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perennis, Origanum vulgare, Sanicula Europaea, Primula acaulis, Asperula odorata, Solidago Virga aurea,Prenanthes purpurea usw.) schliesst sich die Art an die ökologische Gruppe der winter« und immergrünenGewächse wie Hedera Helix, Helleborus niger, Anemone hepatica, Vinca minor, Sanicula Europaea,Cyclamen Europaeum und (im Osten) Homogyne silvestris und Cardamine trifolia an. Gleich diesen Artenbesitzt sie durch ihre ausdauernden Laubblätter ein von der grossen Mehrheit der Buchenbegleiter abweichendesMerkmal, mit dessen Hilfe sie nach Gradmann bereits beim Eintreten der ersten günstigen Frühlingstagemit voller Kraft in den Vegetationszyklus einzutreten vermag und auch im Herbste die Zeit vom allgemeinenLaubfall bis zum wirklichen Eintritt des Winters, ja selbst mitten im Winter vorübergehende milde Periodennoch ausnützen kann. Diese Möglichkeit erscheint um so günstiger, als die starke Oberhaut, überhaupt derderbere Bau der Laubblätter für die Durchlüftung und Transpiration im Waldschatten nicht zweckmässiggenannt werden kann und die bifacial gebaute Spreite infolge der in 2 bis 3 Reihen angeordneten Palisaden.Zeilen, unter denen erst das lockere, dünnwandige Schwammparenchym folgt, einen xeromorphen Charakterzeigt. Die Spaltöffnungen hingegen liegen stets in der Höhe der Epidermiszellen; ihre Grösse schwanktzwischen 26 bis 31 : 28 bis 33 fi. In den südlichen Kalkalpen findet sich Daphne Laureola gern in reich«gemischten Mengwäldern, in denen Carpinus Betulus, Ostrya carpinifolia, Fagus silvatica, Quercus.Arten,Acer Pseudoplatanus, Tilia.Arten und Fraxinus Ornus die Oberschicht, Philadelphus coronarius, Evonymusverrucosa und E. latifolia, Staphylea pinnata usw. die Strauchschicht und Stauden wie Helleborus macranthaund H. viridis, Isopyrum thalictroides, Anemone trifolia, Epimedium alpinum, Euphorbia Carniolica, Omphalodesverna, Symphytum tuberosum, Pulmonaria Vallarsae, Lamium Orvala, Scrofularia vernalis, Spiraea ulmifolia,Hacquetia Epipactis und viele andere die Bodendedce bilden. In den Pinsapo.Wäldern der Sierra de lanieves in Südandalusien wächst sie nach F. W. N e g e r zusammen mit Taxus baccata, Geranium Robertianumund Pteridium aquilinum. Bisweilen wird der Strauch, wie bereits zur Zeit der Renaissance, in Gärten gepflanzt.Die Blüten sind infolge des langen Achsenbechers auf eine Bestäubung durch Falter angewiesen. Mifcgevillebeobachtete in Frankreich kleine fruchtbare und grosse unfruchtbare Blüten. — Daphne Laureola ist derursprünglichste Vertreter der nach ihr benannten Sektion. Weiter fortgeschritten sind die im Osten lebendenAngehörigen D. Pöntica L. und D. glomeräta L. Bei ersterer Art entwickelt sich alljährlich am Langtriebzunächst eine Gruppe von Hochblättern, aus deren Achseln die Blütenstände hervorgehen, ohne dass dasWachstum des Langtriebes zum Stillstand käme, sondern unmittelbar anschliessend zur Bildung von typischausgebildeten Laubblättern schreitet. Eine weitere Phase zur Trennung von Blüten» und Laubblattentfaltungwird von D. glomerata erreicht, bei welcher sich der Langtrieb erst nach der Blütezeit streckt und dann erstdie Laubblätter zur Ausbildung bringt. Man erhält dadurch, wie Nitsche ausführt, den Eindruck, als obganz ähnliche Verhältnisse vorlagen wie bei D. Blagayana, die Gilg irrtümlicher weise mit D. glomerata zueiner Gruppe vereinigt. Die letzte Stufe endlich, die der zeitlich vollständig durchgeführten Trennung derBlüten« und Laubblattentwicklung, findet sich in der Subsektion Mezereum, bei welcher die Blütenbildung derAusbildung der Laubblätter vollkommen vorauseilt. — Die Rinde enthält das giftige Daphnin und wird ingleicher Weise wie die Cörtex Mezdrei verwendet. Seit 1912 ist die Pflanze im Kanton Bern geschützt.
1957. Daphne Mezereum 1 ) L. (= Thymelaea Mezereum Scop.). Seidelbast. Kellerhals 8 ),Zilander. Franz.: Mezereon, bois joli, bois gentil, garou, garoutte, cancerille; engl.: Mezereon,spurge olive, d\varf=bay ; ital.: Fior di stecco, mezzereo, mezereo, miserello, camelea, dafnoide,alivello. Taf. 187, Fig. 3; Fig. 2128 bis Fig. 2150 und Fig. 2176.
Der Name Seidelbast (mittelhochdeutsch Zidelbast) wird gewöhnlich dahin gedeutet, dass die Blütenvon den Bienen (Zeidler = Bienenzüchter) aufgesucht werden. Eine Beziehung zu „Seide" (wegen des seiden»ähnlichen Bastes) erscheint, wenn auch der Name manchmal volksetymologisch daran angelehnt wird, wenigwahrscheinlich! Side 1 bast (Schweiz), Zi11elbast (Elsass), Sei(de)lbam (Oberösterreich). Im Oberdeutschen
1 ) Die Ableitung ist unsicher und steht vielleicht im Zusammenhang mit dem latinisierten arabischenmäzerium (pers. mazeriyn) = töten. Hingegen besteht keinerlei Verbindung zu dem ital. ammazzare. SimonJanuensis beschreibt den Strauch 1290 mit den Worten: Mezerion est lacticinium, habens folia similiafoliis oleae et ideo vocatur camelea, semen eius est cocognidium. Vorlinndische Namen sind ferner: Chamelaeasive Mezereon (B o c k), Chamelaea germanica (D o d o n a e u s), Daphnoides (F u c h s), Thymelaea oder Laureola(Cordus), Mezdreum germänicum (Lobelius), Chamaedäphne (Adamus), Laureola folio deciduo purpureo(Bauhin) usw.
2 ) Im mittelniederdeutschen Gothaer Arzneibuch aus der Mitte des XV. Jahrhunderts bezieht sich
dieser Name auf Daphne Mezereum und auf D. Laureola.