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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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CCCCLXXXI. Daphne 1 ) L. Kellerhals, Seidelbast. Franz.: Daphne, morillon,

bois-gentil; engl.: Daphne; ital.: Dafne.

Sommer, oder immergrüne, »ufredlte oder ± zwergige (Fig. 2124),

Sträudier, seltener kleine Bäumchen mit abwechselnden oder selten gegenständ,gendunnhauUg ^abfallenden oder lederartigen, ausdauernden Laubblättern. Blüten in kopfchen, seltener m ku zeTrauben, meist in den Achseln abgefallener Laubblätter, oft in zusammengesetzten mpigenBlütenständen, bisweilen von Hochblättern umgeben, zwiiterig, 4-, seltener 5-zahlig (1 'R ';

Achsenbecher meist blumenblattartig gefärbt, zylindrisch, trichterförmig oder sehr oft am Orundeetwas erweitert, nad, der Blütezeit in der Regel abfallend oder als Ganzes ausdauernddie Frucht umhüllend,am Grunde unterhalbdes Fruchtknotens hau»fig mit sehr kleinen,seltener deutlich napf»förmigen (in der Arteines Ringes ausgebil»deten) Ausstülpungen.

Kelchblätter ausgebrei»tet. Kronblätter feh=lend. Staubblätter 8,in 2 Kreisen, am Ein»gang desAchsenbecher=

Schlundes oder tiefereingefügt (Fig. 2126 c),fast sitzend und denAchsenbecher nichtoder kaum überragend;

Staubbeutel mit un=deutlichem Konnektiv.

Fruchtknoten sitzend

oder fast sitzend, 1 »fächerig (Fig. 2176b); Griffel sehr kurz oder fehlend; Narbe gross, köpfchen=förmig. Frucht eine weichfleischige oder mitunter fast trockene Steinfrucht. Samen mit harterSamenschale und meist fehlendem oder nur ganz spärlich vorhandenem Nährgewebe; Keim»ling mit dickfleischigen, selten flachen Keimblättern.

Die Gattung umfasst etwa 50, fast ausschliesslich eurasiatisdie Arten, deren Hauptverbreitung inAsien liegt, während sie im Mittelmeergebiet bereits stark an Zahl abnehmen und mit nur wenigen Vertreternbis nach Nord* und Mitteleuropa ausstrahlen. Von den Mittelmeerarten treten D. Gnidium L., D. oleoidesSchreb. und D. Laureola L. audi auf nordafrikanischen Boden über. Die Nordgrenze der Gattung wirdvon D, Mez6reum L. in Ponojland bei 68° 18' nördl. Breite errreidit, die Südgrenze von D. cannäbinaWall, am Südhimalaya etwa am 25. Breitengrade. Westöstlich reicht Daphne von der Küste des AtlantisdienOzeans bis zu den Japanischen Inseln (D. Japönica hört. Lugd. und D. odoräta Thunb.). '-' nehäufigsten und auffälligsten Arten im Mittelmeergebiet ist D. Gnidium L. Franz.! Garou, saint=bois; ita.s

') Angeblich abzuleiten vom griech. qxdvouui [phainomai] = scheine, glänze, mit verstärkenderVorsilbe <fa [da]. The oph rast verstand, wie die Griechen noch gegenwärtig, unter [daphne] den

Lorbeerbaum (Laurus nobilis). Der Name findet sidi in der griechischen Mythologie zur Bezeichnung derTochter des Flussgottes Peneus, die in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde. Wegen der ent erntAehnlichkeit der Laubblätter und Früdite wurde der Name später auf die heutige Gattung Daphneübertragen.

Fig. 2124. Daphne striata Trattinik bei Arosa, 2000 in. Phot. Willy Keller, Zürich.