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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Eindruck eines laubabwerfenden oder i immergrünen Dornstrauches. Nur sind die Zweige etwas angeschwollenund die Laubblätter fleischig und reidi an Schleim. Während bei einzelnen Opuntien (z. B. bei O. subulätaEngelm.) die fleischigen, annähernd zylindrischen Laubblätter noch eine Zeitlang als Assimilationsorganeund als Wasserspeicher tätig sind, fallen diese bei der überwiegenden Mehrzahl der Arten frühzeitigab, während die Sprosse flach oder zylindrisch werden. Die Cereus»Arten werden zum Ausgangspunkt derFormenreihe mit geflügelten, gegliederten Sprossen. Verschiedene Phyllocactus«, Epiphyllum« und Rhipsalis»Arten sind, wie auch Jugendformen (Fig. 2121 e) und Rüdeschläge (Fig. 2121 b, d) deutlich beweisen, aus Cereus»ähnlichen Formen hervorgegangen und zwar dadurch, dass alle Kanten bis auf zwei verloren gingen, wassich bei einzelnen Arten nodi im Verlaufe der Einzelent Wicklung (Ontogenese) vollzieht. Andere Artendagegen sind von Anfang an zweikantig. Aehnliche Umbildungen sind bei den meisten epiphytischen GattungenEpiphyllum und Rhipsalis vor sich gegangen. Arten der letzten Gattung (Rh. pentagona und Rh. paradoxa Salm»Dyck gleichen äusserlich stark den Phyllokakteen s andere mit kantigem Stamm bilden den Uebergang zu denzylindrischen Kakteen. Von der Cereusform lassen sich unschwer die verkürzten, kugeligen und prismatischenTypen ableiten. Einzelne Kakteen erreichen wahrhaft gigantische Dimensionen, so verschiedene Säulenkakteenbis 20 m Höhe, bis 2 m (Echinocdctus platyacänthus Ehrbg.) im Durchmesser und bis 1000 kg (Echinocäctusingens Zucc.) Gewicht. Daneben existieren auch Formen von der Grösse einer Haselnuss (Epitheläntha micrö»meris [Eng.] Web., Echinocäctus pümilus Lern.). Das Wachstum der meisten Kakteen in der Wüste ist ein sehrgeringes. So ist festgestellt wor»den, dass der riesige Säulen»kaktus Carnegiea (Cereus)gigantea in 8 Jahren eine Höhevon nur 10 cm, in 20 Jahreneine solche von 40 cm und in40 Jahren eine solche von 2 merreicht. In Gewächshäusernzeigen die Kakteen dagegen einviel rascheres Wachstum.

Eine grosse Wirtschaft»liehe Bedeutung kommt denKakteen im allgemeinen nichtzu. Immerhin liefern zahlreicheArten wohlschmeckende, süss»lieh saftige Obstfrüchte, dievielerorts auch ein Nahrungs»mittel für die ärmere Bevölkerungabgeben. Geschätzt werden inAmerika besonders die bis 1 kgschweren, innen karmoisinrotenFrüchte von Hyloc6reus tri»gönus (1 law.) Safford, dannjene von L em air e o C 6r eus Fig. 2108. Säulenkakteen in Venezuela. Phot. f Bernhard O t hm er, München.

Thurb^ri (Engelm.) Britton et

Rose (in MexikoPitahaja dulce" geheissen) von Lemaireocireus stellätus (Pfeiffer) Britton et Rose(Joconostle",tuna ), Myrti 11 ocäctus geom^trizans (Martius) Console, Cephaloc^reus poly«löphus (DC.) Britton et Rose ( 1 etetzo»Feigen"), Lern ai r e o c & r eu s pruinösus Otto, Hyloc6reustrianguläris (L.) Britton et Rose, von Cereus QuiscoRemy (= Trichocereus Chiloßnsis [Colla]) in Chile,von Phyllocäctus angüliger Lern, (dient zur Herstellung von Limonade), weniger jene von Carnegieagigantea (Engelm.) und C. trianguläris Haw. (Pitahaja real"), dann aber wiederum die Früchte vonOpüntia Ficus IndicaMill. (siehe dortl) und von O. Tüna (L.) Mill. (beim Genüsse der entschälten, rot»saftigen, birnengrossen Beeren dieser beiden [aber auch weiterer] Kakteen.Arten färbt sich der Urin zum Schreckender Neulinge rot), dann jene von O. stricta Haw. (= O. inßrmis DC.) als Obstfrucht (pear) in Queenslandund auf Neuseeland beliebt, von O. leucotricha DC. (in Mexiko als Durasnilla [= kleiner Pfirsich], aufden Bermuda-Inseln als Aaron's beard in Kultur), O. s trep tacanth a Lern., O. robüsta VVendland usw.,ferner die weissen Beeren von Peir^skia aculeäta Plum. (Groseiller de Barbados), die meist kleinen, roten,länglichen Früchte verschiedener Neomammillarien (in Mexiko heissen jene von N. Parkinsönii [Ehrenb.]und von N. magnimämma Britton et Rose .Chilitos" = roter Pfeffer). Die fleischigen Früchte der übrigen Artenüberlässt man den Vögeln, die dadurch zur Verbreitung beitragen. Gelegentlich werden die Samen auch gemahlen