Pammenes — Papyri von Leiden und Stockholm.
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Ostanes " seinen Einzug in die Literatur der Zauber- und Wahrsagebücher 1 , galtauch „gleich Zoeoastee " als Kenner der Sphären und Gestirne 2 und gelangte aufsolche Weise zu jenem Rufe, den er zum Beginn unserer Zeitrechnung nach demZeugnisse des Plinius besaß 3 , als eines Verderbers alles Menschlichen und Vatersaller Scheußlichkeiten. Diesen wahrte er mehr oder weniger während der ge-samten Folgezeit, von Phxlon aus Byblos (dem Übersetzer des vorgeblichenSanchuniatiion , um 100) angefangen, über Minucius Felix (um 200), Tebtul-lianus (150—220), Hippolytos (gest. 235) und den hl. Cyprianuh (gest. 258)bis auf den Arzt Alexandeb vonTballes (6. Jahrh.) 4 . Wie völlig wirr die Vor-stellungen von seiner Lebenszeit und seinen Künsten schon zu Anfang des 2. Jahrh.waren, zeigt Aelius Pbomotus , der nach Wellmann unter Kaiser HadriansRegierung eine „Naturheilkunde ( Iutqi /. u cpvor/ia) schrieb und in ihr nebenzahlreichen, vom lächerlichsten Aberglauben zeugenden Rezepten auch einesgegen Fieber anführt, „das ich meinen Lehrer Ostanes selbst bereiten sah" 5 !
P.
Pammenes.
Pammenes (]Ta/iutvrjg) = Pamen, d. h. „der des Men (oder Menes)", kannnicht gleichgesetzt werden dem Phimenas (©t^vag) = Hpi-men, d. h. „der Apisbleibt"; er ist vermutlich der nämliche ägyptische Magier, den Tacitus (gest. 116)und Aelian (gest. 220) als Astrologen erwähnen 6 .
Pamphilos.
Dieser Autor starb um 60 n. Chr. und ist, entgegen früheren Annahmen, nichtidentisch mit dem gleichnamigen alexandrinischen Grammatiker 7 .
Papyri.
Hinsichtlich dieser sei besonders noch auf nachstehende Werke verwiesen:Wessely , , ,Aus derWelt dt r Papyri" (Leipzig 1914), mit ausführlicher Bibliographievon 26 S.; Pbeisigke , „Wörterbuch der griechischen Papyrusurkunden . . ." 8 ;Schub Art , „Einführung in die Papyruskunde" 9 ; Peeisendanz , „MagischePapyri" (mit Übersetzung) 10 ; Pbeisigke , „Antikes Leben aus den ägyptischenPapyri" 11 .
Papyri von Leiden und Stockholm.
Wie Wellmann schon vor längerem anmerkte 12 , sind die Überschriften derRezepte in diesen Papyri jedenfalls jüngeren Datums, und Lagebceantz hat
1 Ganszyniec , PW. XII, 1883. Hopfner , ebenda XIV, 372, 373. Vgl. das Buch vom
„Adlerstein": Wellmann , „Physiologos" (Berlin 1930) 89 ff. — 2 Eisler , a. a. o. 93.
3 XXVIII, 5.
4 Roeder, Ro. V, 853; Eisler , a. a. O. 428. Thorndike I, 465, 462, 465, 582.
5 Diels , „Antike Technik" (Leipzig 1920) 136.
6 Diels , „Antike Technik" (Leipzig 1920) 135. — 7 Wellmann , „Physiologos", 19.
8 Heidelberg 1924ff. — '» Berlin 1918. — 10 Leipzig 1928ff. — 11 Leipzig 1916.
12 „Die Georgika des Demokritos" („Ber. Berl. Akad." 1921) 29, 31, 32.