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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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(sehr selten), bis zu den österreichischen und italienischen Alpenländern, Ungarn, Rumänien,Serbien, Kroatien, Slavonien, Mazedonien, Sizilien, Korsika; Nordafrika, Azoren.

Wahrscheinlich als Mutation aufzufassen isti var. arbüscula Christ. Dicht kugelig gedrungenerStrauch mit zahlreichen, in 3 bis 4 Zweige zerteilten Aesten. Laubblätter zu IS bis 20 (nicht 10 bis 12) an denZweigspitzen, stark firnisglänzend, schwarzgrün. Blütentraube 6- bis 10-blütig (nicht 4. bis 5-blütig). Früchte5 bis 6 mm im Durchmesser, eiförmig.rundlich. Im Alpinum von Dr. H. Christ bei Liestal am Anfang diesesJahrhunderts entstanden und in Kultur erblich.

Daphne Laureola ist ein submediterranes Element mit ozeanischen Klimaansprüchen, das im Mittel-meergebiet von der Hügelstufe bis in die Alpen emporsteigt. Der thermophile Strauch findet sich dort vorwiegendim Laubwaldgürtel (Quercus sessiliflora» und Fagus silvatica.Wäldern), tritt aber auch im immergrünen Laub«wald (Quercetum Ilicis) bezw. über dem Laubwaldgürtel in den Nadelbeständen (in Spanien z. B. in denPinsapowäldern) auf und erscheint in der var. Cantäbrica Willk. als Bewohnerin von Geröllhalden in denPicos de Europa (Cantabrisches Hochgebirge), zusammen mit Carex humilis, Jasione Pyrenaica, Gentianaacaulis und G. verna, Alyssum montanum, Draba Dedeana, Ranunculus gramineus usw. Nördlich desmediterranen Florengebietes sind es meist weniger ausgeprägt erhöhte Temperaturansprüche, die den winter.grünen Strauch von weiten Gebieten ausschliessen, als vielmehr die Notwendigkeit eines ausgeglichenen Klimas,wie es z. B. noch Grossbritannien trotz seiner kühlen Sommer besitzt. Der Strauch findet sich dort wild«wachsend gleich einer Anzahl anderer Arten südlicher Abkunft, wie Ruscus aculeatus, Arbutus Unedo, EricaMediterranea, Tamus communis, Buxus sempervirens usw. Aus demselben klimatischen Grunde erscheintDaphne Laureola z. B. in der Schweiz ± reichlich in der Umgebung des Genfer, und Vierwaldstätter Sees,im Waadtländer- und Solothurner Jura, in der Albiskette bei Zürich und im äusseren Wallis bis Martigny,verschwindet aber stellenweise selbst schon im Buchengebiete, sobald das Klima eine etwas kontinentalere Färbungannimmt und fehlt vollständig in den kontinentalen Alpentalern (so im inneren Wallis und im ganzen KantonGraubünden). Allerdings genügen diese klimatischen Verhältnisse nicht allein, um das gegenwärtige Ver«breitungsgebiet in seinen Einzelheiten zu erklären, da Daphne Laureola z. B. an dem durch mildes Klima undthermophile Arten (ehedem auch Weinbau) ausgezeichneten Thuner See fehlt. Es dürfte vielmehr die Annahmeberechtigt sein, dass der Strauch zur Tertiärzeit inMitteleuropa weiter verbreitet war und erst durchdie eiszeitlichen Verhältnisse mancherorten zum Aus.sterben gebracht wurde, wie in den Jurarandkettengegen das schweizerische Mittelland, das von dilu«vialen Gletschern bedeckt war. Später mag hie undda eine Neueinwanderung erfolgt sein, wie neuer,dings im Neuenburger Jura, jedoch ist, wenigstensgegenwärtig, die Ausbreitungskraft des Strauches, wieallgemein die der ozeanischen Arten, sehr gering,wenn nicht sogar im Gegenteil ein Rückgang feststell,bar ist. Auch die Verbreitung am Nordfuss der Oester,reichischen Alpenländer weist zum grossen Teile Relikt,natur auf. Am häufigsten findet sich Daphne Laureolain Mitteleuropa in alten, lichteren, vorwiegend ausEichen oder Buchen bestehenden, wenig berührtenBergwäldern, in geringerem Masse dagegen in starkbewirtschafteten Forsten derselben Art oder in lockerenLaubgebüschen, da sie gegen Veränderungen ihrerstand.örtlichen Verhältnisse empfindlich ist und dadurch starkzurückgeht (hemerophobe Art). In Eichenmischwäldern sind als bezeichnendere Begleiter etwa zu nennen srunus Mahaleb, Cotoneaster tomentosa und C. vulgaris, Amelanchier ovalis, Sorbus Aria und S. Mougeotii,osa arvensis, Coronilla hmerus, Buxus sempervirens, Acer Opalus, Rhamnus alpina, Hedera Helix, Viburnum.antana, Melica ciliata, 1 lelleborus foetidus, Trifolium rubens, Euphorbia amygdaloides, Teucrium Scorodonia.isoih thermopliiler sind die mit der Pflanze vereinigten Arten in der Felsenheide am Gardasee, wo Hegii irer Umgebung feststellte: Melica ciliata, Carex Baldensis, Clematis recta, Helleborus niger, Quercus Ilexunc Qu. Cerris, Colutea arborescens, Astragalus glycyphyllos, Genista tinctoria, Coronilla Emerus, Dorycnium1 er R aC h Um ' 8 raveo ' ens > Dictamnus alba, Melittis Melissophyllum, Inula hirta, Leontodon incanus usw.

U cn ' Laubmischwäldern (im Buchenmischwald bei Morschach am Vierwaldstätter See nach Hegimit I.uzula nivea, Anemone Hepatica, Coronilla Emerus, Evonymus latifolia, llex Aquifolium, MercurialisHegi, Flora. V, 2. 248