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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Schlumberg6ra (Bpiphyllum) Gaertneri (Regel) Britton et Rose und Sdi. Russelidna (Gardner) Britton

et Rose, beide aus Brasilien stammend, besitzen radiäre, Scharlach» oder purpurrote Blüten und nähern sidi

dadurch der Gattung Phyllocactus; immerhin besitzen die Pflanzen nodi die gabelige Verzweigung von Epi»

phyllum. Bei den Arten der Gattung Epiphyllänthus (E. obovätus

[Engelm.], E. microsphaericus [Sdium.] und E. Candidus [Löfgren.]) sind

die Areolen über die ganze Oberfläche der Glieder verteilt und

erinnern dadurch stark an die Opuntien wie die sehr nahestehenden

Gattungen Discocäctus, Chiapäsia, Eccremocdctus, Nopalxöchia und

Wittia. Zu der Gattung Phyllocactus 1 ) gehören meist statt»

liehe, ausgebreitet«ästige, unregelmässig (nicht dichotom) verzweigte,

unterwärts zuweilen verholzte Formen mit blattartigen, flachen

(Mittelnerv deutlich), schwach kerbig buditigen, ± geflügelten Gliedern

und fast regelmässigen, ansehnlichen, roten oder weissen, meist sehr

langröhrigen und wohlriechenden Blüten und zahlreichen, ^ nach

abwärts gerichteten Staubblättern. Einige Arten sind als anspruchslose,

willig und reichlich blühende Zimmerpflanzen, die gewöhnlich alsBlatt«

oder Flügelkaktus" bezeichnet werden und im Sommer ins Freie gebracht

werden können, verbreitet. Die bekannteste Art ist der rotblühende

Phyllocdctus (= Nopalxöchia) phyllanthoides Link aus Mexiko,

die bereits 1651 von Hernändez und 1691 von Plukenet abge»

bildet wird. Er bildet mit Cereus=Arten eine grosse Zahl von färben.

prächtigen Bastarden, wohin auch Ph. Ackermänni Haw. gehört.

Charles Simon in Paris veröffentlichte bereits 1897 eine Liste von 370

verschiedenen Sorten. Phyllocdctus crendtus Lern, aus Honduras

und Guatemala hat gelblichweisse, angenehm duftende, etwa 13 cm

breite Blüten und ist wie Ph. grdndis Lern. (= Ph. oxypdtalus Link)

aus Mexiko ein Nachtblüher. Die beiden Vertreter der Gattung Disco»

cäctus aus Zentralamerika, D. biförmis Lindley und D. Eichldmii

(Weingart) Britton et Rose, haben die Tracht von Phyllocactus, be«

sitzen aber kleinere, glockenförmige Blüten mit wenigen Staubblättern.

Die Vertreter der Rhipsaliddnae sind gleichfalls Epi«

phyten, die gelegentlich auch auf Felsen vorkommen, mit hängenden,

wirtelig»verzweigten, verlängerten, vielgliederigen, schlanken, oft dünnen,

nur bindfadenartigen, drehrunden, gerippten, 3»kantigen, geflügelt oder

blattartig verbreiterten und am Rande gekerbten, meist kahlen und

unbewehrten Sprossachsen (Fig. 2122). Einzig die Gattungen Pfeiffera

und Acanthorhipsalis besitzen auf den Sprossen und Früchten mit

Stacheln, Borsten und Wolle versehene Areolen. Ausserdem zeigen ein»

zelne Arten in der Jugend (Fig. 2121 d und e), zuweilen auch noch später

sog.cereiforme" Glieder. Die Blüten sind ziemlich klein, radförmig,

ganz oder fast ohne Röhre. Der kahle oder beschuppte Fruchtknoten

Fig .2i2i. a Phyllocactus phyllanthoides - st Qft ers ; n jje fleischige Sprossachse i tief eingesenkt. Die wenig»

Link. Blühender Spross. b Flachspross mit '... . ,

aufgesetztem cerei'formem Riickschlagsspross. sämigen, kleinen, kugeligen, saftigen bis schleimigen Beeren sind weiss

c Keimpflanze von Phyllocactus oxype- oder rot. Die Samen sitzen auf kurzen Samenträgern. Die Keimlinge

rad^xa' "salm-D^ck^nfi^ ^RUcllVchfagssproL" besitzen blattartige Keimblätter. Während weitaus die Mehrzahl in

eKeimpflanze einer Rhipsalis-Art. /Staats- Amerika (zum grössten Teil in Zentral« und Südamerika) beheimatet

Wappen von Mexiko ^(Jig. b bis e nach kommen ein ;g c we nige Arten der Gattung Rhipsalis (R. Cassytha

Gaertner, R. Lindbergidna Schum., R. fasciculdta Haw.) auch imtropischen Afrika, auf Madagaskar, den Comoren, Mascarenen und sogar auf Ceylon vor.

Die Gattung Pfeiffera 2 ) mit nur 1 Art Pf. i a n t h o t h 6, le (Monville) Weber (= Pf. cereiförmisSalm.Dyck) zeigt einen 3» bis 7«kantigen, etwa 1 cm dicken, blassgrünen, verästelten Stamm ; aus den stacheligenund weissfilzigen Areolen entspringen einzelne rötlichweisse, kurzröhrige Blüten und später rote, 12 bis 16 mmbreite, wollig.borstige Beeren. Die Pflanze, die in der Tracht ganz den Eindruck eines Cereus oder einer

') Griech. (pvtlov [phyllon] = Blatt j die Sprossachsen sind blattartig.

2 ) Benannt nach dem Arzt und Kakteenkenner Dr. Ludwig Pfeiffer, geb. am 4. Juli 1805 in Kassel,gest. 1877-, er besuchte in den Jahren 1838/39 Cuba.