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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fruchtblättern gebildet, in jedem Fach mit 1 aus der Nähe der Fruchtknotenspitze herab»hängenden, umgewendeten Samenanlage; Griffel mit kopfiger, keulenförmiger, punktförmiger°der langzylindrischer Narbe. Frucht eine fachspaltig aufspringende, 2= bis 3» oder 4= bis5= oder 10» bis 12=fächerige, bisweilen lederige Kapsel, eine Steinfrucht oder ein Nüsschen,häufig von Teilen des Achsenbechers oder von dem ganzen Achsenbecher umschlossen. Samenmit harter oder dünnhäutiger Schale, i reichlichem bis ganz fehlendem Nährgewebe undgeradem Keimling; letzterer mit fleischigen, dicken Keimblättern.

Die Familie umfasst etwa 49 Gattungen mit rund 550 Arten, die mit Ausnahme der Polargebieteauf der ganzen Erde verbreitet sind, sich allerdings vorwiegend in den subtropischen und wärmeren gemässigtenZonen (besonders der Alten Welt) vorfinden. Im Mittelmeergebiete und in den asiatischen Steppen, sowie imsüdlichen Afrika vom Kap bis Natal und in Australien zählen sie zu den hervorragenden Florenelementen.Der nördlichen gemässigten Zone gehören hauptsächlich die artenreichen Gattungen Thymelaea Endl. (mitetwa 20 Arten) und Däphne L. (mit über 40 Arten) an. Südafrika beherbergt eine grosse Artenzahl ausden Gattungen Gni'dia L., Struth l'ola L. (endemisch), Lachnaea L. (endemisch), sowie die GattungenPasserina L. und Däis L. usw. Im australischen Florenbezirk ist besonders Pimdlea Banks et Soland.(mit etwa 70 bis 80 endemischen Arten) reich vertreten. Die übrigen Gattungen sind meist artenarm undleben fast ausschliesslich in den Tropen. Die nördliche Verbreitungsgrenze des Familiengebietes wird vonden Gattungen Dirca L. in Kanada und Daphne in Norwegen, die südliche von der Gattung Drap6tesBanks erreicht. Viele Thymelaeaceen sind Steppengewächse, vorwiegend Steppensträucher, die durch dicke,hartholzige, in der Erde verborgene Rhizome gegen die häufigen Steppenbrände erfolgreich geschützt sindund nach solchen Bränden einen reichen Nachwuchs kurzer, steil aufgerichteter und durch einen dichten,buntfarbigen Blütenkopf abgeschlossener Rutentriebe entwickeln. Die tropischen Arten stellen in der Regelkleinere (ausnahmsweise hohe) Bäume oder mannigfaltig ausgebildete Sträucher (z. T. Spreizklimmer undRankenkletterer, zum geringen Teile auch Lianen) dar. Häufig sind sie ausgesprochene Bewohner feuchterUrwälder und besitzen bisweilen Laubblatter mit Traufeispitzen. Stauden und l.jährige Arten sind inder Familie selten. \on letzteren sind einige wenige (z. B. Thymelaea Passen'na) zu Kultur,begleitern geworden. Von monotypischen Gattungen lebt Gyrinöpsis Dcne. auf den Philippinen, Macgregonanthus Merril. ebendort auf Luzon, Enkleia Griff, in Hinterindien, Rhamnoneüron Gilgin Tonktn, Eng1erodäphne Gilg auf der Massaihochebene, Cr at er osiph o n Engl, et Gilg in Kamerun,Chymocöcca Meisn. am Kap, G o o d äl 1 i a Leandr. in Britisch.Guayana, Hyptiodäphne Urb. auf Haiti.Die moosartige, an der Magalhäesstrasse, auf Neuseeland, Tasmanien, im südwestlichen Australien, auf Neuguineaund Borneo auftretende Gattung Drap6tes Banks kann als Zeichen einer grösstenteils versunkenen antark.tischen Landmasse gelten. Die 2 Arten umfassende Gattung Stephanoddphne Baill. tritt mit der einen Artauf den Komoren, mit der anderen auf Madagaskar auf. Aus diesen angedeuteten Verbreitungsverhaltnissen,sowie aus der bedeutenden Zahl artenarmer Gattungen ergibt sich mit Sicherheit das hohe Alter der Familie,deren Lebensfähigkeit in den Tropen bereits in der Abnahme begriffen ist, während die Fortentwicklung inden Steppengebieten teilweise noch in regem Gange ist. Fossile Reste der Familie sind bisher nur an wenigenrten festgestellt worden, reichen aber nicht über das Tertiär zurüdc. Zu Däphne und PimeUa werdenn ' E ^~ au kbl a ttabdrücke aus dem europäischen Tertiär, zu letzterer Gattung auch eine Blüte ausenin^en ( a denl gestellt, sind aber, wie auch ein in Bernstein eingeschlossener, als Eudaphniphy 11 umonw. ezei neter Laubblattrest, in ihrer Zuweisung unsicher. Aus dem niederrheinischen Miozän liegenKapselfruchte von Aquiläria Lam. vor. Anatomisch zeichnen sich die Thymelaeaceen nach Solereder undi 1 g durch einen sehr einheitlichen Aulbau des Stengels aus, wenngleich der Besitz bikollateraler Leitbündel keindurchgreifendes Merkmal darstellt und bisweilen durch den kollateralen Bau ersetzt ist. Manche Vertreter derUnterfamilie der Thymelaeoi'deae, sowie die ganze Unterfamilie der Aquilarioideae besitzen imHolzkörper auch noch Leptom-Gruppen. Hingegen weist die Familie als Eigenart einen durch zahlreiche Bast,asern ausgezeichneten, seidenartig weissglänzenden Rindenbast auf, dem lokal technische Bedeutung zukommt.

eiterhin finden sich sehr einheitlich: oberflächliche Korkentwicklung, einfache Gefässdurchbrechungen, hof»getüpfeltes Holzprosenchym, i schmale Markstrahlen im Holz, Mangel an Aussen, und Innendrüsen und' langel eines besonderen Spaltöffnungstypus. Der oxalsaure Kalk wird in mannigfaltigen Kristallformena geschieden. Die Spaltöffnungen entbehren der Nebenzellen und liegen meist auf gleicher Ebene wie die)berhaut; selten überragen sie die Epidermis oder sind i tief eingesenkt. Bei einigen Gattungen, z.B. beiaphne, erhebt sich das benachbarte Gewebe ringwallarlig über die Spaltöffnungen, so dass die Laubblätterwie weiss punktiert erscheinen und bisweilen als drüsig angesprochen worden sind. Die Innenmembranen derpi ermiszellen verschleimen häufig. Weiteres vgl. auch Supprian, K. Beiträge zur Kenntnis der Thyme.aeaceae und Pennaeaceae in Engler's Botan. Jahrbücher. Bd. 18, 1894.