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Cereus.artigen Wolfsmilch macht, ist im nordwestlichen Argentinien (besonders in den Staaten Salta, Tukumanun d Catamarca) beheimatet. Die Gattung Hariöta DC. ( == Hatiöra Britton et Rose) mit 3 Arten zeigtreichlich quirlig.verzweigte, aufrecht wachsende Sprossachsen mit keulenförmigen oder eingeschnürten, obengestutzten oder gerundeten Gliedern und mit gelben, aufrechten, röhrenlosen, endständigen Blüten. H. sali«corniofdes DC. aus Südbrasilien ist ein interessanter und dankbarer Winterblüher der Gewächshäuser.Die reichhaltigste und vielgestaltigste, vom allgemeinen Kakteen«Typus am meisten abweichende GattungRhipsalis 1 ) (incl. Lepismium, Erythrorhipsalis und Pseudorhipsalis), Ruten« oder Geisseikaktus, zählt rund60 Arten, meistens ästige, gliederig-eingeschnürte, hängende Epiphyten mit drehrunden, kantigen oder blattförmig«flachen Sprossachsen (Fig. 2122). Aus den kleinen, kahlen oder filzigen Areolen treten zuweilen kleine Börstchenoder Stacheln hervor. Die radförmigen, zuweilen sehr kleinen, gewöhnlich weisslidien Blüten sind Seiten«ständig, die weissen oder roten Beeren sind glatt oder mit winzigen Schüppchen besetzt, frei oder eingesenkt,zuweilen von den verwelkten Petalen gekrönt. Das eigentliche Verbreitungszentrum der Gattung ist Südamerikaund zwar sind es die Staaten Rio de Janeiro, San Paulo und Minas Geraes. In der Nähe von Rio de Janeirosammelte Dr. Rose (1915) in einem kleinen Gebiet 15 ver«schiedene Arten. Rh. Cassytha Gaertner, mit grosser Ver«breitung von Florida bis Peru, Rh. mesembrianthemoidesHaw., Rh. capilliförme Weber, Rh. virgata Weber, Rh. t<5res(Velloza) Steudel, Rh. cribräta (Lern.) Rümpler, Rh. lumbri«coides Lern., Rh. floccösa Salm.Dyck, Rh. dissimilis Schum., Rh.grandiflöra Haw. u. a. zeigen meist dünne, stielrunde, höchstensin der Jugend kantige (cereiforme) Glieder, Rh. trigöna Pfeiffer,
Rh. paradöxa Salm.Dydc (Fig. 2122 b), Rh. pentäptera Pfeiffer kurze,kantige oder gerippte Glieder, und Rh. gonocärpa Weber, Rh.coriäcea Polak., Rh. Houlletiäna Lern., Rh. platycärpa (Zucc.) Pfeiffer,
Rh. elliptica Lindb., Rh.crispäta (Haw.) Pfeiffer, Rh. rhömbea (Salm.
Dydc) Pfeiffer, Rh. pachypera Pfeiffer usw., blattartig verbreitertebis geflügelte, am Rande ± gekerbte (an Phyllocactus erinnernd 1)
Sprossachsen.
Zu der nächsten Reihe der Myrtäles oder Myrtiflöraegehören vorherrschend Holzpflanzen von verschiedener Tracht undoft mit bikollateralen Leitbündeln. Die Nebenblätter fehlen häufig.
Die Blüten sind meist strahlig, selten zweiseitig symmetrisch,gewöhnlich 4«gliederig, epigyn oder zt perigyn, zwitterig (nur ver»hältnismässig selten durch Rückbildung eingeschlechtig), mitdoppelter, nur zuweilen durch Apopetalie einfacher Blütenhülle.
Blütenachse -± konkav, in der Regel ausgehöhlt, oft röhrenförmigverlängert, fast stets mit dem Fruchtknoten verwachsen. Staub,blätter in gleicher Zahl wie die Kronblätter oder doppelt soviele oder zahlreich. Fruchtblätter in gleicher Zahl wie die Krön«blätter oder weniger (bis 1), fest verwachsen, fast stets mit nur
1 verwachsenem Griffel, seltener die Fruchtblätter frei im Grundeder Blütenachse. Früchte sehr verschiedenartig s Kapseln, l.samigeSchliessfrüchte, Deckelkapseln, beeren« oder steinfruchtartige Schein«früchte. — Die Reihe dürfte verwandtschaftlich mit den Rosales innaher Beziehung stehen (vgl. Bd. IV, 1, Fig. 1608). Beide Reihensind einander morphologisch sehr ähnlich; gemeinsam sind dieperigynen Blüten und die Synkarpie. Doch zeigen die Myrtalesausser den vorherrschend 4»zähligen Blüten und dem konstanten Vorkommen eines einzigen Griffels durch dieimmer mehr ausgesprochene Versenkung des Fruchtknotens in die Blütenachse einen bedeutenden Fortschrittin der Entwicklung.
Die Reihe lässt sich wie folgt gliedern:
1. Unterreihe Thymelaeineae. Blüten mit schüsselartiger oder röhrenförmiger Achse und mit
2 bis 4, zu einem freien Fruchtknoten vereinigten Karpellen. Meist Holzpflanzen mit ungeteilten Laubblättern.Hieher gehören zunächst die 3 kleinen, rein afrikanischen Familien mit meist strauchigen Vertretern, dieGeissolomatäceae (einzig Geissolöma marginätum [L.] Kth. im südwestlichen Kapland), der
*) Griech. oiip [rhips] = Flechtwerk, Binse, Rute; wegen der Sprossform einiger Arten.
Fig. 2122. a Rhipsalis megalantha Loefgren.Sprossstück mit Beeren. — b Rhipsalis paradoxaSalm-Dyck. Blühende Pflanze. — c Rhipsalispachyptera Pleilfer. Blühende Pflanze.