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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Ei Eisen.

weil sie bloße Fälschungen aus bunten Gläsern seien 1 ; eine eingehende Schriftüber derlei künstliche Edelsteine und Perlen in arabischer Sprache verfaßte, vomalchemistischen Standpunkte ausgehend, Al-Bistami , den einige in das 10. oder11. Jahrh. versetzen 2 , und ausführlich handelt über echte und falsche EdelsteinedasHandbuch der Handelswissenschaft" von Al Dimisqi , das gegen 1100 ab-schlössen sein dürfte 3 .

Ei.

DasWeltenei", das sich im Urwasser befindet und aus dem eine große Gott-heit hervorgeht, spielt schon in den alten indischen Schöpfungssagen eine wichtigeRolle 4 und wird zuweilen auch alsgoldenes" bezeichnet 5 .

Von den Indern scheint nach Eisleb die Vorstellung vom Weltenei zu denPersern gelangt zu sein, bei denen es u. a. alsStein, der kein Stein ist" in denMysterien des Mithras auftritt 6 , und weiterhin zu den Griechen, deren orphischeMythen es von einer Mischung aller 4 Elemente erfüllt sein lassen 7 . Aber auch inder Schöpfungsbeschreibung der Genesis " ist ursprünglich ganz offenbar vomWeltenei im Urwasser und vom Ausbrüten dieses Eies die Rede gewesen 8 .

Eid dex* Alchemisten.

DerSchrecken und Entsetzen erregende Eid der Geheimhaltung" bei denAlchemisten hat seine Vorbilder schon in der okkultistischen Literatur der helle-nistischen Zeit. So z. B. schrieb im 2. oder 1. Jahrh. v. Chr. der Astrolog K bito-demos ein visionäres Buch nach Art des von Petosibis und Nechepso verfaßten,das namentlich für die Lehre von den Stufenjahren maßgebend wurde; er ver-pflichtet in ihm die Leser durchfurchtbare und schauderhafte Eide" zu unver-brüchlichem Stillschweigen 9 .

Eisen (Stahl).

In Ägypten tritt das Eisen unter den Funden aus der Zeit des alten und mitt-leren Reiches (etwa 3000-1800) nur sehr vereinzelt auf 10 und anscheinend nichtunter den Grabfunden, entweder weil es alsneues" Metall religiösen Bedenkenbegegnete oder wegen seines hohenWertes 11 ; zuerst gelangte es vielleicht aus demSüden (Meroe), wo es die Eingeborenen verhältnismäßig früh darzustellen ver-standen, nach Ägypten, u. a. in Gestalt von Schmuckperlen u. dgl. 12 . In größerenMengen nachweisbar wird es erst zu Beginn des neuen Reiches (um 1600), undseither stehen auch eiserne Werkzeuge und Waffen in Gebrauch, z. B. Schwerter,

1 Fischer ,Die hl. Hildegard von Bingen" (München 1927) 73.

2 E. Wiedemann,llppmann -Festschrift" 48. 3 Bittee ,Islam" VII, 17 ff. (1917).

4 Oldenberg ,Weltanschauung der Brähmana-Texte" (Göttingen 1919) 173ff.

5 W internitz ,Geschichte der indischen Literatur" (Leipzig 1908) I, 194.

6Weltenmantel" 508, 524. ? Ebenda 448. 8 Ebenda 53; 188; 398ff.

9 B oll , PW. XI, 1928.

10 Erman u. Bänke 550; desgleichen auf den Wandgemälden, sofern die blaue Farbeals Hinweis auf eiserne Geräte und Waffen aufzufassen ist ( Bickard :Chem. Zbl." 1930,2838). Die ältesten Fundstücke erwiesen sich bei metallographischer Untersuchung alskohlenstoffhaltig und nicht abgeschreckt, die etwas jüngeren als abgeschreckt; getempertes

Eisen scheint erst um Beginn unserer Zeitrechnung vorzukommen ( Carpenter u. Bobert-

son :Z. ang." 1930, 492).

11 A. Wiedemann ,Aeg." 244ff. 12 A. Wiedemann , ebenda.