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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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der Vegetationsverhältnisse Krains, 1901) Ruscus Hypoglossum, Potentilla Carniolica, Erica carnea undValeriana tripteris. Bei Römerbad liegen die Fundstellen oft in Buchenwäldern. Von Siebenbürgen und demTrojan.Balkan (Nord.Bulgarien) wird von ihrem Vorkommen neben dem Edelweiss berichtet. Auf dem Ciceljdurchbrechen die oft schon Ende März erscheinenden Blüten bisweilen kleinere, von den Sonnenstrahlen nichtgetroffene Schneeschichten und sind dann nur durch die gelben Staubblätter vom Schnee unterscheidbar(Delic, St.). Die winterharte, prächtige Pflanze wird gern in Gärten gepflanzt, wo sie den Boden rasenartigüberzieht. An der Nordseite des Lorenziberges leiden die Laubblätter unter einer bereits im April auf-tretenden, durch Phyllosticta Carniölica bedingten Fleckenkrankheit.

Bastarde scheinen in Mitteleuropa, ebenso wie im ganzen Verbreitungsgebiet der Gattung, sehrselten zu sein oder zu fehlen. Kreuzungen zwischen D. Cneorum und D. striata sollen nach v. Keisslertrotz mancher sich annähernden Formen nicht vorkommen. Farrer, R. (Gardeners Chronicle, Bd. 52,pag. 22/23) berichtet von einer zwischen D. striata und D. petraea gefundenen Zwisdienform, die er alsD. Thaüma bezeichnet.

CCCCLXXXII. Thymelaka 1 ) Endl. Vogelkopf.

Einjährige oder ausdauernde Kräuter, seltener vielverzweigte, sparrige Halbsträudieroder Sträucher mit abwechselnden, kleinen, schmalen Laubblättern. Blüten mit Hochblättern,einzeln oder gebüschelt in den Achseln der Laubblätter,sitzend, meist klein und unscheinbar, 2=geschlechtig odervielehig bis 2=häusig, 4=zählig, oft grün, seltener gelb,weiss oder rötlich. Achsenbecher kurz krug=, trichter» oderglockenförmig, mitunter (namentlich jener der männlichenBlüten) röhrig, nach der Blütezeit ausdauernd oder wenig*stens spät abfallend. Kelchblätter 4, ausgebreitet. Kron=blätter fehlend. Staubblätter 8, in zwei 4=zähligen, über»einander stehenden Kreisen, am Ausgang des Achsen»bechers eingefügt; Staubfäden sehr kurz, den Achsen»becher nicht oder kaum überragend; Staubbeutel klein,länglich, mit unbedeutendem Konnektiv. Kronblätterfehlend. Fruchtknoten 1 »fächerig, sehr kurz gestielt, mitkurzem, oft fast fehlendem Griffel und infolgedessen fastsitzender, meist kleiner, kopfiger Narbe. Frucht eineunregelmässig aufspringende, 1 »sämige Kapsel, meist vondem erhalten bleibenden Achsenbecher eingehüllt, mitdünnem Exokarp. Samen mit harter Schale und mitsehr spärlichem oder fehlendem Nährgewebe; Keimling mit dicken, fleischigen Keimblättern(Fig. 2143 c).

Die Gattung umfasst etwa 20 Arten, die sich auf folgende 3 Sektionen verteilen: Lygia (Fas.)Meisn. Einjährige Arten oder ausdauernde Kräuter mit dünnen Zweigen. Blüten sehr klein, unansehnlich,2»ges<hlechtig, vielehig oder 2»häusig. Achsenbecher kurz krugförmig, ausdauernd. Samen mit wenig Nähr«gewebe. Hierher gehört neben 2 anderen Arten die auch in Mitteleuropa auftretende T. Passerina (L.)Coss. et Germ. (vgl. pag. 726). Chlamydänthus (C. A. Meyer) Meisn. Diditbeblätterte Halbsträudieroder Sträucher mit ansehnlichen Blüten. Adisenbecher trichterförmig, seltener krugförmig, nach der Blütezeitausdauernd. Samen ohne Nährgewebe. Eine mit etwa 15 Arten für das Mittelmeergebiet sehr bezeichnendeSektion, zu der als spanischer Endemismus T. thesioides (Lam.) Endl., als den Pyrenäen eigen T. dio^ca All.,sowie die im ganzen nördlichen Mittelmeergebiet verbreitete T. Tartonrai'ra All. usw. gehören. Pipto»chlämys (C. A. Meyer) Meisn. Enthält nur 1 Arti T. hirsüta (L.) Endl. Dicht beblätterter, stark verzweigter

') Abgeleitet vom griech. '>i'uos [thymos] = Thymian und iXaict [elaia| = Oelbaum. Die ituuiXcri«[thymelaia] des Dioskurides ist wohl Daphne Gnidium, deren Früchte schon Hippokrates alsAbführmittel nennt.

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Fig. 2143. Passerina filiformis L. a Quer-schnitt durch das Laubblatt einer auf sonnigem,trockenem Boden gewachsenen Pflanze, b Quer-schnitt eines Laubblattes aus einer Feuchtkultur(nach W. Vischer).Thymelaea Passe-rina (L.) Coss. Keimpflänzchen.