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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Tutenag Ultramarin.

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er sieht in der Turba eine Reaktion gegen die Verwüstung der alchemistischenLehre durch den schrankenlosen Gebrauch der sog. Decknamen, die frühestens im10. Jahrh. einen mit der griechischen Alchemie aufs genaueste vertrauten Araberzu dieser Abwehrschrift veranlaßt hat. Es ist überaus kennzeichnend, daß in derTurba die alten Philosophen als die eigentlichen Träger der legitimen Al-chemie auftreten, während die Alchemisten des griechischen Corpus so gut wienie genannt, aber offenbar unter dem Namen jenerNeider" zusammengefaßtwerden, die die wahren alten Lehren verfälscht und unzugänglich gemacht haben.Der erste Teil der Turba , in dem die alten Philosophen ihre Ansichten über dieSchöpfung auseinandersetzen, nimmt noch nicht Bezug auf diese Feinde derWissenschaft; sobald aber auf die Alchemie eingegangen wird, beginnt die Polemikgegen die Neider. Die Besprechung über die Stoffe und Operationen, die zur Dar-stellung des Elixirs führen sollen, wird im allgemeinen so im Flusse gehalten,daß ein Redner sich über irgendeinen Ausdruck oder eine Allegorie äußert, danndurch Zustimmung oder Ablehnung seitens der Versammlung unterbrochen wird,während nachher ein anderer Redner den Faden weiterspinnt oder ein neuesThema anschlägt. Die Fiktion, daß die alten Philosophen unter dem Vorsitz desP ythagoras , der selbst als Schüler des Hermes gilt, ihre Debatten durch-fechten, wird außerordentlich geschickt festgehalten; ob man annehmen darf, daßeine Schule von muslimischen Neupythagoreern hinter den Ausführungen derTurba steht, ist vorläufig nicht zu entscheiden.

Weitere Untersuchungen Ruskas beziehen sich auf den Schriftenkreis um dieTurba , der arabisch oder lateinisch erhalten ist. Betreffs der Einzelheiten mußdas Erscheinen seines Buches abgewartet werden.

Tutenag.

Über Herkunft und Verwendung dieser dem Orient entstammenden Legierunggibt Auskunft BonninsTutenag and Pakfong ... in domestical use during the18. Century" 1 . Vgl.Zink".

Tutia.

Über die Heilkräfte des Zinkoxyds berichtet auch die nach 1150 verfaßteArzneimittellehre des A l- I drisi 2 .

u.

Übersetzungen aus dem Arabischen.

Solche Übersetzungen unmittelbar in die neueren europäischen Sprachen ent-standen in größerer Zahl auf süditalischem und sizilischem Boden und betrafenauch umfangreichere medizinische und astronomische Werke, z. B. denAlmagest"des Ptolemaios 3 .

Ultramarin.

Die älteste genauere Vorschrift zur Herstellung der Malerfarbe aus dem kost-baren, von jenseits des Meeres kommenden Materiale (daher Ultramarin im

1 London 1924. 2 M eyerhof , ,,A. Nat." XII, 231 (1930).

3 T horndike II, 90. H askins ,Studies in the ki story of mediaeval science" (Cam-bridge 1924) XXVIII, Kap. 9;M.G.M." XXV, 6 (1926).