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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Gold.

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Die Sumerer besaßen, wie die zu Ur aufgefundenen Gräber zeigen, schon im4. Jahrtausend vieles Gold und stellten aus ihm Schmuck, Geräte und Waffenvon hoher technischer und künstlerischer Vollendung her, sowohl durch Schmiede-arbeit als auch durch Gießen 1 ; um 3100 wird das Gold, gusgin, sehr häufig er-wähnt 2 und aus oder über Elam, Kappadozien und Syrien sowie auf dem See-wege (den Persischen Golf herauf) bezogen 3 ; um 2000 verhielten sich die Wertevon Silber und Gold wie 1: 8*.

Nach altbabylonischen religiösen Texten schuf der Urgott Ea neben anderenSchmiedegöttern einen besonderen Goldschmiedegott 6 ; nach gewissen Überliefe-rungen galt aber Gold, churäsi, für das Erz unterirdischer Mächte, daher dasGoldgraben für sündlich 6 . Zur Zeit desGüDEA, um 2600, erhielt manStaubgold"undGebirgsgold" in Beuteln aus Chachu und Melucha, welche Orte vielleicht inNubien lagen, und klagte bereits über die vorkommenden Verfälschungen 7 ; außerHackgold und Gold in Ringen wird auch solches in Barren, Zungen undHänden"erwähnt, und die Götter besaßen, zwecks Umfahrt ihrer Abbilder, massive goldeneWagenmit vollen Rädern" 8 . Die Gesetze des Hammtjbapi (19551913, nachanderen 21232081) erklären An- und Verkäufe von Gold nur bei schriftlichemAbschlüsse für verbindlich und ordnen für gewisse Steuern, Gebühren und Straf-gelder die Zahlung in Gold an 9 : das reinste Gold, besser als das bloßgegossene"und daher billigere, wird durchLäuterung" gewonnen, bei der unter Umständenbis 25% Abgang entstehen, und entweder für sich, oder mit Silber und Kupferlegiert, zu Ketten, Spangen, Knöpfen, Ohrringen, Eiligransachen u. dgl. ver-arbeitet 10 . Im 13. Jahrh., der sog. Amarnazeit, aus der die Funde zu Tell-el-Amarna in Unterägypten stammen, überschickten die Herrscher den ägypti-schen Königen allerlei Geschenke, u. a. Schuhe mit Spangen aus Gold und Knöpfenaus Edelsteinen 11 , bettelten sie aber zugleich um eine Gegengabe an, nämlich umGold,das doch im Lande meines Bruders wie Staub vorhanden ist"; zwar wurdendiese wiederholten Bitten zuweilen erfüllt, aber nicht stets zur Befriedigung desEmpfängers, der sich z. B. darüber beschwert,daß, als man 20 Minen [etwa10 kg] der Sendung in den Schmelzofen legte, nicht einmal 5 Minen Feingoldherauskamen" 12 .

In jüngerer Zeit führt S argon II., um 720, unter der Beute aus dem Landeder Chatti (Hettiter) 12 und unter der aus Armenien sogar 34 Talente Gold an 13und befiehlt in seinen Gesetzen die Einziehung der oft sehr hohen Strafen in Gold 14 ;diegroßen Götter", z. B. M arduk , der Stadtgott Babylons, besaßen damalsgoldene Statuen von einem Gewicht bis zu 80 Talenten, wie das noch Herodotbestätigt 15 . Asarhaddon (680669) schenkte einem Tempel Gold- und Silber-geräte50 Minen schwer" [etwa 25 kg] 16 , und A ssttbbahtpal (668626) überwiesden GotteshäusernTribute an Gold" und versprach für die Auslieferung eines ge-fährlichen Empörers dessen Gewicht in Gold als Belohnung 17 . Auch weiterhin ver-nehmen wir, daß die Tempel eigene Kammern für ihre edelmetallenen Geräte be-

1 Woolley , a.a.O. 15, 29, 109; 30, 31; 33ff. 2 Okth , PW. XII, 112.

3 Woolley 35, 72. * Ebenda 72. 5 Meissner , a. a. 0.1,229; Ungnad , a. a. 0. 54.

6 Meissner I, 265, 345. 7 Ebenda I, 53, 345; 346. 8 Ebenda II, 73.

9 Ebenda I, 167, 174; 154. 10 Ebenda I, 269, 346. 11 Ebenda I, 259.

12 Ebenda I, 60,269, 345. 13 Ebenda I, 111, 139. Ein Talent betrug etwa 25 kg.

14 Ebenda I, 181, 182. 15 Ebenda II, 61. 16 Ebenda. 17 Ebenda I, 132; 113.