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Williämsii (Lern.) Coulter, Copiapöa mit 6 Arten aus der Küstengegend von Nordchile, Neoport^riamit 7 Arten in Chile und Bolivien, Strombocäctus mit St. disciförmis (DC.) in Mexiko, Leuchten.b£rgia (1 Art), Echinofossulocäctus mit etwa 22 z. T. sehr dicht bestachelten, auf Mexiko beschränktenArten (früher als Echinocäctus beschrieben), Ferocäctus mit 30 Arten (früher gleichfalls als Echinocäctusaufgeführt), Echinomästus mit 6 Arten, Gymnocalycium mit 23 südamerikanischen Arten (besondersin den Anden von Argentinien), Echinocäctus (Igelkaktus), Astrophytum mit 3 Arten, Malacocärpus(am Scheitel mit einem Wollschopf) mit 29 Arten, F r a i 16a mit 8 Arten, sowie eine ganze Anzahl weiterer meistmonotypischer Gattungen wie Denmöza, Pediocäctus, Toumeya, Epitheläntha, ArequipaOroya, Matucäna, Haematocäctus, Homaloc6phala, Eriosyce, Hick6nia, Mila, Sclero«cäctus und Utähia.
Diese Vertreter zeichnen sich durch einen grossen Formenreichtum in der Bestachelung aus. Nebenstarken, hornartigen oder als Angelhaken ausgebildeten, geraden oder gewundenen, abstehenden Stacheln gibtes Formen mit angepressten oder zu saftausscheidenden Drüsen umgebildeten Stacheln, sowie schliesslich ganz
stachellose Arten. Die Zahl der kultivierten Arten aus dieserTribus ist eine beträchtliche. Leuchtenb6rgia')principisHook, aus Mexiko zeigt eine selbst für Kakteen ganz ungewöhn.liehe Tracht. Die unten gelbborkige, später verholzende, bis 50 cmhohe Pflanze trägt auf einem zylindrischen Körper eine Anzahldreiseitig.kantiger, spiralgestellter Warzen, die am Scheitel ausden Areolen 6 bis 14 linealische, lang zugespitzte, papier.ähnliche, biegsame, gekrümmte und gewundene, etwa 50 cmlange Anhängsel aufweisen. Die glänzend gelben Blüten gehenaus den Areolen hervor. Besonders stattliche, zylindrischeoder kugelige, bis 3 m hohe Formen gehören der GattungFerocäctus an, von denen F. Wisliz^ni Engelm. vonCedros Island und Nieder.Kalifornien, F. acanthödes (Lern.)Britton et Rose (= Echinocäctus cylindräceus Engelm.) undF. Lecontei (Engelm.) aus Kalifornien, Sonora, Utah undArizona wegen ihres Reichtums an starken, nadeiförmigenStacheln in den Sammlungen als des „Teufels Nadelkissen"(franz. s Pelote du diable) bezeichnet werden. Gy mocalycium(Echinocäctus)denudätum(Link et Otto) Pfeiffer aus Südbrasi.lien, G. Spegazzinii Britt. et Roseu. a. besitzen gewundene, demKörper angepresste Stacheln, ebenso G. Monvill^i Pfeiffer,Homalocöphala (Echinocäctus) Tex6nsis (Flopffer). Ausder Gattung Echinocäctus sind die sehr stacheligen E. Gru.sönii Hildmann und E. polyc6phalus Engelm. zu erwähnen.Unter dem sehr bezeichnenden Namen „Bischofsmütze" ist inden Sammlungen das vollkommen unbestachelte Astro.phytum myriostigma (Salm.Dyck) Lern, aus dem nörd.liehen Mexiko mit nur 5 bis 6 (selten bis 10) Rippen öftersanzutreffen. Seltener ist das gleichfalls stachellose, aber mehrabgeflachte A. ast^rias (Zucc.) Lern., sowie die beidenstacheligen A. capricörne (Dietrich) und A. ornätum (DC.) Weber in Kultur.
Zur Tribus der Cactänae gehören die beiden Gattungen Disocäctus Pfeiffer mit 7 Arten undMelocäctus(= Cäctus), meistens kugelige oder kegelförmige, seltener kurzsäulenartige, rippentragendeFormen, die im blühenden Zustande einen dichten, aus pferdehaarähnlidien Borsten gebildeten, zuweilen vonStacheln durchsetzten Wollschopf (cephälium) tragen, in dem die ziemlich kleinen, gewöhnlich karminroten Blütensitzen. Die weichen, gleichfalls roten, keulenförmigen Beeren werden zuletzt von den Haaren herausgepresst. DieGattung Dicocäctus, die von K.Schumann als Subgenus von Echinocäctus angesehen wurde, besitztziemlich grosse, in der Nacht blühende Arten, die auf Brasilien beschränkt sind. Am bekanntesten dürfteD. placentiförmis (Lehm.) Schum. sein. Die Blüten der Gattung Melocäctus sind kleiner und öffnen sicham Nachmittag. Es werden 18 Arten unterschieden, englisch als Türk 's cap oder turk 's head (Türkenmütze),in Brasilien als cabeqa de frade, auf Kuba und Portorico als melones bezeichnet, die teilweise ineinander über.
Fig. 2119. Schlangen- oder Peitschenkaktus (Aporo-cactus [Cereus] f 1 agelliformis [L.] Lemaire).Phot. Dr. G. Hegi, München.
*) Von Fischer 1850 zu Ehren des Prinzen Eugene de Beauharnais, Herzog von Leuchten,berg und Prinz von Eichstätt, geb. 1781 in München, gest. 1824 in Paris, benannt.