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Iran — Isis.
Herkunft gewesen, sein 1 , seit dem Vordringen der Perser im 6. Jahrh. dürftensich aber auch deren Einflüsse geltend gemacht haben 2 .
Iran.
Wie Reitzensteins „Das iranische Erlösungs-Mysterium" 3 und seine undSchaeders „Studien zum antiken Synkretismus" 4 , sowie Kraillings „Anthroposand son of man" 6 ersehen lassen, machten sich iranische Vorstellungen, nament-lich religiöse, schon sehr frühzeitig in Ägypten geltend und beeinflußten schonHesiod undTiMAios, die Orphiker, später auch die Hermetiker (s. „Poimandres"),Mandäer und Manichäer, endlich die Mysterienreligionen und durch diese dasbeginnende Christentum. Indessen werden einzelne dieser Angaben bestritten, z. B.in Wesendonks „Urmensch und Seele in der iranischen Überlieferung" 8 , und siesollten jedenfalls nicht einseitig überschätzt werden 7 .
Über die mannigfachen und zum Teil sehr merkwürdigen Auswirkungen, auchsolche naturgeschichtlicher Richtung, nach dem Osten vgl. Laufers „Sino-Iranica" 8 .
Isara.
Diese Bezeichnung, die soviel wie stark, kräftig, heftig bedeuten soll, istu. a. auch im Namen der rasch strömenden Esara (jetzt Oise) erhalten 9 [undvermutlich auch in dem der Isere und Iser]; sie dürfte keltischer Herkunft sein.
Isis.
Die „Göttin von Memphis" bei Horaz 10 faßt ebenso wie Reitzenstein auchA. Wiedemann als Isis auf 11 ; ein Papyrus in griechischer Sprache um 100 n.Chr.enthält eine Lobeshymne auf Isis als Universalgöttin, die zum Teil fast wörtlichmit der Schlußrede des Lucius bei Apuleius übereinstimmt, die etwa 100 Jahrejünger ist 12 . Ein Isiskult ägyptischer Kaufleute in indischen Häfen bestand etwaseit Beginn unserer Zeitrechnung 13 .
Betreffs des Überganges des Kultes der Isis in den der Maria, durch denu.a. auch das Wasserbad der Chemiker den Namen Marienbad empfing 14 , vgl. auchdie Angaben bei Eisler 16 sowie die Abbildung der Isis mit dem Gefäße voll„kühlenden Nilwassers" 16 , das dem babylonischen „Wasser des Lebens" analogist, und von dem es heißt: „Osiris gebe dir kühles Wasser"!
1 Langdon , „Isis" I, 423 (1918). Vgl. Jeremias , „Handbuch der orientalischen
Geisteskultur", 2. Aufl. (Berlin 1929). — 2 F otheringham , „Isis" VI, 204 (1923).
3 Bonn 1921, 75. — 4 Leipzig 1926. — 6 New York 1927.
6 Hannover 1924; „M. G. M." XXVI, 47 (1927). — 7 Weinreich , „A. Rel." XXIII,
90 (1925). — 3 Chicago 1919. — 9 K eune , PW. IA, 2386; IIA, 1630.
10 „Oden" III, 26. — 11 „A. Bei." XXI, 470 (1923). — 12 Ebenda — s. die auf einem Stein
in Andros gefundene Isis-Hymne bei Abel , „Orphica" (Leipzig 1885) 295ff. ( Wessely). —
13 Reitzenstein , „A. Rel." XXVIII, 70 (1930). — 14 Lippmann , „Abh. u. Vortr." II, 196.
„hammäm Maria " = Wasserbad, Bain Marie , ist jetzt bei Abü'l Qasim (13. Jahrh.) nach-
gewiesen (s. diesen) und bezeugt die arabische Vermittlung, die a. a. O. nur vermutet
werden konnte. — 15 „Weltenmantel" 24, 85, 86. — 16 Ebenda 70.