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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Goldenes Vlies Griechische und lateinisohe Fachworte.

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der Sonne" ebenfalls orientalischen Überlieferungen entnahmen, ist durchauszweifelhaft, zumal sie erst bei den Erklärern des P indar nachweisbar ist, derselbst gegen 450 schrieb 1 . Ganz späten, nämlich hellenistischen Ursprunges ist dieBezeichnung reinsten Goldes mit Obryzon oder Eurizon ( = von guter Wurzel ?), wiedies dieEdikte" Itjstinians in Nr. 11 bezeugen 2 .

Bei den Römern bleibt, entgegen lautgewordenen Zweifeln, einer der ältestenBeweise für die Verwendung des Goldes die schon von Cicero angeführte StelledesZwölftafelgesetzes" von 450 v. Chr. über den Gebrauch in der Zahnheilkunde,dentes auro juncti" 3 .

In Amerika weisen die alten Gräber der Indianer Columbias prächtige Gold-schmiedearbeiten auf 4 ; in Peru und Mexiko bedienten sich die Künstler nur derBlasrohre, noch nicht der Blasebälge 5 .

Goldenes Vlies.

Gemäß der Verquickung von Alchemie und Astrologie galt das sagenhaftegoldene Vlies den Jüngern der großen Kunst für eine Abbildung des gestirntenHimmels, und man behauptete, ihre Geheimnisse aus seinerSternenschrift"ablesen zu können 6 .

Griechische und lateinische Fachworte in chemischen Manuskripten

des späteren Mittelalters.

Die Erforschung der einschlägigen Verhältnisse hat erst durch die neuestenUntersuchungen Z tjrettis und einiger anderer Gelehrter begonnen und steht nochin den ersten Anfängen; sie bietet sichtlich große Schwierigkeiten, da sich die Ein-flüsse anläßlich der ersten Übersetzungen aus den griechischen Originalschriftenalchemistischen Inhaltes in das Lateinische, sowie der späteren Übertragung inItalien verfaßter lateinischer Vorlagen in das Griechische byzantinischen Geprägesvielfach und wiederholt kreuzten. Die Sachlage ist daher häufig eine sehr ver-wickelte, und in manchen Fällen hat man ihre Entwirrung nur dem Zufalle zudanken 7 .

Als Beispiel sei nachstehend eine Anzahl wichtiger Fachworte aus griechischenHandschriften angeführt, die wohl frühestens dem 12. Jahrh. entstammen mögen,da sie bereits die Gewinnung der Mineralsäuren und des Alkohols durch Destil-lation kennen und zudem gewisse arabische Einwirkungen verraten:

llXccg u).y.a)Jj = sal alcali 8 .

«A«g ukuurcQOt sal alambrotum 9 [der Name dieses in der Medizin hoch-geschätzten Salzes, wohl der Verbindung von Sublimat und Salmiak, ist zu-sammengesetzt aus dem griechischen äfißQOTog (ambrotos, unsterblich) und demarabischen Artikel al].

1 Herrmann , PW. IA; 2118.

2 Vgl. die spätsalernitanische ListeAlphita", ed. Mowat (Oxford 1887) 127. DieEtymologie von Obryzon, das auch mit dem lat. obrussa in Beziehung gesetzt wird, istfraglich ( Wessely).

3 Cicero ,De legibus", lib. 2, cap. 24; ed. Orelli (Zürich 1861) IV, 902.

* Schilling ,A. Rel." XXIII, 295 (1925). 6 Johannsen , a. a. O. 5.

6 Eisler ,Weltenmantel" 570.

7 Vgl. die Ausführungen Ztjrettis:lippmann -Festschrift" 55. 8M. A. g."

(Brüssel 1927) II, 174, 247, 250. 9 II, 175, 247.