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Paracelsus — Perle.
hierin durchaus richtig gesehen. Desgleichen standen die jetzigen Einleitungen inden Urquellen als Überschriften und bildeten z. B. bei Bolos-Demokritos undAnaxilaos (s . diese) gewisse Typen, die sich andauernd erhielten und noch inden als „ Geopontka " bekannten landwirtschaftlichen Schriften (die wir nur aussehr späten Fassungen kennen) des öfteren wiederkehren. Aus dem „ PapyrusKenyon " des 3. Jahrh. n. Chr. ist zu ersehen, daß Bolos-Demokritos auch schonaltüberlieferte Teile von dessen Inhalt benutzte, und zwar in den lluiyvia(Pafgnia), einer Art „Natürlicher Magie", die völlig zu dieser, schon im 3. Jahrh.v. Chr. einsetzenden Gattung synkretistischer Literatur gehört; dort ist schon vonder Kunst die Rede, ,,zu bewirken, daß kupferne Gegenstände als goldene er-scheinen", nicht anders als von jener, „jungen Wein in alten zu verwandeln",deren noch die „ Geoponika " Erwähnung tun, die auch sonst manches aus Bolos-Demokritos (zuweilen unter Berufung auf seinen Namen) anführen, z. B. anläß-lich des „Färbens" von Früchten. Man sieht also, in wie ferne Zeit die Vor-schriften zurückreichen, die, wie Wellmann in späteren Arbeiten zeigte, auf demWege über Bolos, Anaxilaos, Africanus u . a. (s. diese) ihren letzten Nieder-schlag im „ Leidener und Stockholmer Papyrus " hinterließen. — Auf ihrhohes Alter wies übrigens schon 1883 Ebers richtig hin 1 .
Eine neue englische Übersetzung des „ Leidener Papyrus " gab Caleyheraus 2 .
Paracelsus.
Nur kurz kann hier auf die großartige Neuausgabe Sudhoffs aufmerksam ge-macht werden, deren 15 Bände 1932 vollständig vorliegen dürften; an Reich-haltigkeit und kritischer Sichtung steht sie unübertroffen da. Unentbehrlich sindauch Sudhofes „Nachweise zur paracelsus -Literatur" 3 .
Daß Paracelsus seine alchemistischen und chemischen Kenntnisse dem Tri-themius verdanke, ist Sudhoff zufolge völlig irrtümlich; Paracelsus kam nie-mals mit ihm zusammen, und wo er von Spanheim spricht, meint er die gräflicheFamilie dieses Namens in Kärnthen 4 .
Pausanias.
Mit der Ansicht, dieser Autor habe seine berühmte Rcisebeschreibung (um200 n. Chr.) durchaus nur auf Grund älterer Vorlagen „zusammenredigiert", istman nach Pontow entschieden zu weit gegangen; an mehreren der von ihm er-wähnten wichtigsten Plätze, z. B. in Delphi, muß er, nach den neuesten Ergeb-nissen der Ausgrabungen zu urteilen, doch selbst gewesen sein 6 .
Perle.
MaqyaQirrj (Margarite) ist, wie schon Megasthanes (um 300 v. Chr.) angibt,ein indisches Wort, das vielleicht manjara-m oder manjari-h (Blumenköpfchen?)bedeutet und in der Form /. läqya^ov, ixüoyaQog (Märgaron, Märgaros) auch inder alchemistischen Literatur auftritt. Weder im alten Ägypten noch im altenGriechenland waren Perlen bekannt, auch Nearchos und Theophrastos sprechen
x „Ägyptische Studien" (Stuttgart 1900), 249; vgl. R uska , „Tab. Smar.", 51.
2 „Isis" X, 112 (1928). — 3 „Acta Paracelsica" (München 1930) I, 33. — 4 „Janus"
1922, 118. — 6 PW. Suppl. IV, 1207.