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Gold.
hunderten unter weiterer Verschmelzung der philosophischen und der orien-talisch-christlichen Begriffe der Gnosis (Erkenntnis), eine Religion voll wider-sinniger „uralter" Irrlehren, wüsten Aberglaubens und Zauberwahnes 1 .
Gold.
Ägypten bezog zur Zeit des alten Reiches (um 3000—2500) Gold aus den Ge-bieten am Roten Meere und später auch aus Nubien, zum Teil wohl als Abgabe 2 ;unter den ersten Königen werden schon „Vorsteher der Goldgießer" und „Ober-leiter der Künstler" erwähnt 3 , die u. a. auch das Vergolden mit Hilfe feiner Blätt-chen auszuführen wußten 4 . — Während des mittleren Reiches (um 2200—1800)finden sich „Vorsteher der Gold-schmiede und -gießer" sowie „Vorsteher derKünstler" oft genannt, und letztere waren in technischen Kunstgriffen und Ge-heimnissen bewandert, in die der Vater stets nur den ältesten Sohn einweihte 5 . —Das neue Reich (um 1600—-1100) bezog große Mengen Gold verschiedener Rein-heit namentlich aus Nubien und besaß bereits Lagepläne der wichtigsten Berg-werksbezirke 6 ; gegen 1500 begannen auch die Lieferungen der Puntländer. Die„unerschöpflichen Mengen" des gelben Metalles sicherten den Vorrang und dieWeltstellung Ägyptens und veranlaßten die wiederholten Bettelbriefe derbabylonischen Könige (s. unten) 7 ; rühmt sich doch ein Beamter T tjtmosis ' III.,daß er allein im Laufe seiner Dienstzeit 33 dz Gold übernommen und abgelieferthabe 8 . Der Oberpriester des P tah in Memphis führt den Titel „Künstler derGötter", „Schöpfer der Kunstwerke", „Oberleiter der Künstler"; die „wirklicheOberaufsicht" über die „Künstler des Tempels", die die Götterbilder, ihrenSchmuck, ihre Bekleidung usf. anfertigten, lag aber dem „Zweiten Priester" ob 9 .Die Künstler großer Tempel waren oft zahlreich, vererbten zuweüen die „Geheim-nisse der Goldhäuser", d. h. die technischen Kenntnisse und Handgriffe, bis in die7. Generation und hüteten sie im übrigen so sorgfältig, daß nur noch der „Vor-steher der Künstler in Ober- und Unter-Aegypten" näheren Bescheid wußte 10 .Über ihre ganz hervorragenden Leistungen verbreitete neuerdings die Aufdeckungder an Schätzen aller Art so reichen Grabkammer des T tjt-encii- A mun hellesLicht 11 ; die Vergoldung im Feuer verstanden sie jedoch anscheinend noch nicht 12 .Aus der Regierungszeit R amses ' II. (um 1300, nach anderen um 1250) wird über-liefert, daß die wichtigsten Tempel besonders viele Metallarbeiter und vor allemGoldschmiede beschäftigten 13 , und daß ihnen ihre „Untertanen" große Abgabenin Gold leisten mußten, z. B. die des thebanischen ptah -Tempels jährlich 52 kg 14 ;es kann daher nicht wundernehmen, daß sie das Bestehlen und Plündern derGrabstätten gewerbsmäßig betrieben 16 .
I „Christ" III, 537. — 2 Erman u. Ranke , 552ff.; 172. — 3 Ebenda 550ff.; 504.
4 Ebenda 550ff. — 8 Ebenda 112, 113, 550ff.; 505.
6 Ebenda 557; A. Wiedemann , a. a. O. 343. — 7 Ed. Meyer , „Gesch." II (1) 146;
71; 152, 496. — 8 A. Wiedemann, 343.
9 Erman u. Ranke, 332, 504; 334. — 10 Ebenda 505, 550 ff.
II Carter u. Mace , „Tut-ench-Amun" (Leipzig 1927). — Vgl. Schaefer , „Ägyptische
Goldschmiede-Arbeiten" (Berlin 1910); Ctjrtius , „Die antike Kunst" I. (Berlin 1923);
Möller , „Die Metallkunst der alten Ägypter" (Berlin 1925); „M. G. M." XXVII, 3 (1928).
12 A. Wiedemann 343. — 13 Erman u. Ranke , 139, 153; 117. — 14 Ebenda 341.
15 Ebenda 127, 128.