen werden.
Fig.2145. Hippöphae r,hamnoidesL., Weiblicher Strauch Dem hypothetischen brasilo »ethiopischen Festlandemit Früchten. Phot. Meta Lutz und Dr. G. Hegi, München. . ,
fehlt die Familie ganz. Die nächsten verwandt.
schaftlichen Beziehungen der Familie weisen, wie auch die serodiagnostischen Untersuchungen von K. Kohz
andeuten, auf die Thymelaeaceen hin, mit denen sie besonders im Blütenbau, vor allem aber im Bau des Achsen«
bechers und des Fruchtknotens weitgehend übereinstimmen. Unterschiede zeigen sich nur in der umgekehrten
Stellung der Samenanlagen (aufsteigend) und in der vollständigen Konstanz der polygamen Blüten. In vege»
tativ.anatomischer Hinsicht sind allerdings die Abweichungen grösser, da die Elaeagnaceen durch ihre ganze
Tracht, den Besitz der als Familiencharakter zu bewertenden Stern» und Schildhaare usw. den unverkennbaren
Stempel einer alten Steppenfamilie tragen. Es scheint daher berechtigt, sie als klimatisch umgeformte Abkömm«
linge alter Thymelaeaceen aufzufassen. Im Stammbaum (Bd. IV. 3, Fig. 1608) werden sie daher gemeinschaftlich
von den Rosales als Thymelaeaceen »Ast in der Nähe der Saxifragaceen seitlich abgezweigt. Fossil glaubt man
die Familie durch zu Elaeagnus zu stellende Steinkerne aus dem arktischen und europäischen Tertiär
nachgewiesen zu haben, während Hippöphae aus quaternären Ablagerungen bekannt geworden ist.
Hinsichtlich ihrer Anatomie sind die Elaeagnaceen r. ach Solereder durch das Fehlen des intraylären Weich»
bastes, den Besitz einfacher Gefässdurchbrechungen und getüpfelten Holzprosenchyms, oberflächlicher Kork»
entwicklung, Sklerenchymfasergruppen im Pericykel und im sekundären Bast und sowie Mangel eines besonderen
Spaltöffnungstypus (dem Ranunculustypus angehörig) zu kennzeichnen. Die weitere Angabe Solereders )
dass die Oxalsäure nur in Form von Kristallnädelchen ausgeschieden werde, hat sich nach den Unter»
suchungen von Servettaz nicht bestätigt. Die Verteilung der Geschlechter in den Blüten unter»