dem nördlich von Laibach gelegenen Hirtenberge. 18751881 Paulin wiederum in Krain am Bergrücken Grmada,auch ihr Vorkommen in Bosnien und in der Herzegowina
konnte sie Pancic für Mazedonien nachweisen,1886 Seunik in Bosnien, worauf in rascher Folgefestgestellt wurde. In Siebenbürgen war die Artbereits 1780 von Lerchenfeld und 1815 einzweites Mal von Baumgarten aufgefunden,aber von beiden für D. alpina L. gehaltenworden. Schur erkannte die spezifische Ver»schiedenheit von der letztgenannten Art und be»sdirieb 1866 die siebenbürgensche Pflanze unterdem Namen Daphne Lerchenfeldiäna.1884 stellte L. Derganc, wie 1886 Simonkaibestätigte, die Uebereinstimmung von D. Lerchen«feldiana mit D. Blagayana fest. In Krain wurdedie Pflanze büschelweise von der ländlichen Be»völkerung zu Heilzwecken gesammelt und ge«wissenlose Pflanzensammler, Gärtner und Aus»flügler haben ihr stark nachgestellt. Da sichdadurch ihre Bestände in merklicher Weiselichteten, wies bereits Kern er auf die Gefahreiner gänzlichen Vernichtung hin und auch P a u 1 i nkonnte später den Rückgang nur bestätigen.Um das interessante tertiäre Relikt vor demgänzlichen Untergang zu schützen, wurde es 1898vom Krainer Landtag unter Schutz gestellt unddas Ausheben und Ausreissen mit der Wurzelverboten. In Bosnien werden die blühendenStengel ihres angenehm nelkenartigen Dufteswegen von den Kmeten (Bauern) ihren Agas alsLiebesgabe gebracht und auch in Krain von denMädchen und Frauen, namentlich am Palmsonntag,als beliebter Haarschmuck verwendet. Vereinzeltwird die Pflanze zu diesem Zwecke dort auchin Gärten gezogen. Einer bosnischen Sage zufolge verdankt die Pflanze ihre Entstehung einem frommen Einsiedler, namens Murad. Dieser sei einst aufdem Berge Cicelj bei Cajnica von einem grossen Waldbrand bedroht gewesen und nur mit Mühe durch einewunderbare Flucht gerettet worden.
Dabei seien ihm von der StirnSchweisstropfen zur Erde geperlt,aus denen zur Erinnerung die schönenBlumen emporgewachsen seien. —
Daphne Blagayana schliesst sich mitVorliebe trockenen, lichten Wäldernan, in Illyrien am häufigsten denSchwarzföhren.Beständen, in denenPinus silvestris, Picea excelsa, Abiesalba, Fagus silvatica, Quercus«Artenusw. eingesprengt sein können undderen Unterholz aus Juniperus com»munis, Rosa pendulina, Rhamnusalpina subsp. fallax, Spiraea ulmi»folia, Vaccinium Myrtillus usw. be»steht. Fast nie fehlt ihrer Begleitung
Erica carnea, in deren Zweiggewirr
sie bisweilen fast ganz verschwindet. Fig. 2142. Daphne Blagayana Freyer, kultiviert.
In» höheren Lagen findet sich die
Königsblume auch gern in lichteren Fichtenwäldern, zusammen mit Vaccinien, Arctostaphyllos uva ursi, Salix.Arten, Rhododendron myrtifolium u. a. m. Vom Krainer Hirtenberg nennt Paulin (Beiträge zur Kenntnis
Fig. 2141. Verbreitung von D. alpina L. (x) und D. BlagayanFreyer ( B ) in den Südostalpen und im Karst.
Orig. von Prof. A. Paulin-Laibach.