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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Penaeäceae mit 5 Gattungen und etwa 22 Arten im südwestlichen Kapland, von denen Sarcocöllaformösa (Thunb.) Kth. als Seltenheit in Gewächshäusern angetroffen wird, und die Oliniäceae mit 4 Artenin Kapland und in den Gebirgswäldern des tropischen Afrikas bis Abessinien. Wichtiger sind die beiden auchin Mitteleuropa vertretenen Familien der Thymelaeäceae (pag. 692) und Elaeagnäceae (pag. 717).

2. Unterreihe. Myrtineae. Blüten mit röhriger Achse und mit 2 bis vielen, zu einem selten freien,meist mit der Achse zusammenhängenden Fruchtknoten vereinigten Karpellen. Holzpflanzen oder Kräutermit spiraligen oder häufiger mit gegenständigen Laubblättern. Hieher die Lythräceae (pag. 741), Sonner.atiäceae (mit 4 Gattungen und etwa 13 baumartigen, tropisch=asiatischen Arten, von denen einzelne dieMeeresküsten [Mangrove] des Indisch=malayischen Gebietes bewohnen), Punicäceae (pag. 761), Lecythid«äceae (pag.766), Rhizophoräceae (pag. 768), Combretaceae, Myrtäceae, Mel as t om a t ä c e a e,Oenotheräceae (oder Onagrdceae), Hydrocaryaceae (mit der Gattung Träpa) und Halorrhagid»äceae. Die früher öfters bei den Cornaceae untergebrachte Familie der Nyssaceae (pag. 769) wirdneuerdings (mit den Alangioideae bezw. Alangiäceae) wieder zu den Myrtineae gezogen.

3. Unterreihe. Hippuridineae. Blüten epigyn, mit nur einem Staubblatt. Frucht aus einemeinzigen Fruchtblatt mit nur einer Samenanlage bestehend. Hieher einzig die monotypische Familie derHippurid äceae.

4. Unterreihe. Cynomoriineae. Blüten gleichfalls epigyn, mit nur 1 Staubblatt. Auch dieseUnterreihe besteht nur aus einer Familie (Cynomoriäceae) und einer einzigen, allerdings sehr eigenartigenArt Cynomörium cocclneum L., Hundskolben, Hundsrute oder Maltheserschwamm. Es ist dieseine chlorophyllose, fleischige, rotbraune Schmarotzerpflanze mit kurzem, zylindrischem, stärkehaltigem Wurzel-stock, der in einen oberirdischen, dicken, unverzweigten, mit Schuppenblättern besetzten Stengel und in einenendständigen, keulenförmigen, scharlachroten Blütenkolben mit zahlreichen zwitterigen und eingeschlechtigenBlüten übergeht. Die Art wurde früher wegen der ähnlichen Tracht zu den Balanophoraceae gestellt, vondenen sie sich aber vor allem durch den unterständigen Fruchtknoten, dann durch die eigenartigen, mit einemeinzigen, sehr dicken Integument umgebenen Samenanlagen, sowie durch den Rhizombau unterscheidet. Siefindet sich im Mittelmeergebiet sowie in Vorder» und Zentralasien (besonders auf Salzboden) als Wurzel.Schmarotzer verschiedener Pflanzen (u. a. auf Myrtus communis und Pistacia Lentiscus). Wegen des in der Pflanzevorhandenen violettroten, zusammenziehenden Saftes wurde die Art ehedem infolge der Aehnlichkeit miteinem Hutpilz als Malteserschwamm (Füngus Melit£nsis s. Herba Cynomöri) als blutstillendes Mittel angewendet.

89. Fam. Thymelaeäceae 1 ). Seidelbastgewächse.

Meist Bäume oder Sträucher, selten mehrjährige Stauden oder 1 »jährige Kräuter mitstets sehr stark ausgebildetem, seidenartige weissem, zähem Rindenbast und meist markständigemSiebgewebe, seltener ausserdem mit Weichbastgruppen innerhalb des Holzes. Laubblätter inx der Regel abwechselnd, selten gegenständig, meist schmal, bisweilen lineal» bis nadeiförmig,ganzrandig, meist kahl. Nebenblätter fehlend. Blüten in Trauben, Aehren, Köpfchen oderDolden, selten einzeln, end= oder blattachselständig, meist mit Hochblättern, zwitterig oderseltener vielehig, 1 « oder 2=häusig, oft di- oder trimorph, strahlig oder sehr selten schwachzygomorph, mit nur angedeutetem oder napf 3 , krug=, glocken», becherförmigem oder + langzylindrischem, bisweilen über dem Fruchtknoten eingeschnürtem oder oben erweitertem,abfallendem oder im unteren Teile erhalten bleibendem Achsenbecher. Kelchblätter 4 bis 6,frei, meist ± schwach dachig, gleich oder selten ungleich lang, blumenblattartig gefärbt, amGrunde in den Achsenbecher übergehend. Kronblätter ganz fehlend oder zu 4 bis 6 inverschiedener Weise ausgebildet, bisweilen stark zurückgebildet, häufig nur in Form vonSchüppchen, Lappen oder Höckern, frei oder am Grunde zu einem Ring oder Wulst ver=wachsen, ungeteilt oder seltener bis zum Grunde 2= bis 3=spaltig. Staubblätter meist 4 bis 5,selten 8 bis 10 oder viele, meist in 2, seltener nur in 1 Kreise angeordnet, ± tief in derRöhre des Achsenbechers eingefügt, mit kurzen bis langen Staubfäden und fest oder lose aufdem Rücken befestigten, längs aufspringenden Staubbeuteln oder einer der Kreise staminodial.Fruchtknoten meist aus 4 bis 5, selten nur aus 1 oder 2 bis 3 miteinander fest verwachsenen

1 Unter Benützung eines Manuskriptes von Dr. Ernst Furrer in ZürichAffoltern.