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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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(Cavan.) Britton et Rose (= Cereus speciosi'ssimus DC.) aus Zentral.Mexiko ist eine i aufrechte, sehr ästigeArt mit 3. bis 4>kantigen, ziemlich scharf gezähnten Aesten, rosaroten bis gelblichen, ungleichen, 9 bis15 mm langen Stacheln und grossen, 12 bis 15 cm breiten, geruchlosen, leuchtend roten Blüten. Die Blüten,die an starken Pflanzen bis zu Hundert erscheinen, halten 2 bis 4 Tage an, ohne sich zu schliessen.Mit Epiphyllum phyllanthoides bildet sie eine ganze Anzahl Bastarde mit prachtvollen Blüten. Von dem normal14) 6. bis 9-rippigen, in Südamerika bis 16 m hoch werdenden H. Peruvidnus (L.) Miller wird in Gewächs»häusern und Zimmern seit langem (schon von Tabernaemontanus beschrieben) eine eigenartige, monströse1" orm als F elsenkaktus* (C. monströsus Steudel, = Cäctus abnörmis Willd.) gehalten, bei welcher die Rippen inzusammengedrückte, unregelmässige Höcker aufgelöst sind. Aus«nahmsweise kann man an starken Exemplaren Rüdeschläge indie normale kantige Stammform beobachten. Durch kurzlebige(ephemere) und nyetigame Eintagsblüten (vielleicht Schutzmittelgegen übermässige Wasserabgabe) sind Selenic^reus( = Cereus) grandiflorus (L.), Britton et Rose aus Jamaikaund Cuba, dieKönigin der Nacht", franz.: Viferge ä grandesfleurs; engl.i Large flowered Torch Thistle, und Selenicdreuspteränthus (Link et Otto) Britton et Rose ( Cereus nyetfe alusLink) von Mexiko, diePrinzessin derNacht" ausgezeichnet. Beidessind stattliche, mit Hilfe von Luftwurzeln an Felsen, Wändenund Mauern aufsteigende, weitschweifig verzweigte Gewächsemit ziemlich dünnen, vielfach gebogenen, 4. bis S.kantigen, etwa4 cm dicken Aesten und auffallend grossen, 18 bis 25 cm langenund 15 bis 27 cm breiten Blüten. Jene von S. grandiflorus sindverschiedenfarbig (die äusseren Petalen sind braungelb, diemittleren hellgelb, die inneren weiss), duften stark nach Vanille undöffnen sich nur einmal zwischen 9 und 10 Uhr abends (zuweilen miteinem vernehmlichen Geräusch), um sich gegen 2 bis 3 Uhr nachtswiederum zu schliessen, jene von S. pteranthus sind fast geruch.los, aussen braunrot, innen schneeweiss. Aus der Gruppe derim obern Teil des Stammes auffallend lang, weiss bis graubehaarten oder wolligen Arten mögen Cephaloc6reus , )(= Pilo,cereus) senilis 8 ) (Haw.) Pfeiffer aus Mexiko, in den SammlungenGreisenhaupt*, in Mexiko Cabeza de viejo genannt, und Oreo.ctireus (= Piloc^reus) Celsiänus (Lemaire) Riccobono(Fig. 2118) aus den Gebirgen von Bolivien hervorgehoben sein.

Zu der Tribus der Echinocereänae zählen Arten mitverkürztem, kugel« oder keulenförmigem oder doch nur kurz säulenförmigem Stamm und mit seitenständlgenBlüten. Hieher gehören die Gattungen Echinoc6reus (Gliederkaktus) mit 60 Arten, Austrocäctus(mit A. Bertinn Geis, in Argentinien), Rebütia mit 5 Gattungen (in den Gebirgen von Bolivien und Argentinien),Chamaecireus mit Ch. Silv^strii (Spegazzini) in Tucuman (Argentinien), Lobi'via mit 20 Arten undLchinöpsis (Trompetenkaktus) mit 28 Arten. Hiervon finden sich bei uns eine sehr grosse Zahl inKultur, so u.a. Echinoc^reus De La6tii Gürke (Pflanze weiss behaart), E. Sche6rii (Salm.Dyck)Rümpler, E. Blänckii (Poselger) Palmer, E. rigidissimus (Engelm.) Rose (Stacheln sehr steif und scharf,grau bis rotbraun, in wagrechten Bändern angeordnet), E. pectinätus (Scheidweiler) Engl. (Stamm eiförmig,zylindrisch, mit 20 bis 22 Rippen und je 10 bis 30 Stacheln auf den Stachelpolstern), E. Engelmänni (Parry)Rümpler, Echinöpsis multiplex (Pfeiffer) Zucc. (Blüten wie bei allen Arten der Gattung verlängert, mitallmählich trompetenartig ausgezogener Krone. Rippen gekerbt oder fortlaufend), E. Eyriesii (Turpin) Zucc.,E. turbinäta Zucc., E. tubiflöra (Pfeiffer) Zucc., E. leueäntha (Gillies) Walpers u. a.

Die Tribus der Echinocactänae umfasst kugelige bis keulenförmige, seltener zylindrische oder säulen.förmige, verhältnismässig dicke, gerippte (Rippen durchlaufend oder in Höckerreihen zerfallend) Formen mitstets scheitelständigen Blüten. Der Wollfilz der Areolen verdichtet sich zuweilen zu einer Wollkappe. Neuerdingswerden 28 Gattungen unterschieden, so Ariocärpus (Aloekaktus) mit 3 Arten, u. a. mit dem eigenartigenA. fissuratus (Engelm.) Schum., in der HeimatChante" geheissen (Körper niedrig, milchsaftführend, mit dicken,blattartigen, dreiseitigen, stachellosen Warzen. Wurzel rübenförmig), Lophophöra mit L. (Anhalönium)

1 ) Griech. xe(pct\r[ [kephale] = Kopf und Cereus (vgl. pag. 685).

2 ) Lat. senilis = greisenhaft, von s^nex = Greis.

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Fig. 2118. Oreocereus (= Pilocereus) Celsiänus(Lern.) Riccobono und Cephalocereus euphor-bioides(Haworth). Phot. Dr.W.Kupper, München.