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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Paracelsus Perle.

hierin durchaus richtig gesehen. Desgleichen standen die jetzigen Einleitungen inden Urquellen als Überschriften und bildeten z. B. bei Bolos-Demokritos undAnaxilaos (s . diese) gewisse Typen, die sich andauernd erhielten und noch inden als Geopontka " bekannten landwirtschaftlichen Schriften (die wir nur aussehr späten Fassungen kennen) des öfteren wiederkehren. Aus dem PapyrusKenyon " des 3. Jahrh. n. Chr. ist zu ersehen, daß Bolos-Demokritos auch schonaltüberlieferte Teile von dessen Inhalt benutzte, und zwar in den lluiyvia(Pafgnia), einer ArtNatürlicher Magie", die völlig zu dieser, schon im 3. Jahrh.v. Chr. einsetzenden Gattung synkretistischer Literatur gehört; dort ist schon vonder Kunst die Rede, ,,zu bewirken, daß kupferne Gegenstände als goldene er-scheinen", nicht anders als von jener,jungen Wein in alten zu verwandeln",deren noch die Geoponika " Erwähnung tun, die auch sonst manches aus Bolos-Demokritos (zuweilen unter Berufung auf seinen Namen) anführen, z. B. anläß-lich desFärbens" von Früchten. Man sieht also, in wie ferne Zeit die Vor-schriften zurückreichen, die, wie Wellmann in späteren Arbeiten zeigte, auf demWege über Bolos, Anaxilaos, Africanus u . a. (s. diese) ihren letzten Nieder-schlag im Leidener und Stockholmer Papyrus " hinterließen. Auf ihrhohes Alter wies übrigens schon 1883 Ebers richtig hin 1 .

Eine neue englische Übersetzung des Leidener Papyrus " gab Caleyheraus 2 .

Paracelsus.

Nur kurz kann hier auf die großartige Neuausgabe Sudhoffs aufmerksam ge-macht werden, deren 15 Bände 1932 vollständig vorliegen dürften; an Reich-haltigkeit und kritischer Sichtung steht sie unübertroffen da. Unentbehrlich sindauch SudhofesNachweise zur paracelsus -Literatur" 3 .

Daß Paracelsus seine alchemistischen und chemischen Kenntnisse dem Tri-themius verdanke, ist Sudhoff zufolge völlig irrtümlich; Paracelsus kam nie-mals mit ihm zusammen, und wo er von Spanheim spricht, meint er die gräflicheFamilie dieses Namens in Kärnthen 4 .

Pausanias.

Mit der Ansicht, dieser Autor habe seine berühmte Rcisebeschreibung (um200 n. Chr.) durchaus nur auf Grund älterer Vorlagenzusammenredigiert", istman nach Pontow entschieden zu weit gegangen; an mehreren der von ihm er-wähnten wichtigsten Plätze, z. B. in Delphi, muß er, nach den neuesten Ergeb-nissen der Ausgrabungen zu urteilen, doch selbst gewesen sein 6 .

Perle.

MaqyaQirrj (Margarite) ist, wie schon Megasthanes (um 300 v. Chr.) angibt,ein indisches Wort, das vielleicht manjara-m oder manjari-h (Blumenköpfchen?)bedeutet und in der Form /. läqya^ov, ixüoyaQog (Märgaron, Märgaros) auch inder alchemistischen Literatur auftritt. Weder im alten Ägypten noch im altenGriechenland waren Perlen bekannt, auch Nearchos und Theophrastos sprechen

xÄgyptische Studien" (Stuttgart 1900), 249; vgl. R uska ,Tab. Smar.", 51.

2Isis" X, 112 (1928). 3Acta Paracelsica" (München 1930) I, 33. 4Janus"

1922, 118. 6 PW. Suppl. IV, 1207.