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Musik und Alchemie.
Eine Erklärung der einschlägigen musikalischen Fachwörter in der Schriftdes Anepigraphos versuchte Stephanides zu gehen 1 .
Mykenische Kultur.
Entgegen der allgemein herrschenden Meinung erklärt sie Schuchardt füreine Mischung aus Elementen der Mittelmeerländer und des Nordens, wobei jedochletzterer und neben ihm auch der Westen (u. a. Spanien betreffs der Metalle) weitmaßgebender gewesen seien als der Orient und Ägypten, die nach Mykene,Kreta usf. nur spärliche Einzelheiten hätten gelangen lassen 2 . — Von andererSeite wird diese Anschauung abgelehnt; vgl. Finnen , „Die kretisch-mykenischeKultur" 3 .
Mysterien.
Betreffs des für die Entwicklung der Alchemie in vieler Hinsicht so wichtigenMysterienwesens vgl. Kerns „Die Religion der Griechen" und „Die griechischenMysterien der klassischen Zeit" 4 .
N.
Namen.
Die Vorstellung von der Bedeutung der Namen, auf die schon weiter obenhingewiesen wurde (s. „Magie"), ist eine bei vielen Völkern weit verbreitete 5 ; sieberuht hauptsächlich darauf, daß die Namen als wesentlicher Ausdruck desinneren Lebens und Charakters gelten, daher ihr Aussprechen zur „Macht derWorte" zählt 6 , die sich nach den verschiedensten Richtungen hin geltend macht,u. a. auch in medizinischer 7 .
Schon im ältesten Ägypten wird der Name der Person und die Kenntnis ihres„wahren" Namens der Macht über sie gleichgesetzt, so in der Erzählung vonIsis, die den wahren Namen des Göttervaters Re erfährt oder erfahren soll 8 .Ungeheuer ist die Macht des „richtig Sprechenden", denn der „eigentliche undechte", der „geheime und große" Name eines Gottes gibt Gewalt über ihn, werihn kennt, „hat" den Gott und ist mit ihm eins, er besitzt das letzte Zwangs-mittel, und der so angerufene Gott „muß" 9 . Der wahre Name ist eben ein „Seelen-teil", indem man ihn ausspricht und annimmt, wird man zum betreffenden Gott,denn die Aussprache dieser Namen von Personen oder Dingen schafft sie;daher schädigt oder vernichtet jeder Mißbrauch den Schuldigen, und strengsteGeheimhaltung ist ein unbedingtes Gebot 10 . Um sie zu fördern, werden mannig-fache Namen aus Buchstaben und Süben willkürlich zusammengesetzt „bis zurvölligen Sinnlosigkeit" 11 ; solche Vielnamigkeit entspricht der großen Macht und
I „M. G. M." XXVII, 146 (1928). — 2 „Alteuropa" (Straßburg 1919) 335, 336.
3 Leipzig 1921. — * Berlin 1926 u. 1927.
s Hirzbl , „Der Name" (Leipzig 1918). Güntert , „Von der Sprache der Götter undGeister" (Halle 1921); vgl. „A. Rel." XXIII, 94 (1925). Oldenberg , „Brähmanazeit. .79, 103. — 6 Wuttke u. Meyer , a. a. 0. 323ff.
? Stemplinger , „Antike und moderne Volksmedizin" (Leipzig 1925) 44ff.
s Erman u. Ranke 190, 301, 405. — 9 A. Wie dem ans , „Das alte Ägypten", 411,421. Hopfner, PW. XIV, 334, 340. — 10 A. Wiedemann, „A. Rel." XXVI, 357 (1928).
II „H. D. A." II, 165.