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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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n Köpfch en oder Aehren, bei Struthiola einzeln oder selten zu 2 in den Achseln der oberen Laubblatterstehend. Die Staubblätter stehen bei Gnidia in der doppelten Anzahl der Kelchblätter in 2 Kreisen, die»jenigen von Struthiola, in der Zahl den Kelchblättern gleich, in 1 Kreise. Vertreter beider Gattungenfinden sich als schön blühende und wohlduftende Warmhauspflanzen nicht selten in den Botanischen Gärten.Lokal technische Bedeutung besitzt die in Vorderindien und auf Ceylon lebende Gnidia erioc^phala (Wall.)Meisn. (= Lasiosiphon erioc6phalus Dcne., = L. speciösus Dcne.), deren Bast zur Papierbereitung benutztund auch sonst als Faser» und Gespinnstpflanze verwendet wird. Die Tribus der Dicranolöpidae besitztstets Kronblätter und Früchte mit hartem oder fleischigem Exokarp, die vom vollständig erhalten bleibendenoder allmählich ganz abfallenden, ungegliederten Achsenbecher eingehüllt werden. Zu ihr gehört z. B. die inHinterindien endemische Enkleia \ 1 a 1 acccnsis Griff., ein Kletterstrauch mit unterseits dicht braunbehaarten Laubblättern und kleinen, in traubig.rispigen Blütenständen zusammengestellten Blüten, ferner diem it 3 Arten im oberen Amazonasgebiet vertreteneGattung L o p h o s t ö m a Meisn., Bäume oder windendeSträucher mit ziemlich breiten, sehr dicht parallelnervigenLaubblattern und an den Zweigenden stehenden, zuRispen oder Trauben angeordneten Blüten. Die Blüten,stände sind bisweilen rankenartig umgebildet. Auch dieGattung Synaptol6pis Oliv, besitzt eine kletternde Die Tribus der Craterosiphon^ae entbehrtder Kronblätter und besitzt einen sehr verlängerten,ungegliederten Achsenbecher und in 1 Kreise stehendeStaubblätter in der doppelten Anzahl der Kronblätter.

Die Gruppe ist nur durch die monotypische GattungCraterosiphon bekannt, deren Vertreter, C. scän.d e n s Engl, et Gilg, ein Schlingstraudi mit streng gegen,ständigen, lockerstehenden, grossen, eiförmigen Laub,blättern und sehr langen, grünlichgelben Blüten ist.

Die wichtigste Tribus sind die der Daphnöae mitfehlenden Kronblättern, aber mit 4, den Eingang desAchsenbechers fast völlig verschliessenden Ausstülpungendes Achsenbediers und in 2 getrennten Kreisen ange»ordneten, in doppelter Anzahl der Kelchblätter vor.handenen Staubblättern. Hierzu gehören u.a.: L a g 611 aJuss. Bäume mit abwechselnden, breit.länglichen Laub,blättern und in Trauben oder Aehren stehenden Blütenmit glockenförmigem, ausdauerndem Achsenbecher. Vonder durch 3 Arten in Westindien vertretenen Gattungliefern L. Lintedria Lam., der Spitzenbaum (engl, iLacebark) von Jamaika und St. Domingo, sowie L.

f unif er a Mart. von Martinique und Guadeloupe einen F - r . tu .

<irhirhfpnv^oi=o x KI ao U r> . Fjg- 2123. Gnidia carinata Tbunb., kultiviert,

schichtenweise ablösbaren Bast von reinweissem, spitzen. Phot. f H. Dopier, München.

artigem Aussehen, der zu Frauenhüten, Krägen und ver.

sdiiedenen Luxusgegenständen \ erarbeitet wird, daneben auch zur Herstellung von Peitschen (in Brasilien) und Papierlen '' ' e erst S enannte Art wird in Indien (Nepal) kultiviert. Wikstrcemia Endl., mit etwa 20 Arten im indo.ma ayisdien, australischen, polynesischen und chinesischen Florengebiete. Bäume oder Sträucher mit meist gegen,ständigen Laubblättern und meist zwitterigen, stets am Ende der Zweige in ± dicht gedrängten Trauben oderAehren angeordneten Blüten. Wichtig ist die in Vorder, und Hinter.Indien, China und Japan heimische, auch imwärmeren Amerika gepflanzte W.canöscens (Wall.) Meisn., die einen sehr leichten und widerstandsfähigen, zurHerstellung von feinen I apieren (Usego-Papier) sehr geeigneten Bast besitzt. Andere, ebenfalls technisch verwert»aren Bast liefernde Arten sind z.B. W. Sikokiänum Fr. et Sav. und W. Indica C. A. Mey., erstere inJapan, letztere in Indien heimisch. Linodindron L a g £ 11 a Griseb., von voriger Gattung durch endständigeBlütenköpfe unterschieden, auf Cuba heimisch, zeichnet sich ebenfalls durch einen Lagetta.artigen Bast aus,Edgewörthia Meisn. In die nähere Verwandtschaft von Daphne L. (vgl. pag. 697) gehörig, aber durchden \ erlängerten Griffel und zylindrische, dicht papillöse Narbe unterschieden. Die Gattung besiedelt mitE. Gardneri (Wall.) Meisn. den Himalaya von Sikkim bis Nepal und mit E. papyrifera Zucc. (= Däphnepap^räcea Sieb., Edgewörthia chrysäntha Ldl.) Japan (kultiviert auch als Ziergehölz in China sowie in England),ei e Arten (in Japanmitsumata" geheissen) sind Sträucher mit dünnhäutigen, abwechselnd stehenden