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gering. Die Verbreitung der Früchte erfolgt nach Badel durch die Ameisen, die ihnen ^
zu Beginn der Reife nachstellen. Die Keimung wird durch Frosteinwirkung gefördert - Nach Badel (^Briquet) wird den Früchten von Ameisen sehr nachgestellt, die sie bereits ei egm deinerseits
Nester schleppen. - Nach v. Keiss 1 er stellt D. Cneorum eipen sehr alten Typus dar,
D. striata, andererseits D. petraea und D. arbuscula abgespalten haben. Als eine g g vQn
Artbildung begriffene Form betrachtet dieser Autor die var. \ erloti, die gegenu ärtis-, no Nord«
D. Cneorum geschieden ist und regellos in deren Verbreitungsgebiet eingestreut ers ein . Siedelungs«
fuss der Alpen dürfte D. Cneorum gleichzeitig von Osten und von Westen her ge ang sein. Neben,
platze auf der Bayerischen Hochebene (vgl. Fig. 2136) weisen auf eine der Donau und ihren su öemiedenflüssen aufwärts folgende Einwanderung hin, doch ist bezeichnenderweise das Inn-Salzach- » d
worden (Fig. 2136), das auch sonst an thermophilen Arten sehr arm ist. Die Sie un 8 en ls der
zum Beuroner Donautale hingegen sollen nach Otto Nägeli (Die pflanzengeograp us en eZ1 j m
süddeutschen Flora, besonders ihrer Alpenpflanzen, zur Schweiz, 1920) Einstrahlungen von es en R . einerMoseltal bei Epinal fanden sich zusammen mit Loiseleuria procumbens und Elyna myuroi es eiszei 1 nach
Daphne.Art, die vielleicht zu D. Cneorum oder aber zu D. striata zu stellen sind. Ihrer s ön ,
Nelken duftenden Blüten wegen wird der Pflanze an vielen Orten rücksichtslos nachgestellt, sociamanchen Gegenden stark im Rüdegang begriffen ist, nur in den Waadtländer Alpen soll sie tre>zBoden gewinnen. Die Art ist vielerorts geschützt worden, so in Ober. 1 ) und Niederbayern, ürttem ervom Forstamt Tuttlingen), in der Pfalz, Baden (Donaueschingen), Wien (Verkaufsverbotl), in den anBasel-Stadt und Bern, sowie von der Gemeinde Langenbruck (Basel.Land). Im Jahre 1919 hat die SchweizensNaturschutz-Kommission bei Bärsdiwil im Berner Jura sogar ein Reservat für D. Cneorum geschaffen, na emschon Jahre vorher die Gemeinden Balstal und Oensingen im südlichen benachbarten Solothurner JuraAusreissen verboten hatten.
i960. Daphne striata 2 ) Trattinik (= D. Cneorum Wahlenbg. nec L.). Steinröschen, Berg-röslein, Gestreifter Seidelbast. Ital.: Giardellin, dafne striato. Fig. 2124, 2132 und 2157.
ZuSteinröserl (Ostalpen), Bergspika [Spike = Lavendel] (Tirol! Achental), Bergrosen (Lechtal)vgl. D. Cneorum pag. 7161
Niedriger, 10 bis 35 cm hoher, buschiger Strauch mit zunächst niederliegendem, dannlangsam bogig aufsteigendem bis aufrechtem Stämmchen. Aeste zahlreich, ± gabelig ver=zweigt, kurz, ± sparrig aufrecht, mit Blattnarben bedeckt, kahl, an den Spitzen rosettigbeblättert, mit brauner Rinde. Laubblätter verkehrt«eiförmig=spatelig, 1,6 bis 1,8 cm lang und0,3 bis 0,5 cm breit, an der Spitze abgerundet, mit aufgesetztem, scharfem, nidit oder kaumzurüdegekrümmtem Stachelspitzchen, sitzend, dünnlederig, kahl, frischgrün, biegsam. Bluten»stände endständig, sitzend, 8» bis 12=(15=)blütig, nach Flieder duftend, mit eiförmigen, zugespitzten,kahlen, trodeenhäutigen, 1 h der Achsenbecherlänge messenden Hochblättern. Blüten strahligbis zygomorph, hellrot, fein längsgestreift, 1,4 bis 1,7 cm lang, kahl oder sehr selten ganzschwach und spärlich behaart, kurz gestielt, mit trichterförmigem Achsenbecher und eiförmigen,3=mal kürzeren, zugespitzten Kelchblättern. Fruchtknoten kahl. Beere tief orange gelb,elliptisch, kahl. — V bis VII.
Gruppenweise bis bestandbildend auf steinigen, trockenen Böden in lichten, sonnigenNadelwäldern, Legföhrengebüschen, Zwergstrauchheiden, Trockenrasen und Weiden, auf Moränen,Schutt, an Felshängen, an den höchsten Fundorten nur noch im Schutze besonnter Felsen.
1) In München, wo sie in den letzten Jahren in grossen Mengen feilgeboten wird, besteht zwar einSammel. und Handelsverbots doch wird die Bestimmung bis in die allerneueste Zeit nur platonisch angewen et. nganz Oberbayern besteht der Schutz seit 1914. Auch in Lugano wird sie massenhaft auf den Markt gebra .
s ) Lat. stridtus = gestreift, da der Achsenbecher aussen eine für die Art charakteristis e trei unzeigt. — An D. striata soll sich die neuerdings in Setschuan (Zentralchina) aufgefundene D. graci is n zeanschliessen, ein zierlicher, bis 40 cm hoher Strauch mit 4. oder 5-zähligen, purpurroten Blüten, deren Staubblat .kreise tief im Achsenbecher eingefügt sind. Sollte sich diese Zuweisung bestätigen, so kann das Entwi ungs.gebiet der Subsektion Cneorum nicht, wie Nitsche annimmt, nur in Mitteleuropa und in den angrenzendenMittelmeerländern liegen.