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weilen unter dem Fruchtknoten mit einer grünen Narbenscheibe. Frucht länglich=eiförmig, obenstumpf, unten abgerundet, saftig, scharlachrot, unter dem Laubblattschopf ährig stehend. Samenfast kugelig, 5 bis 6 mm lang, braun (Taf. 187, Fig. 3d). — (I) II bis IV, in hohen Lagen bis VII.
Zerstreut und meist einzeln, seltener in Gruppen oder sogar Gebüsche bildend, auf tief»gründigen, etwas feuchten Böden in i schattigen Laub», selten Nadelwäldern, an Waldrändern, aufLichtungen, an Waldbächen, in Ufergebüschen, unter Hecken (besonders Haselnusshedcen), inSchluchten, auf Blockfeldern, in feuchteren Zwergstrauchheiden, Legföhren« und Alpenerlen»gebüschen, an Wasserzügen, im Schutze grosser Blöcke, bisweilen auch in Strauchgruppen aufWeiden und über der Baumgrenze auf Matten. Vorwiegend in der Berg» und Voralpenstufe, aberauch häufig im Hügelland und in der Ebene und nicht selten über die Baumgrenze steigend. Im
hercynischen Bergland bis über 800 m, im Jura bis1500 m, in Bayern in den Alpen bis 1880 m, inSalzburg und Steiermark bis 1900 m, im Tessin bis2350 m, in Tirol bis 2400 m, im Wallis bis 2580 m.Besonders auf Kalk, bisweilen auch auf Torfboden.
In Deutschland in den südlichen und mittlerenGebieten meist verbreitet, aber z. B. im Böhmisch«bayerischen Walde, im Fichtelgebirge, Frankenwald, imBayerischen Keupergebiet und in der Rheinpfalz zerstreut;in Norddeutschland mit einer von (Südlimburg)—Aachennach Köln — Osnabrück—Hannover — Wendland — unddem östlichen Schleswig--Hol stein ziehenden Nordwest,grenze endigend; im nordostdeutschen Flachland sehr zer.streut, stellenweise, wie z. B. in grossen Teilen der MarkBrandenburg fehlend, stellenweise auch nur gepflanzt, in Posenselten, z. B. bei Niedermühle, nach Nordosten in West,preussen und Ostpreussen an Häufigkeit wiederum zu.nehmend. — In Oesterreich und in der Schweiz meistverbreitet. Ausserdem häufig gepflanzt.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganzEuropa: von den Pyrenäen, Süditalien (Calabrien)und dem Balkan nordwärts bis Nordfrankreich,Südengland (wild?), Belgien (in den gebirgigenTeilen), bis zum Nordwestdeutschen Hügelland,Schleswig=Holstein (in Dänemark und auf Gotlandgepflanzt), Ost» und Nord»Norwegen (bis SaitenFig.2129. Daphne Mezereum L., weissbluhend. 570 15 ' n ö r dl. Breite: in West»Norwegen nur im
Phot. Otto Ziegler, Aadorf (Schweiz). .
Inneren der Fjorde), Norrland, Kemiland, Tuloma»land, Ponojland (bis 68° 18' nördl. Breite); Sibirien bis zum Altai, Kaukasus, Kleinasien.
Neben dem durch rosa Blüten und rote Früchte ausgezeichneten Typus (var. rubra Ait.) findet sichselten wild (z. B. bei Weinheim im Odenwald, bei der Ramsau unweit Leonstein und ziemlich häufig bei Dirnbach inOberösterreich, im Sitterwald bei St. Gallen, bei Aadorf in der Schweiz, ferner auf der Seiser Alp), aber häufigin Gärten gepflanzt eine weissblühende Form, die weisslichgelbe Früchte erzeugt (var. älba Ait., =D. albiflöraWolf, = var. älbida Meisn.) und bisweilen auch mit gefüllten Blüten gezogen wird. — var. grandiflöra Dipp.(= var. maxima et var. autumnälis hört.). Blüten grösser, lebhafter rot, früher, bisweilen schon im Herbst blühend.
Daphne Mezereum ist eine eurosibirische, mesophytische Waldpflanze, die für ihr Fortkommenfruchtbaren, etwas feuchteren und meist kalkhaltigen Untergrund erfordert, aber in Hinsicht auf die Pflanzen«gesellschaft weniger wählerisch ist und selbst ausserhalb einer Baum« und Strauchschicht gut gedeiht, soweit dasKlima nicht zu kontinental oder der Boden nicht zu trocken wird. Sie meidet daher dürre, humusarme Nadel«wälder, namentlich trockene Kiefernwälder, fehlt auch infolge ihres hohen Nährstoffbedürfnisses in dem sonst ozeani-schen nordwestdeutschen Heidegebiete und in grossen Teilen der Mark Brandenburg und vermag auch, z. T. sicheraus demselben Grunde andererseits dauernd nasse Böden (Sümpfe, Moorgebiete) nicht zu besiedeln. Am häufigsten