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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Dschafar Al-?ädiq Edelsteine.

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Dscha'far Al-Sädiq.

Der berühmte Imäm ( = Führer, geistliches Oberhaupt) dieses Namens soll700765 gelebt haben und ein hervorragender Theologe mystischer Richtunggewesen sein. DerFihrist" des I bn Al-N ad I m, zu Ende des 10. Jahrh., kennt nochkeine von ihm herrührenden Werke, und erst die folgenden Zeiten stellten ihnals größten Kenner, ja als alleinigen Vater sämtlicher Geheim Wissenschaften hin,daher auch der Alchemie. Ein ihm zugeschriebenes alchemistisches Werk,Ta'wid",von dem S tapleton eine Abschrift zu Rampur (Ostindien), R uska eine zweite inGotha auffand, ist jedoch eine offenbare Fälschung, wie sich z. B. schon darausergibt, daß der Autor den D sciia far sich auf D htj'l N ün berufen läßt, der erstetwa 100 Jahre nach ihm lebte! Vermutlich ist es erst im 12. oder 13. Jahrh. inSyrien verfaßt, und demgemäß bietet es auch fast ausschließlich die aus derhellenistischen Alchemie bekannten Schlagworte, berichtet vieles Unmögliche undUnausführbare als bewährte Tatsachen und nennt nur (meist ohne Decknamen)die üblichen Chemikalien, Apparate und Vorrichtungen, unter denen allenfallsverzinnte Kupferkessel hervorzuheben wären 1 .

Dueneg.

Dieser Name desgrünen Vitriols" (Eisenvitriols) ist der persischen Spracheentlehnt, in der der Malachit dahnag heißt 2 .

Du'l Nün (richtig: Dhu'l Nun).

Dieser Gelehrte, dessen Name etwaBesitzer der Fische" bedeutet, lebte im9. Jahrh. in Ägypten und war ein hervorragender Mystiker; die ihm zugeschrie-benen alchemistischen Werke sind bisher noch nicht untersucht 3 .

E.

Edelsteine.

Im Fundament des Tempelturmes zu Assur fanden sich neben Perlen ausBernstein auch solche aus bunten Gesteinen und Gläsern, die wohl als Edelsteinegelten oder diese nachahmen sollten 4 ; vielerlei, nicht immer bestimmt zu erken-nende kostbare Gesteine, Edelsteine und Perlen gelangten aus Vorderasien,Ägypten, Arabien und Indien schon frühzeitig auf nicht näher bestimmbarenWegen nach Mesopotamien 5 ; besondere Erwähnung unter den Funden verdienteine Linse aus Bergkristall 6 , die vielleicht sakralen Zwecken diente.

Um Beginn unserer Zeitrechnung hatte die Nachbildung der Edelsteine ausfarbigen Gläsern bereits außerordentliche Vollendung erlangt, so daß eine Füllevon Nachrichten mannigfaltigster Art vorliegt 7 . Die einschlägigen Vorschriften,die zumeist aus Ägypten und Syrien stammten, gerieten auch späterhin weder imOkzident noch im Orient in Vergessenheit. So versichert dasSteinbuch" desM arbod , dessen Verfasser Erzbischof von Rennes war (10351123), viele Edel-steine übten nur deshalb die ihnen zukommenden Wunderwirkungen nicht aus,

1 Ruska ,Dscha'far Al-Sädiq" (Heidelberg 1924). Auszug: Lippmann ,Chz." XLIX,

2 (1925). 2 Ruska ,Tab. Smar." 198. 3 Vgl. Ruska ,Tab. Smar." 63.

4 Meissner ,Bab. u. Ass." I, 352. 5 Ebenda I, 269, 351. 6 Ebenda I, 269; II, 309.

" Trowbridge ,Philologioal Studies in anoient Glass" (Illinois 1930) 144.