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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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727
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in Tirol bei Salier unweit Cles, Söll bei Tramin, um Trient, Riva, Rovereto, bei Arco, Vallunga, Brentegano,Sant Ilario ; in Steiermark nur vorübergehend, z. B. bei Graz, Gross=Sonntag, Petlau, Sauritsch; in Kärntennur verschleppti in Krain zerstreut und meist unbeständig, z.B. bei Laibach, am Veldeser See, um Naunitzund Planina, bei Zirknitz, Adelsberg, Wippach, Vreme, Prem, Osilnica, Weissenkirchen, St. Barthelmae, Gurk»feld, Grosslasdiitz. In der Schweiz nicht häufig und neuerdings stark zurückgehend, in den südlichenAlpentälern ganz fehlend, ebenso in der Nordschweiz, in den Kantonen Unterwaiden, Uri, Glarus, Appenzellund Graubünden (?).

Allgemeine Verbreitung: Gesamtes Mittelmeergebiet, in Europa ferner inMittel» und Nordfrankreich, Belgien, der Schweiz, Deutschland, Oesterreich und Osteuropa nördlichbis Mittelpolen und Mittelrussland; in Asien bis zum Altai und bis zum nordwestlichenOstindien.

Thymelaea Passerina gehört dem medxterran.ponti'schen Elemente an und tritt vielfach als spontaner

Apophyt auf, ist aber an den meisten Orten infolge der geänderten landwirtschaftlichen Bewirtschaftung im

Rückgang begriffen. Die Pflanze liebt den einjährigen Fruchtwechsel und gehört zu den Charakterarten der

Getreidefruchtfelder (namentlich der Haferfelder), in denen sie in Begleitung von Agrostemma Githago,

Centaurea Cyanus, Sonchus arvensis, Papaver Argemone, Lolium temu»

lentum, Ranunculus arvensis, Valeriana echinata und V. Auricula,

Neslea paniculata usw. zu erscheinen pflegt. Durch den zunehmenden / . _ \

Klee» und namentlich den Stoppelrübenbau ist sie gleich vielen anderen f g /A\ ^ \ C&fc

1-jährigen Arten dem Untergang geweiht. Zuweilen erscheint sie erst \ ^ -^3

nach der Ernte. Am Hohentwiel z. B. war sie früher viel verbreiteter \ pflfe.

als gegenwärtig. Auf Brachäckern in Mähren findet sie sich nach Laus y''/

zusammen mit Stachys annuus, Euphorbia falcata und E. exigua, Delphinium W(\ Jw

Consolida, Nigella arvensis, Campanula rapunculoides, Setaria glauca, äJXjäm q ~ \;W

Galeopsis angustifolia, Linaria spuria, Ajuga Chamaepitys, Diplotaxis ^

tenuifolia usw. Als natürliche Siedelungsorte können die trockenen, ^ "

sonnigen Hänge und Ebenen betrachtet werden, wie sie uns im Gebiete Fig. 2144. Thymelaea Passerina (L.)

der pannonischen Flora entgegentreten und auf denen der Therophyt Co ®f. on , et °® rmain - « 11 nd b Keim "

0 pilanzchen. c Samen, d Biulendiagramm.

z. B. in der Beifusstrift auf festerem Sand» oder auf schotterigem Boden

zusammen mit Artemista campestris und A. scoparia, Erysimum canescens, Linaria genistifolia, Chondrillajuncea, Crepis rhoeadifolia, Allium flavum, Papaver Argemone, Thymus Marschallianus, Filago montana,Scabiosa canescens, Hieracium setigerum usw. aufzutreten pflegt. Nach K e r n e r kann in den kleinen,honigduftenden Blüten zunächst keine Selbstbestäubung stattfinden, weil der klebrige Pollen nicht von selbstauf die Narbe zu fallen vermag, sondern durch Insekten übertragen werden muss. Erst gegen das Ende derBlütezeit werden durch das Zusammenziehen des Achsenbechers und der Kelchblätter die Staubbeutel gegendie Narbe gedrückt und dadurch Autogamie bewirkt. Bei ungünstiger Witterung öffnen sich die Blüten über»haupt nicht und es soll dann in ihnen eine hemikleistogame Befruchtung stattfinden. Thymelaea Passerinaist giftig; doch scheint über die in ihr vorkommenden Giftstoffe nichts bekannt zu sein.

90. Fam. Elaeagnäceae. Oelweidengewächse.

Meist vielverzweigte, sparrige, aufrechte Sträucher, seltener kleine Bäume mit dichter schild=oder sternhaariger, silber», graubraun» oder goldglänzender Bekleidung (Fig. 2146f, g). Laubblätterganzrandig, dünn oder dick lederartig, abwechselnd oder gegenständig. Nebenblätter fehlend.Blüten einzeln oder zu wenigen gebüschelt oder in kurzen Trauben in den Achseln der Laub»blätter oder Nebenblätter, zwitterig (Fig. 2176 c), seltener vielehig oder 1 »geschlechtig und dannmeist 2=häusig, strahlig, 2= bis 4», selten mehrzählig, perigyn, ohne Kronblätter. Achsenbecherbei den männlichen Blüten oft kaum vertieft oder nur undeutlich napfförmig, bei den weib»liehen und zwitterigen Blüten im unteren Teile häufig lang röhrig, den Fruchtknoten ganzoder nur im unteren Teile umschliessend, oberwärts eingeschnürt und dann der obereTeil zylindrisch oder trichterförmig erweitert, nach der Blütezeit als Ganzes erhaltenbleibend oder aber der obere Teil vertrocknend und meist abfallend, der untere fleischig oderseltener mehlig werdend oder die äusseren Schichten fleischig, die inneren verhärtend, seltener