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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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1956. Daphne Laureola L. Lorbeer = Seid elbast, Waldlorbeer. Franz.: Laurier des bois;engl.: Spurge laurel; ital.: Laureola, olivella, strizzabuco. Fig. 2126 und Fig. 2127.

40 bis 120 cm hoher, wintergrüner Strauch mit anfangs gelbgrüner, später hellgrauer Rindeund wenig verzweigten Aesten. Laubblätter keilig=verkehrt=lanzettlich, sehr kurz oder ungestielt,bis 12 cm lang und 3 cm breit, diddich=lederig, mattglänzend, kahl. Blüten (Fig. 2126 bund c) zu (3 bis) 5 (bis 7), auf kurzen Stielen, in blattachselständigen, ^ überhängenden,

6 bis 8 cm langen Trauben, an der Spitze zuerstaufblühend, die tiefstehenden bisweilen unfruchtbaroder verkümmert, mit langem, schmalem, kahlem,gelblichgrünem Achsenbecher und etwa 5=malkürzeren, eirunden, zugespitzten Kelchblättern.Staubfäden weiss; Staubbeutel orangegelb. Deck«blätter etwas häutig, abfallend. Fruchtknoten ver»kehrt=eiförmig, mit kurzem Griffel und kopfigerNarbe. Frucht eiförmig, etwas zugespitzt, anfangsgrün, später schwarz (Fig. 2126e). II bis IV.

Zerstreut in massig feuchten, meist steinigen,lichten Laubwäldern und Gebüschen. In der Hügel»und vorwiegend in der montanen Stufe: imSchweizer Jura bis etwa 1000 m, am Gardaseebis 1000 m, in den Sevennen bis 1600 m (inSpanien im Cantabrischen Hochgebirge in der var.Cantäbrica Willk. bis in die alpine Stufe). Vor»wiegend auf Kalk.

In Deutschland nur im Ansdiluss an dieSchweizerische Verbreitung: früher am Grenzadler Hornbei Basel, bei Kandern in den Schwarzwald vorbergen(1866 nur noch 3 selten blühende Sträucher) und selten imOberelsässisdien Jura (im Pfirter Ländle reichlich); fernerim Rheinland bei Brohl und Sinzigs im Dreitrögeltal beiHeidelberg von der Forstbehörde mit gutem Erfolg ange-pflanzt (Fr. Zimmermann); jedoch nicht auf der Alb

(Länge, Wartenberg). In Oesterreich in Oberöster.Fig. 2126. Daphne Laureola L. a Blühender Spross. . T , . . . ,, , v ,, ,

b Blüte, c Längsschnitt durch die Blüte, d Spross mit reich um Neustift bei Mölln, an der Kremsquelle, bei

Fruchten, e Frucht. Micheldorf, im Vorder» und Hinterstoder, um Spital am

Pyhrn s in Niederösterreich hie und da südlich der Donau 5in Steiermark bei Aussee, im Laussaial, bei St. Gallen, im Mühlbachgraben bei Rein unweit Graz, in derSchega.Schlucht am Wotsdi, bei Cilli, z. B. am Eingang in den Teufelsgraben, im Stadtwald, Sdiönbründl, amSrabotnik; in Krain zerstreut bei Laibadi und in Inner, und Unterkrain, z. B. am Krimberge, in der Peklo»sdiludit, am Trebovnik und Vinj vrh bei Franzdorf, um Idria (Strug) und Schwarzenberg, auf der Vremseica, amLaaser Schneeberge, auf den Morowitzer Bergen, bei Gottschee, am Vrsic bei Nova Sela um Nesseltal undim Hornwalde; ausserdem im Küstenlande; in Südtirol nur am Gardasee am Pönale, am Monte Baldo, beiSelva d'Avio, im Val d'Aviana und bei Daone. In der Schweiz im südlichen Tessin (ob Capolago bis1000 m) und strichweise im Jura reichlich (fehlt wahrscheinlich im Waadtländer und im Neuenburger Juragänzlich; bei Orbe kaum ursprünglich, bei La Lance, bei Concise und Bevaix am Neuenburgersee angepflanzt;für den Creux du Van sehr fraglich), im Solothurner», Basier, und Aargauer Ketten» und Tafeljura bis zurLägern (z. B. ob den Gipsgruben bei Ehrendingen), fehlt im Schaffhauser Jura. Im Molasseland selten (Albis),in den niederen Alpentälern zerstreut (reichlich einzig um den Vierwaldstättersee, fehlt im Berner Mittel« undOberland, im inneren Wallis, im Kanton St. Gallen und Graubünden).

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Westeuropa, von Portugal und Spaniennordwärts bis Schottland und ostwärts bis Belgien (selten), West» und Südwestdeutschland