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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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(besonders im Alemannischen) sind Formen häufig, die auf die althochdeutschen Benennungen cilant, cigilindau. a. zurückgehen: Zylunder (Schmalkalden), Zwi linde, Zillingsbeer (Oberösterreich), Zeil and,Zill and (Steiermark), Zilinde,Zylander,Zilang,Siglanz (Baden), Zeilander, Gseilaz, Zeuritzla,Seutzla (Schwäbische Alb), Zilli», Zillebluest, Zieletebluest, Zeietli, Zilander (Schweiz^Zileholz (Ober« und Unterhallau [Kanton Schaffhausen]), Zileteblömli (Beringen bei Schaffhausen). Zudem ahd. cigelinta gehören wohl auch Ziaglasbeer (Niederösterreich), Ziegelbeere [mit Anlehnung andie ziegelroten Beeren?] (Riesengebirge), Siglanten (Hallstadt). Nur wenig volkstümlich ist der NameKellerhals; er soll sich ableiten aus dem mittelhochdeutschen queln, kein = quälen, martern undHals",weil die Beeren Kratzen im Hals verursachen. Nach den scharfschmeckenden Beeren heisst der Seidelbastnoch Päper[= Pfeffer]«b lo m e, »boom, «busk (niederdeutsch), Wilder spanischer Pfeffer,Pfefferstauden (Kärnten), Pfefferkörner (Niederrhein), Brennkernstaude (Böhmerwald), nach derfrühen Blütezeit Frieblout (Nahegebiet), Schnebbeblomen [zur Zeit des Schnepfenstriches blühend}(Nassau), Charfreitagsblume(Riesengebirge), Märznägelcher(Lothringen). Da die Pflanze auchzur Vertreibung von Ungeziefer Ver.

Wendung findet, nennt man sie Lüse»krud, «hälz (Gotha), Lausbleaml(Niederösterreich), auch zum Ver«treiben von Warzen und gegenZahnweh wird sie gebraucht, daherWarzebast, Zahnwehholz (St.

Gallen). Als Giftpflanze führt derSeidelbast Benennungen wie Elends«blum (Nahegebiet), Wolfboss(Steiermark),G i f t b ä u m 1 i (St.Gallen),

Giftberi (Graubünden), Hühner«tod (Böhmerwald), Sehl an genbeer(Kärnten), Rauschbeere (Böhmer«wald), nach einer entfernten Aehn«lichkeit mit anderen Pflanzen WilderH o 11 e r [Holler = Syringa] (Süd-böhmen), Buschweide (Nord«böhmen), Waldveigl (Salzburg),

Wil(d)e Neegelcher (Hunsrück).

Krallebömke (Niederrhein) be«zieht sich auf die korallenroten Früchte. Im romanischen Graubünden heisst der Strauch cameleia, dafne(Oberengadin), camölea und paiver mondän (Unterengadin).

30 bis 150 (250) cm hoher, sommergrüner, aufrechter oder aufsteigender Strauch mitrutenförmigen, zähen, etwas korkigen, nur an den Zweigspitzen beblätterten Aesten. JungeZweige gelblich» oder grünlichbraun, fein zottig bewimpert, mit bald aufreissender, weidier, dicker,2=jähriger, braungrauer Rinde. Knospen mit grünen, braunspitzigen Schuppenblättern ; die End=knospe grösser als die Seitenknospen. Laubblätter spiralig aufsteigend, verkehrt=eilänglich bisverkehrt=länglidi=lanzettlich, kurzgestielt, bis etwa 8 cm lang und 2 cm breit, weich, kahl oderam Rande flaumig bewimpert, oberseits freudiggrün, unterseits grau= bis bläulichgrün. Blütenstrahlig oder sehr sdiwach zygomorph, meist zu 3, seltener zu 2 oder einzeln oder zu 4 undme hr an den Zweigspitzen in den Achseln der abgefallenen, vorjährigen Laubblätter in Seiten»ständigen, ungestielten Büscheln, eine unterbrochene Aehre vortäuschend, vor (im Norden und ina 'pinen Lagen auch mit) den Laubblättern hervorbrechend (Taf. 187, Fig. 3), rosenrot, späterverbleichend, sehr selten rein weiss, 4 bis 10 mm lang, angenehm, aber betäubend duftend.Achsenbecher walzlich, gefurcht, aussen angedrückt seidenhaarig, so lang wie die eiförmigen,s, umpflich zugespitzten Kelchblätter-, die beiden äusseren der letzteren zuerst getrennt abfallend.Staubblätter sehr kurz gestielt. Fruchtknoten länglich=eiförmig, kahl, kurz gestielt, den Grund^ es Achsenbechers fast ganz einnehmend, mit einfacher, sehr schwach 2=lappiger Narbe, bis*

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