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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Härut und Märüt Hermas.

Härüt und Märüt.

Diese gefallenen Engel, die die Menschen allerleiverbotene Künste" lehrten,u. a. angeblich auch die Alchemie, gehen (wie schon Lagarde erkannte) auf alt-persische zarathustrische Anschauungen zurück; der Koran " weist ihnen imVers 96 der Sure 2 Babylon als Stätte an 1 . Zu vermuten ist, daß Mtthammedden Namen Märüt dem Syrischen oder Persischem entnahm und ihm Härütganz willkürlich anglich, denn noch im apokryphen Buche des Henoch 2 sind dieNamen der Engel, die die Menschen in der Magie unterrichteten, nicht bekannt 3 .

Heilige Ehe (isgog^iog)

Diese Zeremonie, die für dieVermählung des Männlichen und Weiblichen"zu alchemistischen Zwecken später eine so wichtige Rolle spielte, war ursprüng-lich eine Haupthandlung der aus Kreta nachEleusis gelangtengroßen Mysterien";sie bezog sich auf die göttliche Hochzeit des Zeus mit der Demeter als Vorbildjeder menschlichen' 1 . Besonders nachgeahmt wurde sie durch jene der ßaothooa(Basilissa = Königin) genannten Oberpriesterin des athenischen Bukoleions mitDionysos oder seinem Stellvertreter, die man jährlich am Feste der Anthesterienbeging 5 .

Heliotrop.

Diese auch in alchemistischen Schriften öfter genannte Pflanze ist Crocopheratinctoria, Tournesol, eine Art Wolfsmilch 6 .

Hellenismus.

Eine ausführliche Darstellung dieser Bewegung, deren geschichtliche undkulturelle Einflüsse gar nicht hoch genug eingeschätzt werden können, bietetKaersts ausgezeichnetes WerkGeschichte des Hellenismus" 7 .

Vgl. auch die Neuauflage von OitmontsLes religions orientales dans lepaganisme romain" 8 , sowie GressmannsDie orientalischen Religionen imhellenistisch-römischen Zeitalter" 9 .

Hera-Aer ('Hya-ar]q)

Über Herkunft und Bedeutung solcher Anagramme vgl. die Angaben beiEisler 10 ; betreffs Kronos-Chronos und atTj/ia-orjua (Soma-Sema: Körper-Grab,nämlich der Seele) s. auch unterOrphiker".

Herrn as.

Das unter dem Namen Hirt des Hermas " bekannte Buch gelangte um150 n. Chr. zum Abschlüsse, beruht aber auf weitaus älteren Vorlagen; erst gegen200 wurde es als zu jung aus dem Kanon der apostolischen Schriften wiederausgeschlossen. Für seine weitgehende Verbreitung zeugen die zu Turfan im

1 N öldeke ,Islam" XII, 112 (1922). 2 VII, 1.

3 Horovitz ,Koranische Untersuchungen" (Berlin 1926) 81, 101, 146. 4 Persson,

A. Rel." XXI, 300 (1923). 5 Pfister, PW. XI, 2130, 2168, 2174.

6 Low,Flora" 1,595. 7 Leipzig 1926 ff. 8 Paris 1929 ; Leipzig 1930. » Ed. Galling

(Berlin 1930). i«Weltenmantel" 678.